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Schweizer Grenzbeamte.

Von Attentätern keine Spur

Der Tag nach dem Terroralarm - Genf atmet langsam auf

Nach dem Terror-Alarm hat sich die Lage in Genf entspannt. Von den gesuchten mutmaßlichen Attentätern scheint jede Spur zu fehlen. Der UN-Sitz und andere potenzielle Ziele werden schwer bewacht.

Einen Tag nach dem Terror-Großalarm in Genf hat die Schweizer Polizei am Freitag ihre Fahndung nach mutmaßlichen Terroristen in der UN-Metropole und Umgebung fortgesetzt. Die Alarmstufe bleibe erhöht, hieß es bei den Sicherheitsbehörden. Potenziell gefährdete Gebäude wurden stärker als sonst bewacht. Zeitweilig war ein Terminal des Genfer Flughafens gesperrt, berichteten Augenzeugen.

Dennoch entspannte sich die Lage in der Großstadt am Genfer See im Laufe des Freitags zusehends. Busse und Bahnen waren normal im Einsatz, die Menschen ging ihren üblichen Beschäftigungen nach. Geplante Volksfeste und Sportereignisse am Wochenende müssten nicht abgesagt werden, hieß es bei der Polizei. Allerdings sei bei größeren Veranstaltungen der zusätzliche Einsatz von Sicherheitskräften vorgesehen.

Die Justizbehörden äußerten sich zum Verlauf der Terrorfahndung zunächst nur sehr zurückhaltend. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Henri Della Casa, machte zu Berichten in Genfer Medien, wonach die Polizei nach bis zu sechs möglicherweise bewaffneten Verdächtigen fahnde, keine Angaben. An den Grenzübergängen nach Frankreich, das Genf an drei Seiten umgibt, gab es schärfere Kontrollen und teilweise Wartezeiten von etwa einer Stunde.

Die Lage sei nicht mit der in Brüssel vergleichbar, sagte der Genfer Sicherheitsdirektor Pierre Maudet der Zeitung „Le Temps“. In der belgischen Hauptstadt hatte im November im Zuge von Abwehrmaßnahmen gegen einen befürchteten Anschlag das öffentliche Leben mehrere Tage lang stillgestanden.

Abgesehen vom UN-Komplex wurden für Synagogen, den Flughafen und Bahnhöfe die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Ein UN-Sprecher sagte, es gebe „keine spezielle Terrordrohung gegen die Vereinten Nationen“. Dennoch waren einige Wachmannschaften bei den UN mit automatischen Waffen ausgerüstet.

Die Schweizer Bundesanwaltschaft hatte am Mittwoch ein Strafverfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts auf Unterstützung von Terrorgruppen wie Al-Kaida und Islamischer Staat (IS) eröffnet. Die Botschaft der USA in Bern rief US-Bürger in der Schweiz zu erhöhter Wachsamkeit auf.

Die Genfer Zeitung „Le Matin“ berichtete, mehrere Verdächtige seien von Frankreich aus in einem Auto mit belgischem Kennzeichen nach Genf gekommen. Einer von ihnen soll den flüchtigen Salah Abdeslam kennen, der an den Attentaten in Paris beteiligt gewesen sein soll. Die Behörden machten auch dazu keine Angaben.

dpa

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