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Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte – Powerwolf beim Konzert in der Halle 101 in Speyer.

Konzert in Halle 101

Powerwolf in Speyer – „Seid Ihr besessen? Wir auch!“

Speyer - Wer die Power-Metaller schon mal gesehen hat weiß, was auf einen zukommt: kein Metal-Konzert, sondern eine Metal-Messe. Und die wurde nicht zelebriert, sondern gefeiert. 

Ganz schön kultig, was die Jungs da auf der Bühne veranstalten: Der Schlagzeuger sieht mit seinem weißen Kopftuch aus wie ein Zombie, die Gitarristen mit ihren wehenden Mähnen wie Werwölfe auf zwei Beinen, der Keyboarder hat was von Graf Dracula und Sänger Attlia ist angezogen wie ein Priester – allerdings schwarz in schwarz. 

Powerwolf in Speyer – „Seid Ihr besessen? Wir auch!“

Alle sind sie kreidebleich wie Leichen geschminkt und haben nur eine Mission: den Metal zu zelebrieren und eine Metal-Messe zu feiern oder kurz: Spaß zu machen. Parallelen zu einer katholischen Messe sind beabsichtigt, das Original wird ordentlich durch den Kakao gezogen: da fühlt sich die Metal-Nonne in der ersten Reihe besonders wohl und zeigt ihre Zähne.

Viel braucht es nicht und die Stimmung ist und bleibt auf dem Höhepunkt: „Speyer, ihr seid unglaublich“ war Attilas Ansage schon nach dem dritten Lied, um dann endlich einen neuen Titel anzukündigen: „Nee doch nicht, ich bin in der Zeile verrutscht!

Aber auch die ernsten Geschichten: „Einer von unserer Crew hat sich nackig ins Bett gelegt und wurde gestochen – in den Pimmel!“ – eine bessere Ankündigung für „Ressurection by Errection“ – einer der Powerwolf-Klassiker mit Mitsing-Refrain – kann es wohl kaum geben. 

Auch sonst eignen sich einige Lieder zum Mitsingen: „Dead Boys don't Cry“ und die „Werewolves of Armenia“ haben ordentlichen Ohrwurm-Charakter, dazu ein paar neue Nummern wie „The Army of the Night“ oder „Amata Strogoi“, die auch gut ins Ohr gehen – wenn die Jungs so weiter machen, müssen sie wohl bald größere Hallen buchen... 

Wesentlicher Bestandteil bei Powerwolf sind die Schrei-Wettbewerbe: nachdem Attila das Publikum geteilt hatte wie Moses das Meer, feuerten Attila und Keyboarder Falk Maria Schlegel im Wechsel ihre Hälfte an, die Menge antwortete mit lauten Rufen und Schreien. Von hinten konnte man meinen, es gäbe ein Untneschieden – auch nach dem Seitenwechsel. Für Attila war es eindeutig: zum ersten Mal in der Bandgeschichte hat Falk gewonnen.

Auch sonst trägt Falk dazu bei, dass die Stimmung so unglaublich bleibt wie sie ist. Wenn er mal nichts zu tun hat oder von seinem linken Keyboard zum rechten wechselt, dann springt er zwischen seinen Bandkollegen herum, feuert das Publikum und schwenkt die Powerwolf-Fahne.

Besonders hoch ist der Kultfaktor jedes mal dann, wenn Attila mit einem Weihrauchkessel auf der Bühne steht und wie ein Priester im Wechsel mit den Fans singt: „Meine sehr verehrte Gemeinde – Yeeeah!- Wollt Ihr für den Heavy Metal kämpfen? – Jaaaa! – Wollt ihr den Heavy Metal in Die Welt hinaustragen! – Jaaa – Dann tut es! - Seid Ihr besessen? – Jaaaa – Seid Ihr besessen?? - Jaaa! Wir auch!!!

Die Powerwolf-Fangemeinde wächst und wächst, da wundert es auch kaum, dass sich einige „Wölfe“ ins Publikum verirrt haben, die kleine Kinder und schöne Frauen erschrecken. Einer davon hat es die ganze Zeit mit seiner Maske in der ersten Reihe ausgehalten – Respekt!

chr

Quelle: Mannheim24

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