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Arne Friedrich hat bei "Schlag den Star" gewonnen - und dafür einen Shitstorm kassiert.

Fieser Schummel-Vorwurf

Shitstorm gegen Arne Friedrich nach "Schlag den Star"-Sieg

Köln - Am Samstag ging die zweite Folge "Schlag den Star" ohne Stefan Raab über die Bühne. Dabei sorgte ein Münzwurf bei den Zuschauern für ordentlich Schnappatmung - und einen Shitstorm auf Twitter.

Ex-Fußballer gegen Revolverheld-Frontmann, Arne Friedrich gegen Johannes Strate - so lautete das Duell bei "Schlag den Star" am Samstagabend. Und das sorgte für ordentlich Zündstoff. Viele Zuschauer warfen Sieger Arne Friedrich nämlich vor, beim letzten Spiel geschummelt zu haben. Was folgte, war ein Riesen-Shitstorm gegen den ehemaligen Nationalspieler.

Und darum ging es: Im letzten Spiel des Abends mussten die beiden Stars nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen Münzen in ein Sparschwein werfen - und zwar aus einer Distanz von 20 Zentimetern oberhalb des Schlitzes. Die Spielregel besagte, dass dabei alle Finger über einer Markierung sein müssen. Und genau da wollten die Zuschauer einen Regelbruch und einige Finger Friedrichs unterhalb der Markierung gesehen haben, als dieser zum Sieg traf. Ein Beweisfoto wurde prompt bei Twitter hochgeladen.

Der Unmut über den vermeintlich ungerechten Sieg machte sich fix in den sozialen Netzwerken breit. "Arne ist beim Loslassen mit der Hand noch etwas runter. Betrug!", schimpfte ein Twitter-User. Ein Anderer moniert: "Erst ewig penibel sein und dann die Sendung wohl einfach nur beenden wollen." Und auch ein Weiterer ist sich sicher: "Der letzte Wurf war leider ungültig, schade, dass darauf doch nicht mehr geachtet wurde." Und das waren nicht die einzigen Beschwerden in der Timeline vieler Twitter-Nutzer:

Doch hat Arne Friedrich wirklich geschummelt? Während der Show war ein möglicher Betrug gar nicht erst thematisiert worden - und das wohl auch zurecht. Am Sonntag nämlich meldete sich Raab-Nachfolger Elton höchstselbst zu Wort und postete sein eigenes Beweisfoto. Dazu schrieb der Moderator: "Im Moment des Fallenlassens sind die Finger oberhalb des Ringes ... also wohl alles richtig gewesen und bitte nicht weiter aufregen." Und tatsächlich - das Foto zeigt: Friedrich war mit seinen Fingern oberhalb der Markierung. Erst nach dem Loslassen rutschte er offenbar darunter.

Und Friedrich? Der konnte die ganze Aufregung überhaupt nicht glauben. "Zu diesem schwachsinnigen Vorwurf fällt mir wirklich nichts mehr ein", sagte er gegenüber der Bild. Und auch sein Kontrahent Johannes Strate konnte nicht fassen, zu welchen Tweets sich die Zuschauer hinreißen ließen. "Ob da jetzt ein Finger 'unterm Ring' war oder nicht, ist doch vollkommen egal, das heißt noch lange nicht, dass 1. ich dann gewonnen hätte und 2. Arne 'geschummelt' hat. Das ist frech, quatsch und unter aller Sau", machte der 36-Jährige seinen Standpunkt auf Facebook klar und ergänzte: "Arne Friedrich ist ein super Typ und ultra fairer Sportsmann."

Am Ende räumte also der Kicker die 100.000 Euro Preisgeld ab. Das Geld behält der 36-Jährige aber natürlich nicht selbst, sondern spendet es einem guten Zweck: der Arne-Friedrich-Stiftung, die sich mit Gesundheit, Bildung und Integration von Kindern und Jugendlichen befasst. Johannes Strate brachte es auf den Punkt, worum es an diesem Abend wirklich ging: "100.000 Euro gehen jetzt an eine super Stiftung, die damit sehr viel Gutes tun wird."

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