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"Ich werde sie alle umbringen", soll der Angreifer laut Augenzeugen geschrien haben.

Bluttat in Serbien

Mann erschießt in Café seine Frau und vier weitere Menschen

Belgrad - Das "Hähnchenfest" ist in jedem Jahr der Höhepunkt im serbischen Dorf Zitiste. Diesmal geschieht eine Bluttat. Spielt Eifersucht eine Rolle?

Offenbar aus Eifersucht hat ein Mann in Serbien fünf Menschen erschossen, darunter seine Frau. Nach Angaben der Polizei tötete der Mann mit einer Automatikwaffe in der Nacht zum Samstag in einem Café zunächst seine Ehefrau und eine andere Frau. Dann schoss er weiter um sich: Drei weitere Menschen starben, 20 Verletzte wurden in verschiedene Krankenhäuser gebracht.

"Es war furchtbar. Einige Leute haben geschrien und überall war Blut", sagte der Cafébesitzer Ljubomir Milinovic der amtlichen Nachrichtenagentur Tanjug. Der Vorfall ereignete sich in der Stadt Zitiste, 80 Kilometer nördlich der Hauptstadt Belgrad.

Der Täter habe vermutlich aus Eifersucht gehandelt, sagte Innenminister Nebojsa Stefanovic, der am Samstagmorgen den Tatort besuchte, laut dem Sender N1. Die Waffe sei illegal gewesen. Die Polizei nahm den 1978 geborenen Mann fest und leitete Ermittlungen ein.

Stefanovic zufolge versuchte der Mann zunächst zu fliehen. Die Polizei habe ihn aber stoppen und festnehmen können. "Wir sind alle geschockt, dass so etwas passieren konnte, schließlich war er ein sehr ruhiger Mann ohne Vorstrafen", sagte der Innenminister laut Tanjug.

Der Sender N1 berichtete, vor der Schießerei habe sich der Mann im Café mit seiner Frau gestritten. Er habe das Lokal dann verlassen, sei mit einer Art Kalaschnikow zurückgekehrt und habe das Feuer eröffnet. Zwei Menschen seien auf der Stelle tot gewesen, während die drei weiteren Todesopfer im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen seien.

Die 20 Verletzten, einige von ihnen schwer verwundet, wurden in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Berichten zufolge schwebte keiner von ihnen in Lebensgefahr.

Es war bereits die dritte derartige Schießerei in Serbien in den vergangenen Jahren. Illegaler Waffenbesitz ist in dem Balkanstaat - ebenso wie in anderen ehemaligen jugoslawischen Teilrepubliken - weit verbreitet. Die serbische Polizei geht davon aus, dass sich als Folge der Balkankriege in den 90er Jahren noch hunderttausende unregistrierte Schusswaffen und Granaten im Land befinden.

Erst am Tag vor der Schießerei von Zitiste hatte das Innenministerium die Bürger aufgerufen, illegale Waffen in Polizeiwachen abzugeben. Bei einer ähnlichen Amnestie waren im vergangenen Jahr rund 4000 Waffen abgegeben worden.

AFP

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