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In den Kassen der Nahverkehrsunternehmen herrscht Ebbe...

Fehlende Zuschüsse

Zu wenig Geld! VRN erhöht Ticketpreise

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Stuttgart/Rhein-Neckar-Kreis – Da immer mehr Menschen Bus und Bahn nutzen, kostet der Ausbau des Netzes und die Instandhaltung der Fahrzeuge auch immer mehr Geld. Doch Zuschüsse gibt es kaum... 

Die Nahverkehrsunternehmen im Südwesten klagen über zu wenig Geld seitens des Landes für die Finanzierung von Bussen und Bahnen. 

„Die Mittel reichen vorne und hinten nicht aus“, klagt Ulrich Weber von der Landesgruppe des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen in Stuttgart. 

In den kommenden Jahren müssten viele Millionen in den Erhalt und den Ausbau der Infrastruktur gesteckt werden. Auch müssten viele Straßen- und Stadtbahnen neu beschafft werden.

Dafür gäbe es seit Jahren keinen Zuschuss mehr, kritisiert Weber. „Jetzt müssen das die Verkehrsunternehmen komplett selbst finanzieren.“ Die Busförderung des Landes betrage nur 15 Millionen Euro. „Das sind Peanuts.“ kommentiert Weber.

Ein Sprecher des Verkehrsministeriums sagte am Sonntag: „Die Klage über fehlende Finanzmittel und mangelnde Planungssicherheit für den Öffentlichen Personennahverkehr ist berechtigt.“

Verantwortung liegt beim Bund

Allerdings trüge hier der Bund die Verantwortung. „Er hat es seit Jahren versäumt, Klarheit über die künftig zur Verfügung stehenden Mittel zu schaffen.“

Dabei gehe es um Regionalisierungsmittel für den Schienenpersonennahverkehr sowie zwei 2019 auslaufende Förderprogramme für den notwendigen Ausbau und Erhalt der Infrastruktur im öffentlichen Personenverkehr.

Landeskasse muss drauflegen

Der Verkehrsexperte der Grünen im Landtag, Andreas Schwarz, ist ganz seiner Meinung und kritisiert: „Weil das Geld in Baden-Württemberg schon lange nicht mehr reicht, müssen wir aktuell 100 Millionen Euro aus der Landeskasse drauflegen.“

7% Zuwachs an Fahrgästen

Die Fahrgastzahlen im Schienennahverkehr sind laut einer Erhebung der Regierung zwischen 2012 und 2014 landesweit um rund sieben Prozent gestiegen, seit 2002 sogar um rund 75 Prozent. Danach nutzten 470.000 Fahrgäste an einem normalen Werktag die Nahverkehrszüge im Südwesten.

Die angespannte Finanzlage beklagt auch der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN). Die Finanzierung des Nahverkehrs durch die öffentliche Hand stehe derzeit auf keiner festen Basis, kritisierte die Sprecherin.

Preiserhöhungen bei der VRN

Der VRN wird seine Preise im kommenden Jahr anheben, um Kostensteigerungen aufzufangen. Noch ist aber nicht ganz klar, welche Tickets teurer werden. Die Erhöhung für alle Tarife werde aber unter drei Prozent bleiben.

dpa/kp

Quelle: Mannheim24

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