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Die Ansbacher Oberbürgermeisterin Carda Seidel.

Nach Anschlag mit zwölf Verletzten

Ansbacher OB sieht kein Versagen der Stadt

Ansbach - Die Ansbacher Oberbürgermeisterin Carda Seidel (parteilos) sieht trotz des Anschlags vom Sonntag kein Versagen der Stadt in der Flüchtlingsbetreuung.

Der bei der Bombenexplosion getötete mutmaßliche Täter, ein 27 Jahre alter syrischer Asylbewerber, war in einem Ansbacher Flüchtlingsheim untergebracht und längere Zeit von der Stadt betreut worden.

Natürlich sei sie von der Tat vom Sonntagabend erschrocken und schockiert. Aus ihrer Sicht unternehme die Stadt aber alles, um „möglichst nah an den Menschen zu kommen“, sagte Seidel der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Sie hatte das Konzert auf dem Festivalgelände, vor dem die Bombe gezündet worden war, selbst besucht, es aber am Abend vorzeitig verlassen.

Um Flüchtlinge das Einleben zu erleichtern, habe die Stadt eigens das Projekt „Ankommen ins Ansbach“ entwickelt. Dieses Projekt bestehe aus sieben eineinhalbstündigen Informationsbausteinen, mit denen Flüchtlinge unter anderem über Recht und Gesetz und die deutsche Gesellschaft informiert würden, erläuterte Seidel.

Das Projekt diene ferner dazu, „zu wissen, wer in der Stadt eigentlich mit einem und neben einem lebt“, sagte Seidel. „Ich denke, das werden wir auch noch verstärken.“ In Ansbach leben nach ihren Angaben rund 600 Asylbewerber.

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