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SAP-Chef Bill McDermott.

Aktien-Kurs purzelt

Weniger als geplant! SAP-Wachstum ‚hinkt‘ leicht

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Walldorf – Software-Riese SAP wächst langsamer als gedacht – und auch der Gewinn wird niedriger ausfallen als geplant. Wie Konzern-Chef Bill McDermott die Entwicklung begründet.

Wie SAP-Chef Bill McDermott am Dienstag (20. Januar) verkündet, soll der Umsatz bis 2020 zwar auf 26 bis 28 Milliarden Euro anwachsen – allerdings rechnet man damit, dass er bis 2017 nur noch auch 21 bis 22 Milliarden Euro klettert.

Vor einem Jahr war SAP bis zu diesem Zeitpunkt noch von mindestens 22 Milliarden Euro ausgegangen.

Die SAP Firmen-Zentrale in Walldorf.

Da SAP mehr und mehr auf den Hoffnungsträger Cloud Computing setzt, werden 7,5 bis 8 Milliarden Euro aus dem Geschäftszweig mit Abo-Modellen stammen. Der Umsatzanteil der Abo-Modelle soll in naher Zukunft über ein Viertel betragen.

Um dieses Ziel zu erreichen, muss SAP jedoch jetzt seine Wachstums- und Gewinnziele allerdings schieben. An der Börse sorgt diese Nachricht für Verstimmung: Die Aktie verliert im frühen Handel fast vier Prozent.

Hintergrund:

SAP verkauft zwar noch ganz regulär Softwarelizenzen, setzt aber wie andere Anbieter mehr und mehr auf das Abo-Modell. 2014 wuchsen die Umsätze mit Mietsoftware um rund 400 Millionen Euro auf über eine Milliarde, gleichzeitig gingen die Erlöse mit herkömmlichen Lizenzen um etwas mehr als 100 Millionen Euro zurück. Den größten Umsatzbeitrag bringen immer noch die lukrativen Wartungsverträge.

Doch die Umstellung klappt offenbar nicht so schnell wie gedacht. Ursprünglich hatte SAP schon für 2015 mehr als 20 Milliarden Euro Umsatz angepeilt. Davon ist nun nicht mehr die Rede. Dabei hatte der Softwarekonzern im vergangenen Jahr seine Ziele erfüllt. Die Erlöse stiegen um vier Prozent auf 17,6 Milliarden Euro. Der operative Gewinn ging wegen der Kosten aus der Concur-Übernahme um drei Prozent auf 4,3 Milliarden Euro zurück.

Für seine eigenen internen Zielsetzungen rechnet SAP Währungsschwankungen und Kosten aus Übernahmen aus den Zahlen heraus. In diesem Jahr sollen reinen Umsätze mit Software aus der Cloud und Lizenzen nun um acht bis zehn Prozent steigen. Der bereinigte operative Gewinn soll leicht steigen.

dpa/pek

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