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Reinhard Grindel erklärt die Unterstützung des UEFA-Kandidaten Ceferin.

So funktioniert die Wahl

Grindel: EM 2024 ein Thema bei UEFA-Präsidentenwahl

Athen - Der DFB wird bei der Wahl zum UEFA-Präsidenten Aleksandar Ceferin unterstützen. Verbandschef Grindel erklärt die Hintergründe und spricht über die EM 2024.

Verbandschef Reinhard Grindel hat die Wahlentscheidung des DFB für Aleksander Ceferin als neuen UEFA-Präsidenten verteidigt. „Wir erhoffen uns von der Wahl Aleksander Ceferins eine Lösung, die Kontinuität an der Spitze der UEFA verspricht. Es ist wichtig, dass wir in den kommenden Jahren keine erneute Personaldiskussion führen müssen“, sagte Grindel vor dem UEFA-Kongress am Mittwoch in Athen der Deutschen Presse-Agentur. „Zudem glauben wir, dass neue Impulse von außen dem Exekutivkomitee gut tun.“

Das DFB-Präsidium hatte sich Anfang September für Ceferin und gegen den lange favorisierten Kandidaten Michael van Praag entschieden. Der 68 Jahre alte Niederländer könnte wegen des Alterslimits die UEFA als Nachfolger des gesperrten Michel Platini nur bis 2019 führen. Der neue UEFA-Chef wird am Mittwoch von den 55 Mitgliedsverbänden gekürt. Ceferin, 48 Jahre alt, geht als klarer Favorit in die Abstimmung.

Grindel bestätigte, dass er mit beiden Kandidaten über die deutsche EM-Bewerbung für 2024 gesprochen habe. Dieses Thema soll aber nicht ausschlaggebend für die Entscheidung pro Ceferin gewesen sein. „Natürlich habe ich beiden Kandidaten aufgezeigt, warum wir eine starke Bewerbung für die EM 2024 anbieten können. Und ich habe zum Ausdruck gebracht, dass wir es begrüßen würden, wenn unsere Bewerbung unterstützt wird. Das ist ebenso naheliegend wie legitim. Es wurde aber keine Absprache getroffen“, sagte Grindel.

So funktioniert die UEFA-Präsidentschaftswahl

Bei der Wahl des neuen UEFA-Präsidenten am Mittwoch in Athen haben alle 55 Mitgliedsverbände der Europäischen Fußball-Union eine Stimme, der DFB als größter Verband genau wie das jüngste Mitglied Kosovo. Auch die Heimatverbände der Kandidaten Michael van Praag (Niederlande) und Aleksander Ceferin (Slowenien) dürfen mitwählen.

Da nur zwei Kandidaten zur Wahl stehen, ist das System einfach. Wer im ersten Wahlgang mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen hat, gewinnt. Sollte die Anzahl der Enthaltungen eine absolute Mehrheit verhindern, geht es in einen zweiten Wahlgang, in welchem die einfache Mehrheit genügt. Die Enthaltungen werden dort also nicht mehr berücksichtigt.

Bei einem möglichen Patt (z.B. 27:27 und eine Enthaltung) folgen ein zweiter und falls nötig ein dritter Wahlgang. Steht es auch dann noch unentschieden, entscheidet das Los. Abgestimmt wird geheim, sofern der Kongress nicht ein offenes Votum fordert.

dpa

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