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1935 erhielt die Empfangshalle im Hauptbahnhof Stralsund eine großformatige farbige Darstellung Stralsunds und der Insel Rügen aus der Vogelperspektive. Foto: Stefan Sauer

Stralsund und Steinheim haben die Bahnhöfe des Jahres

Bahnhöfe können schmuddelig sein oder angenehme Aufenthaltsräume vor und nach einer Reise. Jedes Jahr erhalten zwei der besten einen Preis. Diesmal wurde die Jury an der Ostsee und in Westfalen fündig.

Berlin (dpa) - Die Bahnhöfe des Jahres 2016 sind der Hauptbahnhof von Stralsund und der S-Bahnhof Steinheim (Westfalen). Eine Jury des Bahnlobby-Vereins Allianz pro Schiene vergab die Auszeichnung für die beiden kundenfreundlichsten Bahnhöfe am Montag zum 13. Mal.

An der Station in Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern gefiel den Experten die Eingangshalle mit hölzernem Deckengebälk samt raumgreifendem Wandgemälde von der Stadt, die tageslichtdurchflutete Bahnsteighalle, ein sehr gutes Bistro und das stets höfliche Sicherheitspersonal. Das Empfangsgebäude wurde in den Jahren 1903 bis 1905 im neogotischen Stil erbaut.

Die Station Steinheim an der Strecke Hannover-Altenbeken ist nach Ansicht der Juroren der König der S-Bahnhöfe. Statt eines Bahnsteigs mit Wartehäuschen finde der Reisende hier "ein voll ausgestattetes Prachtstück". Im Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1929 ist ein Hotel mit Restaurant und Biergarten untergebracht. Außerdem gibt es einen Fahrkartenschalter, einen Fahrradkeller mit Stromladestation und einen Laden für Reisebedarf. "Wie ein gastfreundlicher Gutshof öffnet Steinheim müden Wanderern und Radfahrern seine Pforten", heißt es in der Würdigung.

In der Allianz pro Schiene sind 23 Organisationen zusammengeschlossen, darunter Naturschutz-, Umwelt-, Verkehrs- und Verbraucherverbände. Die Auszeichnung "Bahnhof des Jahres" wird seit 2004 vergeben. Bahnfahrer können Vorschläge machen. Nach einer Kriterienliste werden zum Beispiel die Kundeninformation, Sauberkeit, Integration in die Stadt und Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln bewertet. Die Jury berücksichtigt auch, wie wohl man sich ganz subjektiv in dem jeweiligen Bahnhof fühlt.

Bahnhöfe des Jahres

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