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Günter Wallraff.

Nach Enthüllungen in RTL-Sendung

Wallraff: Caterer wehrt sich, gibt aber Fehler zu

Köln/München - Nach den Enthüllungen um deutsche Großküchen durch das "Team Wallraff" auf RTL, meldet sich nun ein betroffenes Unternehmen zu Wort - und gibt Fehler zu.

Am Montagabend strahlte der TV-Sender RTL eine neue Ausgabe der Enthüllungssendung "Team Wallraff - Reporter Undercover" aus. Darin deckte der Journalist und Namensgeber der Sendung Günter Wallraff auf, wie es in deutschen Großküchen zugeht. Abgelaufene Haltbarkeitsdaten, mangelnde Hygiene, schimmlige Speisen - all das erregte Ekel beim Zuschauer.

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Der in der Sendung gescholtene Caterer "Vitesca" meldete sich laut Express mit einer Stellungnahme zu Wort. Alles sei gelogen, so die Firma, RTL verzerre die Realität. "Auch wenn wir eine Großküche betreiben, ist es uns eine Herzensangelegenheit, tadelloses und gesundes Essen anzubieten. Nicht zuletzt, weil viele unserer Mitarbeiter selbst Familie und Kinder haben", heißt es in dem Schreiben.

In dem Bericht über "Vitesca" waren unter anderem auch verschimmelte Gurken zu sehen, doch dafür hat das Unternehmen eine Erklärung: "Diese verdorbenen Gurken wurden und werden regelmäßig an den Händler zurückgegeben. Entsprechende Retouren-Belege haben wir den Gesundheitsbehörden vorgelegt."

Und wie sieht es bei den abgelaufenen Speisen aus, die verarbeitet wurden? "Bei mehreren im Fernsehen gezeigten Beispielen handelt es sich um Waren, die frisch angeliefert und hier im Haus schockgefroren wurden. Das ist ein gängiges, schonendes Verfahren, durch das sich das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) um mehrere Monate verlängert. Das neue Datum wurde üblicherweise in unserer Warenwirtschaft vermerkt, nicht aber auf den Verpackungen. Für Außenstehende sieht das natürlich verdächtig aus."

Bei einem Vorwurf allerdings räumt "Vitesca" Fehler ein - und zwar beim gezeigten Biohackfleisch, das ebenfalls das angegebene MHD überschritten hatte. "In dem monierten Fall wurde uns ausnahmsweise jedoch eine kleinere Menge bereits gefrorenes Fleisch geliefert, mit einem bereits angepassten MHD", heißt es. Es sei falsch registriert worden.

Reagiert wurde bei dem Unternehmen aber auch schon. So werden mittlerweile keine Ware mehr geordert wird, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums steht. Auch das war durch das Team Wallraff aufgedeckt worden.

fw

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