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Am 27. Februar 2015 war Nemzow in Sichtweite des Kremls erschossen worden.

Internationale Bestürzung über Mord

Mord an Kremlgegner Nemzow: Prozess gegen fünf Verdächtige

Moskau - Anderthalb Jahre nach dem Mord an dem Kremlgegner Boris Nemzow hat unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen in Moskau der Prozess gegen fünf Tatverdächtige begonnen.

Angehörige der Sondereinheit Omon schützten das Gebäude des Militärgerichts, in das die Männer aus der Teilrepublik Tschetschenien gebracht wurden. Das meldeten Agenturen in der russischen Hauptstadt am Montag. Viele Journalisten seien jedoch abgewiesen worden, hieß es. „Der Saal ist zu klein für alle“, sagte Justizsprecher Kirill Luschin.

Erwartet wurde zu Prozessbeginn eine erste Anhörung. „Dieser politische Mord zeigt, dass sich niemand in Russland sicher fühlen kann“, sagte Nemzows langjähriger Mitarbeiter Ilja Jaschin. Der Oppositionspolitiker und frühere Vizeministerpräsident Nemzow war am 27. Februar 2015 nachts in Sichtweite des Kremls erschossen worden. Die Tat löste international Bestürzung aus.

Die Anklage geht von einem Auftragsmord aus, wobei sich der angebliche Auftraggeber ins Ausland abgesetzt haben soll. Nemzows Familie vermutet die Hintermänner in der Führung der Teilrepublik Tschetschenien in Nordkaukasus und fordert, dass der autoritäre Republikchef Ramsan Kadyrow als Zeuge aussagen soll. Der kremltreue Kadyrow weist jede Beteiligung zurück.

dpa

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