+
Eine Stimme mehr: Bernie Sanders will bei der US-Präsidentenwahl im November Hillary Clinton wählen. Foto: Justin Lane

US-Präsidentenwahl: Sanders will Clinton wählen

Lange hat er die Zähne zusammengebissen, jetzt presst er sich ein knappes "Ja" ab: Sanders will im November für Clinton stimmen. Unter allen Umständen gelte es, Trump zu verhindern.

Washington (dpa) - Bernie Sanders will bei der US-Präsidentenwahl im November Hillary Clinton wählen. Das sagte der hartnäckige innerparteiliche Konkurrent der voraussichtlichen Kandidatin der Demokraten am Freitag in Interviews der Sender MSNBC und CNN.

Es war das erste Mal, dass Sanders sich entsprechend äußerte. Er hatte sich bisher nicht zu einer Unterstützung der Ex-Außenministerin durchringen können.

Der Senator von Vermont hatte der früheren First Lady in den Vorwahlen einen langen Kampf geliefert und für seine linken Positionen sehr viel Zustimmung erhalten. Er ist aus dem Rennen noch nicht offiziell ausgestiegen, weil er den inhaltlichen Druck auf die Partei aufrechterhalten will.

Clinton war aus den Vorwahlen der Demokraten deutlich als stärkste Bewerberin hervorgegangen. Sanders hatte aber nicht nur viel mehr Bundesstaaten gewonnen als erwartet, sondern mit seiner "politische Revolution" genannten Bewegung auch vor allem bei jungen Leuten große Begeisterung entfacht.

Sanders' Ankündigung, Clinton wählen zu wollen, fiel denkbar knapp und wortkarg aus. Viele seiner Anhänger haben Schwierigkeiten, sich hinter Clinton zu versammeln, in der sie - wie er - eine Vertreterin des Establishments und des Status quo sehen. Die Demokraten müssen aber um größtmögliche Einigkeit bemüht sein, um aus der Wahl am 8. November gegen Donald Trump zu bestehen, den voraussichtlichen Kandidaten der Republikaner.

Sanders wiederholte am Freitag, unter allen Umständen müsse ein Präsident Trump verhindert werden, dafür werde er alles tun.

Auto mit vier Insassen stürzt in Elbe: ein Toter

Auto mit vier Insassen stürzt in Elbe: ein Toter

Absturz: Hinweise auf technische Mängel verdichten sich

Absturz: Hinweise auf technische Mängel verdichten sich

Mehr als 100 Tote bei schwerem Zugunglück in Indien

Mehr als 100 Tote bei schwerem Zugunglück in Indien

Kommentare