+
Auch am Flughafen Berlin Tegel kam es zu Verspätungen.

Ärger für Reisende

Flugverkehr in ganz Deutschland gestört: Was steckt dahinter?

Langen/Karlsruhe - Großes Pech hatten alle Reisenden, die am Freitagmorgen einen Flug gebucht hatten: Es gab Störungen in ganz Deutschland. Was war die Ursache?

Ärgerlich für die Passagiere: Am Freitagmorgen hat der Ausfall eines Flugdatenbearbeitungssystems in Karlsruhe zu Störungen im Luftverkehr über Deutschland geführt. Passagiermaschinen konnten nicht von inländischen Flughäfen aus abheben. Eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS) hatte anfangs davon gesprochen, dass der obere Luftraum, der bei 7468 Metern beginnt und in dem Passagiermaschinen ihre Reiseflughöhe erreichen, komplett gesperrt und „leer geräumt" worden sei. 

Später hieß es dann, die sich zu dieser Zeit in der Luft befindlichen Flugzeuge seien dort geblieben. „Es durften lediglich keine weiteren Flugzeuge starten", erklärte DFS-Sprecher Boris Pfetzing. Bei der Reduzierung des Flugverkehrs habe es sich nur um "eine reine Vorsichtsmaßnahme" gehandelt. Da die DFS über zwei Flugdatenbearbeitungssysteme verfügt, habe man nach dem Ausfall des ersten mit dem zweiten normal weiterarbeiten können.

Passagiere der Berliner Flughäfen wurden via Twitter aufgefordert, ihren Flugstatus zu checken. An den Airports Schönefeld und Tegel kam es den ganzen Vormittag über zu zahlreichen Flugverspätungen. Am Flughafen Köln/Bonn hatten Reisende hingegen Glück: Hier gab es lediglich 85 Minuten Verspätung.

Nach etwa 40 Minuten habe man die Verkehrsmengen dann wieder stufenweise anheben können, bis um 8.20 Uhr wieder die normale Kapazität erreicht worden sei, teilte eine Sprecherin mit. Nach ersten Schätzungen der DFS summierten sich die Verspätungen der Maschinen auf 11 000 Minuten - mehr als 183 Stunden.

Einen Grund für den Ausfall nannte die bundeseigene Flugsicherung zunächst nicht. Einen zunächst vermuteten Hackerangriff könne man aber ausschließen, hieß es in einer schriftlichen Erklärung.

sb/dpa

Terror in Istanbul: Zahl der Todesopfer steigt auf 38

Terror in Istanbul: Zahl der Todesopfer steigt auf 38

Mehr als 100 Tote bei schwerem Zugunglück in Indien

Mehr als 100 Tote bei schwerem Zugunglück in Indien

Bereits sieben Tote nach Zug-Inferno in Bulgarien

Bereits sieben Tote nach Zug-Inferno in Bulgarien

Kommentare