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Das Treffen Bidens (l.) mit dem Oppositionsführer wurde als Affront gegen Israels Regierungschef gewertet.

Am Rande der Sicherheitskonferenz

Kerry und Biden: Treffen mit Netanjahus Rivalen

München - Die Kluft zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und der US-Regierung wächst. US-Vizepräsident Joe Biden und Außenminister John Kerry trafen am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz Netanjahus Rivalen.

Sie sprachen mit dem linksorientierten Oppositionsführer Izchak Herzog. Israelische Medien berichteten am Sonntag, bei der Begegnung am Vortag habe es sich um ein „inoffizielles Gespräch“ gehandelt.

Das Treffen mit dem Oppositionsführer wurde als Affront gegen Israels Regierungschef gewertet. Laut Medienberichten wollen Biden und Kerry einer Anfang März geplanten Ansprache Netanjahus vor dem US-Kongress fernbleiben. Wegen der Rede - nur zwei Wochen vor den israelischen Parlamentswahlen - war es zum Streit gekommen. US-Präsident Barack Obama lehnte ein Treffen mit Netanjahu so kurz vor der Wahl in Israel ab, um nicht in den Wahlkampf hineingezogen zu werden.

Herzog sagte dem israelischen TV-Sender Channel 10, Netanjahu erwarte in den USA „ein kompletter Boykott“ durch die Regierung. Dieser hatte betont, seine Reise sei notwendig, um vor den Gefahren einer atomaren Aufrüstung des Irans und einem unzulänglichen Abkommen mit Teheran zu warnen.

dpa

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