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dass ein Pilot alleine im Cockpit bleibt, ist erlaubt. Die Türen sind speziell gesichert.

Nach Germanwings-Tragödie

Hintergrund: Pilot darf grundsätzlich kurze Zeit allein im Cockpit sein

Berlin - Der Co-Pilot von Flug 4U9525 war vor dem Absturz alleine im Cockpit. Das Luftfahrtbundesamt erklärt, dass dies grundsätzlich erlaubt ist.

Der Co-Pilot des verunglückten Germanwings-Airbus, der den Sinkflug absichtlich eingeleitet haben soll, saß zum Zeitpunkt der Katastrophe allein im Cockpit. Dies ist grundsätzlich möglich. Die gesicherte Cockpit-Tür verhinderte es dann offenbar, dass der Flugkapitän zurückkehren konnte. Der Co-Pilot öffnete den Ermittlern zufolge bewusst nicht die Tür.

Ein Pilot darf laut Luftfahrtbundesamt das Cockpit verlassen, um auf die Toilette zu gehen. Der andere Pilot darf vorübergehend allein im Cockpit bleiben, um das Flugzeug zu fliegen.

Auf dem Unglücksflug verließ nach den bisherigen Ermittlungen der Flugkapitän das Cockpit. Als er allein war, soll der Co-Pilot den Sinkflug eingeleitet haben. Wenige Minuten später zerschellte die Maschine mit 150 Menschen an Bord in den französischen Alpen.

Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 wurden Cockpit-Türen so eingerichtet, dass Unbefugte nicht von außen ins Cockpit gelangen können. Bei einem Airbus ist die Tür laut Luftfahrtbundesamt grundsätzlich elektronisch gesichert. Es gibt demnach einen Zugangscode, um in einem Notfall für einen kurzen Zeitraum die Tür von außen zu öffnen.

So soll es möglich sein, den Piloten zu helfen, falls sie nicht mehr handlungsfähig sein sollten. Im Cockpit selbst kann aber laut dem Luftfahrtbundesamt bewusst die Cockpit-Tür verriegelt werden, um zur Gefahrenabwehr ein gewaltsames Eindringen von der Kabinenseite her zu verhindern. Dies ist offenbar im Fall des verunglückten Germanwings-Airbus geschehen. Der Co-Pilot weigerte sich den Ermittlern zufolge bewusst, den Kapitän hereinzulassen.

AFP

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