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In Malta

Trauerfeier für Opfer der Flüchtlingstragödie

Msida - Bei einer Trauerfeier ist in Malta der rund 800 Opfer der Flüchtlingstragödie vor der libyschen Küste gedacht worden.

Die bislang geborgenen 24 Todesopfer wurden am Donnerstag in einem Zelt aufgebahrt, wo die Zeremonie unter Leitung des Bischofs der Insel Gozo, Mario Grech, und des Imams Mohammed al Sadi stattfand. "Wir kennen ihre Namen und ihr Leben nicht, wir wissen nur, dass sie einer verzweifelten Lage zu entkommen versuchten, um Freiheit und ein besseres Leben zu finden", sagte Grech.

An der Feier nahmen neben ranghohen maltesischen Vertretern auch EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos, Italiens Innenminister Angelino Alfano sowie Griechenlands stellvertretende Ministerin für soziale Solidarität, Theano Fotio, teil.

Nach einer von Harfenmusik begleiteten Schweigeminute wurden die Särge von Soldaten eine mit Blumen gesäumte Straße entlang getragen und anschließend in die Erde hinabgelassen.

In der Nacht zu Sonntag war das mit rund 800 Flüchtlingen völlig überladene Schiff nach einem Zusammenstoß mit einem portugiesischen Frachter, der auf ein Notrufsignal reagiert hatte, gesunken. Die meisten Flüchtlinge waren im Laderaum oder auf dem Mitteldeck eingeschlossen. Nur 28 Menschen konnten gerettet werden, darunter zwei Besatzungsmitglieder, die festgenommen wurden. Neben dem tunesischen Kapitän handelt es sich dabei um einen 25-jährigen Syrer. Dem 27-jährigen Kapitän werden vielfache fahrlässige Tötung, Verursachen eines Schiffsuntergangs, Beihilfe zur illegalen Einwanderung und Freiheitsberaubung vorgeworfen.

Bei den 24 geborgenen Leichen handelt es sich um 20 Erwachsene und vier Minderjährige, von denen mangels Ausweisdokumenten niemand identifiziert werden konnte.

AFP

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