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Donald Trump (links), der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner, hat Bill Clinton, den Ehemann seiner mutmaßlichen Opponentin Hillary Clinton, der "Vergewaltigung" bezichtigt.

US-Wahl

Donald Trump bezichtigt Bill Clinton der "Vergewaltigung"

Washington - US-Wahlkampf mit harten Bandagen: Donald Trump, Präsidentschaftskandidat der Republikaner, bezichtigt Bill Clinton, den Ehemann seiner Gegnerin Hillary Clinton, der "Vergewaltigung".

Neue Eskalation im US-Wahlkampf: Donald Trump, der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner, hat Bill Clinton, den Ehemann seiner mutmaßlichen Opponentin Hillary Clinton, der "Vergewaltigung" bezichtigt. Er bezog sich damit in einem TV-Interview auf die in früheren Jahrzehnten erhobenen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen den Ex-Präsidenten.

Trump war selbst in den vergangenen Tagen wegen seines Umgangs mit Frauen verstärkt in die Defensive geraten. Die Zeitung "New York Times" hatte am Wochenende den Vorwurf erhoben, der Immobilienmilliardär habe über die Jahrzehnte hinweg immer wieder gegenüber Frauen - etwa mit plumper Anmache - "die Grenze überschritten".

In dem Interview des konservativen Senders Fox News zitierte der Moderator nun die Fälle von drei Frauen, die Bill Clinton in der Vergangenheit des Missbrauchs beschuldigt hatten. In einem Fall sei es darum gegangen, dass eine Frau gegen ihren Willen "begrapscht und befummelt und berührt" worden sei, sagte der Moderator. "Und Vergewaltigung", warf Trump daraufhin ein.

Das Wahlkampfteam von Hillary Clinton reagierte prompt und warf dem Rechtspopulisten vor, von den gegen ihn selbst erhobenen Vorwürfen ablenken zu wollen. "Trump macht das, was er am besten kann, er greift an, wenn er verwundet ist", erklärte Nick Merrill, der Sprecher der voraussichtlichen Präsidentschaftskandidatin der Demokraten.

Das Gespräch Trumps bei Fox News drehte sich konkret um die Fälle von Juanita Broaddrick, Paula Jones und Kathleen Willey. Jones hatte Bill Clinton seinerzeit beschuldigt, sie 1991, als er Gouverneur des Bundesstaates Arkansas war, in einem Hotelzimmer sexuell belästigt zu haben. Clinton zahlte ihr 1998 im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung eine Summe von 850.000 Dollar, ohne damit ein Fehlverhalten einzugestehen.

Broaddrick wiederum erhob 1999 den Vorwurf gegen Clinton, er habe sie rund 20 Jahre zuvor vergewaltigt, als sie in seiner Wahlkampfkampagne in Arkansas mitarbeitete. Willey bezichtigte ihn, sie in einem Flur des Weißen Hauses betatscht zu haben. Beide Frauen erheben die Vorwürfe bis heute.

Trump hatte in den vergangenen Monaten bereits mehrfach unterstrichen, dass er die einstigen außerehelichen Eskapaden und angeblichen sexuellen Übergriffe von Bill Clinton als legitimen Bestandteil seiner Wahlkampagne betrachte. Hillary Clinton bezichtigte er, ohne konkreter zu werden, eine Rolle als "Wegbereiterin" bei den Affären ihres Mannes gespielt zu haben.

"Einige dieser Frauen wurden nicht durch ihn zerstört, sondern durch die Art, wie Hillary Clinton sie behandelte", sagte Trump zu Beginn des Monats. Was sie den Geliebten ihres Mannes angetan habe, sei "schändlich".

AFP

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