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Donald Trum bei einer Wahlkampfveranstaltung in Las Vegas.

Während Wahlkampfveranstaltung

Mordversuch an Trump: 20-Jähriger bekennt sich schuldig

Las Vegas - Mitte Juni hatte ein Jugendlicher versucht, Donald Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung zu erschießen. Der Brite muss mit einer jahrelangen Haftstrafe rechnen.

Es spielen sich tumultartige Szenen ab, als der erst 19-Jährige Michael Steven Sanford von mehreren Polizisten überwältigt und anschließend in Handschellen abgeführt wird. Nur wenige der anwesenden Menschen dürften beobachtet haben, was sich ihnen noch vor Sekunden für ein groteskes Schauspiel bot.
Inmitten einer republikanischen Wahlkampfveranstaltung in Las Vegas hatte der britische Jugendliche geplant, den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump mit einer Waffe zu erschießen. Bei dem Versuch, einem Polizisten die Dienstwaffe zu entwenden, konnte Sanford jedoch in letzter Sekunde überwältigt werden.

Mordversuch an Trump: "Dazu bekenne ich mich schuldig"

Knapp drei Monate später bekennt sich der mittlerweile 20-Jährige bei seiner Anhörung des Mordversuchs an Donald Trump schuldig. "Ich habe versucht mit der Waffe eines Polizisten jemanden zu töten, dazu bekenne ich mich schuldig", gibt Sanford zu Protokoll. Ihm droht nun eine zweijährige Gefängnisstrafe - im schlimmsten Fall hätte er 20 Jahre hinter Gittern gemusst. Denn das amerikanische Gericht befasste sich mit zwei Anklagepunkten, zum einen das Unterbrechen einer öffentlichen Wahlkampfveranstaltung und zum anderen das Tragen einer tödlichen Waffe als illegaler Einwanderer. Das Urteil fällt jedoch deutlich milder aus, da Sanford nicht im Besitz einer eigenen Waffe war.

Sanford hatte vor Mordversuch auf Schießplatz geübt

Vor Gericht wurde zudem versucht, die Hintergründe des geplanten Attentats aufzuklären. Demnach habe Sanford Mitte Juni beschlossen, den Anschlag zu planen, nachdem der Termin für Trumps Wahlkampfveranstaltung feststand. Einen Tag vor dem Mordversuch habe sich der Jugendliche an einem Schießstand vorbereitet, es sei das erste Mal gewesen, dass er mit einer Waffe auf ein Ziel geschossen habe.  

Am 18. Juni schließlich habe er sich im "Treasury Island Casino" in Las Vegas eingefunden und zunächst unter die Zuschauer gemischt. Während der Rede von Trump sei er dann nach vorne zur Bühne und startete den Versuch, die Dienstwaffe eines Polizisten an sich zu reißen. Die umstehenden Polizisten reagierten glücklicherweise sekundenschnell und konnten Sanford sofort übermannen.

Bei Verurteilung: Sanford muss Haftstrafe in den USA verbüßen

Bei der Anhörung führte die Verteidigung Sanfords an, er sei krank und leide an Schizophrenie und anderen Zwangsstörungen. Laut dem Beschluss des Gerichts soll am 3. Oktober Sanfords Prozess beginnen. Im Falle einer Verurteilung muss der 20-Jährige seine Haftstrafe in den USA verbüßen. Erst danach soll er nach Großbritannien ausgewiesen werden.

kus

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