Dillon A. traute seinen Augen nicht

Fieses Wort auf der Rechnung - Kellner gefeuert

Warwick - Gut gegessen, wohl gesättigt und dann der Schock: Als Dillon A. nach einem Essen seine Rechnung unterschreibt, trifft ihn der Schlag. Ein Kellner hatte den Beleg mit einer fiesen Beleidigung versehen.

Dillon A. hatte gerade lecker gegessen, soeben seine Rechnung bekommen und wollte eigentlich nur noch kurz den Beleg unterschreiben, bevor er sich auf den Weg nach Hause macht, immerhin war es kurz vor eins mitten in der Nacht. Doch als der US-Amerikaner nach seinem Besuch in einem Fast-Food-Restaurant in Warwick (Bundesstaat Rhode Island) sich seine Rechnung genauer anschaut, will er gar nicht glauben, was er da liest: Links oben auf A.s Rechnung, zwischen Uhrzeit und Kreditkartendaten, hatte ein Mitarbeiter des Restaurants das Wort "Fatty" (deutsch: "Fettsack") notiert.

"Ich habe es zuerst nicht wirklich beachtet, doch dann habe ich es zufällig gelesen. Ich dachte nur 'Wow' und mein Herz blieb fast stehen", sagte Dillon dem US-Nachrichtensender NBC 10 News. Wer den Beleg ausgestellt hat, war zunächst unklar.

In den USA sorgte der Fall für viel Aufsehen, und der Restaurant-Besitzer musste sich heftige Kritik gefallen lassen, nachdem Dillon A. ein Bild der Rechnung samt Beleidigung bei Facebook postete. Der Post wurde hundertfach geteilt. Unzählige US-Medien berichteten über den Vorfall. Mittlerweile hat A. das Foto zwar wieder gelöscht, auf Twitter ist es jedoch immer noch zu finden.

Im ursprünglichen Post auf seiner Facebookseite begründete A., warum er den Vorfall publik gemacht hat. "Normalerweise ist mir das egal, aber dieser Scheißdreck regt mich einfach auf", schrieb A. laut NBC 10 unter dem mittlerweile gelöschten Post. "Der Kellner hat mich als Fettsack bezeichnet und wollte es dann nicht zugeben. Ich werde nie wieder in das "All Stars" (der Name des Restaurant; d. Red.) gehen."

Restaurant-Besitzer: "So bin weder ich, noch meine Mitarbeiter oder mein Sohn."

Den Besitzer des Restaurants, Tony Ambrosio, trifft es doppelt hart: Der Kellner, der die Rechnung ausgestellt hat, ist sein 18-jähriger Sohn. Als Ambrosio von der abfälligen Beleidigung erfuhr, sei er laut NBC 10  stinksauer gewesen und habe seinen Sohn umgehend gefeuert. Der darf mittlerweile nicht einmal mehr in die Nähe des Restaurants, berichtet das Nachrichtenportal. Tony Ambrosio tut der Vorfall unglaublich leid.

"Ich möchte mich bei dir entschuldigen, Dillon, von ganzem Herzen. Es tut mir leid. So bin weder ich, noch meine Mitarbeiter oder mein Kind", sagte Ambrosio NBC 10 News. Auch an die Tür seines Restaurants habe Ambrosio eine Entschuldigung geheftet. 

Dillon A. will derweil von all dem nichts wissen: "Er (Ambrosio; d.Red.) hat mir einen Gutschein angeboten, aber ich geh lieber erstmal nicht dahin. Es ist alles einfach so peinlich", zitiert ihn NBC 10. Er will sich aber nicht unterkriegen lassen: "Leute werden immer so sein", sagte A. "Es ist es einfach nicht wert, sich davon fertigmachen zu lassen."

fp

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