+
Griechische Börse: Die versöhnlichere Töne des neuen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras kommen bei den Anlegern gut an. Foto: Michael Kappeler

Griechische Börse erholt sich

Athen (dpa) - Der Aktienmarkt Griechenlands hat mit deutlichen Gewinnen auf versöhnlichere Töne des neuen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras reagiert. Der Leitindex Athex Composite der Athener Börse verbesserte sich zeitweise um mehr als fünf Prozent auf 758,89 Punkte.

Das Börsenbarometer konnte damit seine Verluste seit dem Wahlsieg des Linksbündnisses Syriza am Sonntag vor gut einer Woche auf rund neun Prozent verringern.

Getragen wurde die Erholung vor allem von Aktien aus der Bankenbranche. Sie waren bis Mitte vergangener Woche besonders stark unter die Räder gekommenen und hatten sich teils im Wert halbiert. Am meisten gefragt waren die Titel der Eurobank mit einem Plus von rund 19 Prozent. Ihr Chef, Christos Megalou, war am Sonntag zurückgetreten, inzwischen ist bereits ein Nachfolger gefunden worden. Eine Woche nach Amtsantritt startete Regierungschef Tsipras derweil auf Zypern eine "Roadshow", um seine Vorstellungen zur Bekämpfung der Schuldenkrise zu präsentieren.

Athen bereitet zwar ein eigenes Spar- und Reformprogramm vor und hat die Mission der "Troika" aus Kontrolleuren der Geldgeber von Europäischer Union, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank für beendet erklärt. Nach scharfen Tönen zeigte sich Tsipras am Wochenende jedoch versöhnlicher und stellte einen Kompromiss mit den Euro-Partnern in Aussicht. Nach einem Treffen mit dem zyprischen Präsidenten Nikos Anastasiades, seiner ersten Station der "Roadshow", sagte Tsipras, Griechenlands "einziges und ausschließliches Ziel" sei, die Verhandlungen mit seinen Partnern in der EU erfolgreich abzuschließen.

Mehr zum Thema

Auto mit vier Insassen stürzt in Elbe: ein Toter

Auto mit vier Insassen stürzt in Elbe: ein Toter

Absturz: Hinweise auf technische Mängel verdichten sich

Absturz: Hinweise auf technische Mängel verdichten sich

Mehr als 100 Tote bei schwerem Zugunglück in Indien

Mehr als 100 Tote bei schwerem Zugunglück in Indien

Kommentare