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Donald Trump wurde schon mehrmals Abfälligkeit gegenüber Frauen vorgeworfen.

US-Wahl 2016 im News-Blog

Trump soll als Arbeitgeber Frauen diskriminiert haben

Washington -  Wieder schwere Vorwürfe gegen US-Präsidentschaftskandidat Trump: Er soll verlangt haben, in einem seiner Golfclubs nur "hübsche" Frauen einzustellen. Alle News des US-Wahlkampfs im News-Blog.

Update vom 27. September 2016: Das erste TV-Duell zwischen Trump und Clinton ist vorbei. Unser US-Korrespondent macht den Schnellcheck: So schlugen sich die Präsidentschaftskandidaten.

Update vom 22. September 2016: Wer zieht als neuer US-Präsident in das Weiße Haus ein: Hillary Clinton oder Donald Trump? Die aktuellen Umfragewerte aus den USA in der Analyse.

Update vom 1. September 2016: In diesem News-Blog finden Sie alle Informationen rund um den US-Vorwahlkampf bis zum Stand vom 31. August 2016. Was bei der US-Wahl ab dem 1. September 2016 passierte, können Sie in unserem neuen News-Blog zur US-Wahl 2016 nachlesen.

  • Seit 8. Februar laufen in den USA die Vorwahlen zur Präsidentschaftskandidatenauswahl. Die Präsidentschaftswahl selbst findet im November statt.
  • Donald Trump setzte sich bei den Republikanern durch. Am 19. Juli nominierten ihn die Republikaner offiziell zum Kandidaten. 
  • Bei den Demokraten wurde Hillary Clinton als Kandidatin nominiert. Die ehemalige First Lady und Außenministerin bekam die Mehrzahl der Delegiertenstimmen auf dem Parteitag. Die aktuellen Umfrage-Werte der Kandidaten können Sie hier nachlesen.
  • Mit Evan MCMullin geht ein unabhängiger republikanischer Präsidentschaftskandidat in das Rennen ums Weiße Haus.

<<< AKTUALISIEREN >>>

+++ Der US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump sieht sich wegen seines Verhältnisses zu Frauen weiteren Vorwürfen ausgesetzt. Die Zeitung "Los Angeles Times" berichtete am Donnerstag, der Immobilienmogul habe das Management eines seiner Golfclubs wiederholt aufgefordert, nur "hübsche" Frauen zu beschäftigen. Frauen, die er nicht attraktiv genug fand, sollten gefeuert werden. Ein Anwalt Trumps bestritt, dass in dem Club weibliche Angestellte diskriminiert worden seien.

Dem Bericht zufolge war die Leitung des Clubs besorgt wegen Trumps Forderung nach attraktiven weiblichen Angestellten. Die Manager hätten es deshalb so eingerichtet, dass während seiner Besuche nur "junge, dünne, hübsche Frauen" für die Arbeit eingeteilt gewesen seien. Mehrere Angestellte berichteten demnach auch, dass der Immobilienmogul anzügliche Bemerkungen gegenüber Frauen in dem Club gemacht habe. So habe er einmal verlangt, dass eine "junge, attraktive Hostess" in einen Bereich gebracht werde, wo er sich mit anderen Männern getroffen habe, sagte der frühere Restaurantmanager Charles West der Zeitung. Eine andere Angestellte sagte, Trump habe sich bei ihr erkundigt, ob sie ledig oder verheiratet sei. Danach habe er sie regelmäßig gefragt, ob sie "noch glücklich verheiratet" sei.

Die von der "Los Angeles Times" zitierten Dokumente stammen aus einer Klage, in der Angestellte des Clubs den Vorwurf erhoben, ihnen seien Pausen während der Arbeit verweigert worden.

Donald Trump fordert extrem harte Hand gegen Ausländer

+++ Donald Trump hat für den Fall seiner Wahl zum US-Präsidenten eine extrem harte Hand im Umgang mit kriminellen Ausländern und einen Zehn-Punkte-Plan angekündigt. Von der ersten Stunde seiner Amtszeit an werde er damit beginnen, kriminelle Ausländer, die sich illegal in den Vereinigten Staaten aufhalten, zu deportieren, kündigte der republikanische Kandidat am Mittwoch (Ortszeit) in Phoenix (Arizona) an. Er wiederholte seinen Entschluss, eine Mauer entlang der Grenze zu Mexiko zu bauen. Außerdem sollen die Zahl der Grenzbeamten um 5000 aufgestockt, die Zahl der Ausweisungsbeamten verdreifacht sowie Wachtürme gebaut werden. Trump hatte zuvor Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto in Mexiko-Stadt besucht.

+++ Hillary Clintons Beliebtheitswerte sind in den USA weiter auf Talfahrt und erreichen neue Minusrekorde. In einer Umfrage des Senders ABC und der „Washington Post“ sprechen 59 Prozent der registrierten Wähler Clinton ein negatives Image zu. Damit ist sie fast gleichauf mit Donald Trump, der auf 60 Prozent kommt. Fragt man nicht nur die registrierten Wähler, sondern alle Amerikaner, ist Trump hier mit 63 Prozent noch unbeliebter als Clinton (56 Prozent).

Trump und Clinton sind seit Jahrzehnten die unbeliebtesten Kandidaten, die sich um die US-Präsidentschaft beworben haben. Für Clinton sind es der neuen Umfrage zufolge die schlechtesten Imagewerte, die sie seit einem Vierteljahrhundert eingefahren hat.

+++Donald Trump will sich mit Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto treffen. „Ich habe die Einladung von Präsident Enrique Peña Nieto angenommen und freue mich sehr darauf, ihn morgen zu treffen“, schrieb Trump am Dienstagabend (Ortszeit) im Kurznachrichtendienst Twitter. Das mexikanische Präsidialamt bestätigte ein privates Treffen am Mittwoch in Mexiko-Stadt.

Trump hatte bei der Ankündigung seiner Präsidentschaftskandidatur mexikanische Einwanderer als Drogenhändler und Vergewaltiger verunglimpft. Immer wieder erklärte er, er wolle im Falle eines Wahlsiegs eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen.

Steinmeier wirft Trump und Rechtspopulisten in einen Topf

+++ Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat die Wirtschaft dazu aufgerufen, sich gemeinsam mit der Politik gegen Populisten zu stellen. Er nannte dabei US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump und die Rechtspopulisten in Europa in einem Atemzug. „Das sind Leute, die auf die Probleme einer immer dichter werdenden, einer immer komplexeren Welt, die immer einfache Antworten bereit haben, (...) nach dem Motto: Abschottung ist die beste Lösung“, sagte Steinmeier am Dienstag auf einer Botschafterkonferenz in Berlin vor Wirtschaftsvertretern. 

Politisch sei dieser Populismus nationalistisch und ausländerfeindlich, wirtschaftlich sei er protekionistisch. „Wenn beides Hand in Hand geht, dann ist das gefährlich für Politik und für Wirtschaft“, betonte Steinmeier. Der Populismus sei grundsätzlich gegen eine offene Welt gerichtet. „Das ist Gift für Politik, und das ist Gift für Wirtschaft, die von dieser Offenheit und Vernetzung abhängt.“

+++  Der frühere Anführer des Ku-Klux-Klans, David Duke, hat zur Wahl des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump aufgerufen. In einem automatisierten Telefonanruf, über den das US-Internetportal BuzzFeed am Montag berichtete, wirbt der ehemalige Chef der rassistischen Organisation dafür, bei der Wahl im November seine eigene Kandidatur für den US-Senat zu unterstützen - und für Trump zu stimmen. Trumps Wahlkampfteam wies die Wahlempfehlung umgehend zurück.

In dem Werbeanruf warnt Duke vor Masseneinwanderung, hohen Steuern und hoher Arbeitslosigkeit. "Wir verlieren unser Land", sagt der 66-Jährige. "Es ist Zeit, aufzustehen und Donald Trump zum Präsidenten zu wählen, und mich, David Duke, in den US-Senat zu wählen." Duke bestätigte Buzzfeed, dass auf dem Band seine Stimme zu hören sei.

+++ Der seit langem in New York lebende deutsche Konzeptkünstler Hans Haacke (80) glaubt nicht mehr an einen Wahlsieg von Donald Trump. Der republikanische Präsidentschaftsbewerber habe in den vergangenen Wochen einfach „zu viel dummes Zeug geredet“, sagte Haacke der Deutschen Presse-Agentur in Köln. „Bei Prognosen muss man natürlich immer vorsichtig sein. Hillary Clinton hat auch ein paar Schwachstellen, und es kann immer etwas Unvorhergesehenes passieren. Aber im Moment sieht es so aus, als hätte sich Donald Trump doch selbst ins Knie geschossen, als hätte er sich unmöglich gemacht.“

+++ Manaforts Nachfolger, der Politikkommentator Stephen Bannon, wurde Medienberichten zufolge 1996 wegen häuslicher Gewalt angeklagt. Die "New York Times" und die "New York Post" berichteten am Freitag, der Fall sei seinerzeit im Sande verlaufen, nachdem Bannons damalige Frau Mary Louise Piccard nicht vor Gericht erschienen sei, um gegen ihn auszusagen.

Laut einem von den Zeitungen eingesehenen Polizeibericht wurden Polizisten am Neujahrstag 1996 zum Haus des Paares im kalifornischen Santa Monica gerufen. Ein heftiger Streit gipfelte demnach in Gewalttätigkeiten Bannons gegen seine Frau, die davon Spuren an Hals und Handgelenken davontrug. Piccard gab an, ihr Mann habe sie daran gehindert, die Polizei anzurufen, das Telefon quer durch den Raum geworfen und es dabei zertrümmert.

Später habe er ihr vorgeschrieben, die Stadt zu verlassen und ihr damit gedroht, sie und die erst einige Monate alten Zwillingstöchter zu verlassen, sollte es ein Gerichtsverfahren geben. Den Berichten zufolge fügte sich die junge Frau und kehrte mit den Zwillingen erst zurück, als die Staatsanwaltschaft nach ihrem Nichterscheinen vor Gericht im August 1996 auf eine Strafverfolgung verzichtete.

Das Paar trennte sich kurz nach dem Vorfall. Bannons Sprecherin Alexandra Preate sagte der "New York Times", er habe eine "sehr gute Beziehung" zu seiner Ex-Frau und seinen Töchtern. Die Berichte könnten sich negativ auf Trumps Wahlkampagne auswirken, der in jüngster Zeit versuchte, mehr Frauen dazu zu bringen, ihn zu unterstützen.

+++ Einer der führenden republikanischen Neokonservativen und ehemaliger Bush-Berater,Paul Wolfowitz, will offenbar für die Demokratin Hillary Clinton wählen. Im Interview mit dem Spiegel erklärte Wolfowitz, er wünsche sich, dass es einen Kandidaten gäbe, für den er überzeugt stimmen könne. Nun müsse er wohl Hillary Clinton wählen. Er halte Trump für ein Sicherheitsrisiko, da er den russischen Staatspräsidenten Putin verehre und sich außerdem von China beeindrucken lasse. "Das finde ich verstörend", so Wolfowitz. Es sei wichtig klar zu machen, wie inakzeptabel das sei, erklärte der ehemalige Bush-Berater.

Der Ton im US-Wahlkampf wird rauer

+++ Die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat ihrem republikanischen Rivalen Donald Trump am Donnerstag Rassismus vorgeworfen. Die Kampagne des Immobilienmilliardärs beruhe auf "Vorurteilen und Paranoia", sagte Clinton bei einem Wahlkampfauftritt in Reno im Bundesstaat Nevada. Der Rechtspopulist beschuldigte seinerseits Clinton, die afroamerikanische Gemeinschaft "verraten" zu haben und eine rassistische Politik zu verfolgen.

Clinton rückte ihren Rivalen in die Nähe der rechtsextremen Bewegung der "alternativen Rechten" und warf ihm eine lange Liste rassistischer Ausfälle vor. "Ein Mann, der auf eine lange Vergangenheit rassistischer Diskriminierung zurückblickt, der düstere Verschwörungstheorien spinnt, die sich aus Boulevardzeitungen und den Tiefen des Internets speisen, sollte niemals unsere Regierung führen oder unsere Armee befehligen", sagte Clinton.

Trump nannte den Rassismusvorwurf gegen ihn und seine Unterstützer ein "abgenutztes und widerliches Argument". Vielmehr sei Clintons Politik "rassistisch", weil sie Minderheiten nur als Wählermasse betrachte, ohne etwas für diese Gruppen zu tun, sagte Trump bei einer Rede in New Hampshire. Durch die von Clinton unterstützte Politik seien die schwarzen US-Bürger "enttäuscht und verraten worden".

+++ Im Rennen um das Weiße Haus erhält der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump Unterstützung vom britischen Rechtspopulisten Nigel Farage. Der frühere Chef der EU-skeptischen Partei Ukip trat am Mittwoch bei einer Wahlkampfveranstaltung für Trump in der Stadt Jackson im Bundesstaat Mississippi auf. Er sehe gute Chancen für Trumps Kampagne, die Parallelen zu seinem Kampf für den EU-Austritt Großbritanniens aufweise, sagte Farage. "Wenn ich ein US-Bürger wäre, würde ich Hillary Clinton nicht wählen, auch wenn man mich dafür bezahlen würde", sagte er mit Blick auf Trumps demokratische Rivalin. "Ich würde nicht einmal für Hillary Clinton stimmen, wenn sie selbst mich bezahlen würde", fügte er unter dem Gelächter der Zuschauer an.

+++ Die E-Mail-Affäre belastet weiter den Wahlkampf von US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Ein Richter ordnete am Montag (Ortszeit) die Veröffentlichung von rund 15.000 E-Mailsan, die Clinton in ihrer Zeit als Außenministerin über ihren privaten Server verschickt hatte.

Der Richter gab damit der Klage der Clinton-kritischen konservativen Gruppe Judicial Watch statt, die auf Freigabe der Nachrichtengedrungen hatte. Clintons Gegner Donald Trump forderte die Einsetzung eines Sonderermittlers.

Die Gruppe Judicial Watch veröffentlichte einige der freigegebenen E-Mails, die ihrer Lesart nach die Verquickung von Interessen des von Hillary Clinton geführten Außenministeriums mit der Stiftung ihres Mannes, der Clinton Foundation, belegen. So hätten reiche Spender der Stiftung versucht, über das Außenministerium Kontakte zu Regierungsvertretern einfädeln zu lassen.

Trump soll 315 Millionen Dollar Schulden haben

+++ Nach Aussage seines Wahlkampf-Teams hat er 315 Millionen Dollar Schulden. Die "New York Times", die beim verworrenen Firmen-Geflecht des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump nachgerechnet hat, kam dagegen zu einer schockierend höheren Summe.

+++ US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat den ersten TV-Werbespot seines Wahlkampfes veröffentlicht. In dem 30 Sekunden langen Video wendet sich der Republikaner Trump deutlich gegen eine weitere Immigration von Ausländern. 

Hillary Clinton, Trumps demokratische Gegenkandidatin, stehe für gefährliche Einwanderung, die die Sicherheit und finanzielle Stabilität der USA gefährdeten. Das System bleibe gegen Amerikaner gerichtet, syrische Flüchtlinge würden ins Land strömen. „Donald Trumps Amerika ist sicher“, heißt es in dem Spot. Tatsächlich nehmen die USA nur eine verschwindend geringe Zahl von Bürgerkriegsflüchtlingen aus Syrien auf.

Trumps Wahlkampfstratege Manafort tritt zurück

+++ Paul Manafort, umstrittener Leiter von Donald Trumps Wahlkampfteam, ist zurückgetreten. Das bestätigte der Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner am Freitag in einer Mitteilung. Er danke Manafort für seine großartige Arbeit, vor allem während des Parteitages, erklärte Trump. 

Manafort stand zuletzt wegen Berichten über finanzielle Verstrickungen in der Ukraine unter erheblichem Druck. In dieser Woche hatte Trump als neue Spitze des Wahlkampfteams Stephen Bannon installiert. Manafort sollte als eine Art Chefstratege an Bord bleiben. Sein Rücktritt ist ein weiterer Beleg für die anhaltenden Turbulenzen, in denen Trumps Team steckt.

Nackte Trump-Skulpturen sorgen für Aufsehen

+++ Donald Trump, völlig nackt, als lebensgroße Statue, und das gleich in fünffacher identischer Ausführung, sorgt für Schlagzeilen. Die Aktivistengruppe Indecline hat am Donnerstag in San Francisco, New York, Los Angeles, Cleveland und Seattle unschmeichelhafte Skulpturen des republikanischen Präsidentschaftskandidaten an öffentlichen Plätzen aufgestellt. 

Die Behörden reagierten prompt. Am New Yorker Union Square wurde die Skulptur nach gut zwei Stunden entfernt, wie der „San Francisco Chronicle“ berichtete. In Cleveland rückten die Verwaltung schon nach 20 Minuten an. Das sei „herzzerreißend“ gewesen, sagte der Skulpteur des Kunstwerks, Joshua 'Ginger' Monroe, der Zeitung.

+++ Nach der Neuaufstellung seines Wahlkampfteams mäßigt US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump den Ton. Auf einer Kundgebung in Charlotte im Bundesstaat North Carolina äußerte der Rechtspopulist am Donnerstag (Ortszeit) sein Bedauern über rhetorische Entgleisungen.

US-Wahl: Demokraten wollen Trumps Steuererklärung sehen

+++ Die US-Demokraten wollen Donald Trump gesetzlich zwingen, seine Steuererklärung zu veröffentlichen. Die Senatoren Ron Wyden und Chris Murphy sagten am Donnerstag in Washington, sie wollten Anfang September ein Gesetz in den Kongress einbringen, das eine solche Offenlegung für alle Präsidentschaftskandidaten ab sofort verpflichtend machte, also auch noch vor der Wahl am 8. November.

Der Milliardär Trump weigert sich seit Monaten, seine Steuererklärung zu veröffentlichen. Er begründet das unter anderem mit einer laufenden Revision. Eine solche Veröffentlichung hat in den USA für Bewerber um das Weiße Haus jahrzehntelange Tradition.

Wyden sagte: „Wie sieht es mit Trumps Investments in Russland aus? Die Amerikaner haben ein Recht, sein finanzielles Engagement zu kennen. Das gilt auch für China.“ Murphy sagte: „Der Präsident ist derjenige, der auch die Sanktionspolitik gegenüber Russland gestaltet.“

+++ Donald Trumps Tochter Ivanka hatte sich bisher für ihren Vater eingesetzt. Jetzt hat sie ungewollt dessen Gegnerin Hillary Clinton unterstützt. Lesen Sie, welches Malheur Ivanka Trump bei einer Schmuck-Bestellung passiert ist - und was diese Bestellung mit Clinton zu tun hat. 

Taktik geändert? Trump mit überraschend tolerantem Facebook-Post

+++ Donald Trump hat mit einem unerwarteten Bekenntnis zu Toleranz und Respekt überrascht. Auf seiner Facebook-Seite verbreitete Trump am Dienstag eine für seine Verhältnisse ungewohnt friedfertig formulierte Erklärung. Als Präsident werde er "Intoleranz, Hass und Unterdrückung in jeglicher Form zurückweisen", heißt es darin. "Ich werde dafür kämpfen, dass jeder Amerikaner gleich behandelt, beschützt und respektiert wird." Er wolle "auf Grundlage unserer gemeinsamen Kultur und Werte als ein Volk eine neue Zukunft bauen", beteuerte Trump. Zahlreiche Kritiker halten Trump vor, dass ihm Toleranz, Mäßigung und Anstand fehlen - und er in seinem Wahlkampf mit Ressentiments und spalterischen Tabuverletzungen die Stimmung aufhetzt. Seine als beleidigend empfundenen Bemerkungen richteten sich unter anderem gegen Muslime, Mexikaner, Einwanderer und Frauen.

+++ Donald Trump hat erneut mit einer umstrittenen Personalie für Aufsehen gesorgt: Am Dienstag nahm er einem Bericht der „New York Times“ zufolge den früheren Chef des konservativen Senders Fox News, Roger Ailes, in sein Beraterteam auf. Ailes solle Trump auf die bevorstehenden drei Fernsehdebatten mit seiner Kontrahentin Hillary Clinton vorbereiten. Roger Ailes hatte bereits für die republikanischen Präsidenten Ronald Reagan und George Bush senior im Wahlkampf gearbeitet.

Der 76 Jahre alte Fernseh-Manager musste erst vor wenigen Wochen bei Fox News seinen Hut nehmen, nachdem ihm mehrere Kolleginnen sexuellen Missbrauch vorgeworfen hatten. Darunter war auch die frühere Moderatorin Gretchen Carlson. Am Tag der Klageeinreichung am 6. Juli gab sie ihren Abschied von dem Sender bekannt.

US-Wahl 2016: Trump vergleicht Clinton mit Merkel

+++ In einer neuen Attacke gegen Rivalin Hillary Clinton hat der US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump sie mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verglichen. „Hillary Clinton will Amerikas Angela Merkel werden, und ihr wisst, was für eine Katastrophe diese massive Einwanderung für Deutschland und die Menschen Deutschlands ist“, sagte der Republikaner am Montagabend (Ortszeit) in einer außenpolitischen Rede in Youngstown (Ohio). „Die Kriminalität ist auf ein Niveau gestiegen, das niemand geglaubt hat, je zu sehen.“ Die USA hätten genug Probleme, ohne sich durch die ungezügelte Aufnahme syrischer Flüchtlinge weitere aufzubürden.

+++ Wieder einmal muss Donald Trump zurückrudern: Nachdem er Präsident Barack Obama als "Gründer" der Dschihadistenmiliz bezeichnet hatte, weil er deren Aufstieg durch den Truppenabzug aus dem Irak ermöglicht habe, erklärte er einen Tag später, dies sei "Sarkasmus" gewesen. Das schrieb Trump am Freitag auf Twitter. Clinton, die von 2009 bis 2013 Außenministerin war, hatte er die "Mitbegründerin" des IS genannt. 

Auch eine frühere Skandaläußerung, in der er Russland zum Hackerangriff auf Clinton aufgefordert hatte, hatte der Rechtspopulist im Nachhinein als Sarkasmus bezeichnet.

+++ Mit der Veröffentlichung ihrer jüngsten Steuererklärungen hat Hillary Clinton den Druck auf ihren Rivalen Donald Trump erhöht, dem Beispiel zu folgen. „Was versucht er zu verbergen?“ fragte Clintons Wahlkampf-Sprecherin Jennifer Palmieri in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung. Ein Sprecher des Trump-Lagers sagte dazu lediglich, Clinton wolle mit der Offenlegung ihrer Daten nur von eigenen Problemen ablenken, so von immer neuen Fragen in der E-Mail-Affäre.

+++ Donald Trump hat sich über eine mögliche Niederlage bei der US-Präsidentschaftswahl geäußert. „Letztlich wird es entweder klappen, oder ich habe einen sehr, sehr schönen, langen Urlaub“, sagte der Kandidat der Republikaner im Interview des US-Fernsehsenders CNBC. Falls es für ihn am Ende aus Gründen der politischen Korrektheit nicht reiche, sei das in Ordnung, erklärte Trump weiter. „Dann kehre ich zu einer sehr guten Lebensweise zurück.“ Wenn dies nicht reiche, um die Wahl im November zu gewinnen, sei dies "auch okay", fügte der Immobilienmilliardär hinzu. Schließlich habe er ein "sehr gutes Leben", in das er dann zurückkehren könne. Er gehe allerdings davon aus, dass er die Wahl gewinne - "aber wir werden sehen", so Trump.

+++ Hillary Clinton tritt mit einer liberalen, familienfreundlichen Wirtschaftspolitik zum Kampf gegen Donald Trump um das Weiße Haus an. Sie wolle sich für kostenlose Studienplätze einsetzen, für staatliche Investitionshilfen, für Ausbildungsprogramme und für die Rückbesinnung auf die industrielle Produktion, sagte die Demokratin am Donnerstag in Warren, einem Vorort der Autostadt Detroit, wo sie in einer Grundsatzrede die Leitlinien ihrer künftigen Wirtschaftspolitik darlegte.

+++ Donald Trump hat US-Präsident Barack Obama als "Gründer" der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bezeichnet. "Und ich würde sagen, die Mitbegründerin ist die schurkige Hillary Clinton", sagte Trump am Mittwoch bei einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Florida über seine demokratische Rivalin. 

Trump liegt derzeit in Umfragen bis zu zehn Prozentpunkte hinter der ehemaligen Außenministerin.

US-Wahlkampf: Clinton kündigt neue Jobs an

+++ Hillary Clinton hat für den Fall ihres Wahlsieges ein umfassendes Investitionspaket angekündigt. „In den ersten hundert Tagen meiner Amtszeit werden wir die größte Investition in neue Arbeitsplätze seit dem Zweiten Weltkrieg erleben“, erklärte Clinton am Mittwoch während einer Rede in Des Moines (Iowa). Clinton versprach, Geld in Straßen, Brücken, Tunnel und Flughäfen zu investieren und neue Jobs für die Mittelklasse zu schaffen. „Ich habe die altmodische Vorstellung, dass die amerikanische Mittelklasse das ist, was die amerikanische Wirtschaft zum Laufen bringt“, sagte sie. Mit ihren Plänen könnten rund 10,4 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden".

+++ Mithilfe von Saugnäpfen ist ein Mann an der Fassade eines Wolkenkratzers von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hochgeklettert. Er schaffte es am Mittwoch von einer Terrasse aus bis zum 21. Stockwerk des Trump Towers, wo ihn die Notfalleinheit der New Yorker Polizei nach fast drei Stunden schließlich fasste.

+++ Was sagen aktuelle Umfragen zu Donald Trump und Hillary Clinton? Wir haben sie uns genauer angeschaut.

+++ Im US-Wahlkampf sorgt der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump nach einer mehrdeutigen Aussage für ordentlich Wirbel. Bei einem Wahlkampfauftritt am Dienstag kam er auf das in Amerika heiß diskutierte Waffenrecht zu sprechen. Clinton wollen den zweiten Verfassungszusatz abschaffen, in dem das Recht auf Waffenbesitz verankert ist, sagte Trump im südöstlichen Bundesstaat North Carolina. Als Präsidentin wäre sie dabei nicht aufzuhalten, da sie entsprechende Richter für den Obersten Gerichtshof nominieren könne, sagte er und fügte hinzu: "Da kann man nichts machen, Leute. Obwohl - (es gibt da) Leute des zweiten Verfassungszusatzes, vielleicht gibt es da doch etwas (das man tun kann). Ich weiß es nicht.

Mit diesen Äußerungen sorgte Trump für einen Aufschrei in Amerika. In den Medien und sozialen Netzwerken wurden die Trump-Aussagen als Gewaltaufruf gegen Hillary Clinton interpretiert. Trump wies diese Deutung später zurück.

+++ US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat den Amerikanern im Falle seiner Wahl massive Steuergeschenke versprochen. „Für viele amerikanische Arbeiter wird der Steuersatz bei Null liegen“, sagte Trump am Montag bei seiner Rede zur Wirtschaftspolitik in Detroit. Kleine Betriebe sollten unter ihm als Präsidenten höchstens 15 Prozent Steuern zahlen müssen. Es müsse aufhören, dass Betriebe ihre Produktion ins Ausland verlegen und die dort billiger produzierten Produkte dann zollfrei wieder einführen. Trump versprach zudem eine Vereinfachung des Wirtschaftssystems. „Ich werde ein Moratorium für weitere Regulierungen verhängen“, kündigte Trump an.

+++ Mehrere Frauen haben in Detroit gegen einen Auftritt des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump protestiert. Sie unterbrachen den 70-Jährigen am Montag nacheinander während dessen Rede über seine Pläne für eine neue Wirtschaftspolitik. Trump war gezwungen, in seinen Ausführungen jeweils kurz innezuhalten. Sicherheitskräfte brachten die Frauen aus dem Saal. Ob es sich um eine koordinierte Aktion handelte, war zunächst unklar. Trump sprach vor einem Kreis von Wirtschaftsexperten des Detroit Economic Club. Er machte sich in seiner Rede unter anderem für eine Steuerreform stark.

Trump bekommt Gegenkandidaten aus der eigenen Partei

+++ Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump bekommt neuen Gegenwind, dieses Mal jedoch aus den eigenen Reihen. Zahlreiche amerikanische Medien berichten, dass nun ein weiterer Republikaner für den Sitz im weißen Haus kandidieren will. Dabei handelt es sich um den 40-jährigen Evan McMullin. Gegenüber dem amerikanischen TV-Sender ABC News bestätigte McMullin, dass er gegen Trump antreten und sich zur Wahl stellen will: "Ich biete mich als Anführer an, der Millionen unzufriedenen Amerikanern eine konservative Alternative bei der Präsidentschaftswahl bieten kann."

Interessant dabei: McMullin geht als unabhängiger Präsidentschaftskandidat ins Rennen und stellt sich als Mitglied der #NeverTrump-Bewegung öffentlich gegen den reichen Geschäftsmann.

McMullin ist in der Öffentlichkeit so gut wie unbekannt, arbeitete als Anti-Terror-Experte für die CIA. Er kommt aus Utah und ist Mormone - im Bundesstaat Utah gilt Donald Trump als besonders unbeliebt.

Weinendes Baby: Mutter nicht böse auf Trump

+++ Zumindest von einem seiner Patzer muss Donald Trump nun freigesprochen werden: Anders als Medien in aller Welt berichtet, hat er nicht eine Mutter mit weinendem Baby bei einer Wahlkampfveranstaltung aus dem Saal werfen lassen. Die Mutter des Säuglings meldete sich nun zu Wort und schilderte den Vorfall ganz anders. Trumps Bemerkung sei eindeutig ein Scherz gewesen.

+++ In einem Versuch, die tiefen Gräben bei den US-Republikanern zu überwinden, ist deren Präsidentschaftskandidat Donald Trump auf innerparteiliche Gegner zugegangen.

+++ Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat am Freitag ein neues Team von Wirtschaftsberatern vorgestellt. Es besteht aus 13 Männern, keine Frau ist dabei - und alle sind superreich, wie die „Washington Post“ berichtet.

Die Zeitung spricht von einem Durchschnittseinkommen von mindestens „mehreren hundert Millionen“. Überwiegend handele es sich um persönliche Freunde Trumps oder langjährige Geschäftspartner, nur einer sei akademischer Wirtschaftspolitik-Experte.

Zur Gruppe zählen den Angaben zufolge der Ölmilliardär Harold Hamm, Steven Mnuchin, Chef des Hedgefonds Dune Capital Management, und Hedgefonds-Milliardär John Paulson.

Er sei stolz, eine derart erfahrene und talentierte Gruppe von Beratern an seiner Seite zu haben, betonte Trump in einer schriftlichen Erklärung.

Der „Washington Post“ zufolge könnte die Auswahl der Teammitglieder indessen eine der bisherigen populistischen Kernbotschaften des Republikaners im Wahlkampf untergraben: dass er die Mittelschicht retten will.

Ex-CIA-Vizechef: Trump Gefahr für die nationale Sicherheit

+++ Der frühere CIA-Vizechef Michael Morell hat dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump jegliche sicherheitspolitische Kompetenz abgesprochen. Trump sei nicht nur unqualifiziert für das Präsidentschaftsamt, er stelle sogar eine Gefahr für die nationale Sicherheit dar, schrieb Morell in einem Gastbeitrag für die „New York Times“ (Freitag).

Darin erklärte er seine Unterstützung für Trumps demokratische Konkurrentin Hillary Clinton. „Ich habe vier Jahre lang mit Frau Clinton zusammengearbeitet, als sie Außenministerin war, meist im Situation-Room des Weißen Hauses“, heißt es in dem Artikel. „In diesen kritischen und wichtigen Sitzungen war sie vorbereitet, detailorientiert, wissbegierig und bereit, ihre Meinung zu ändern, wenn es überzeugende Argumente gab.“

Morell arbeitete 33 Jahre lang für die CIA. Von 2010 bis 2013 war er stellvertretender Leiter der Behörde. Zwei Mal sprang er als kommissarischer Direktor ein. Der 57-Jährige gehört eigenen Angaben zufolge keiner Partei an und hat in der Vergangenheit sowohl demokratische als auch republikanische Kandidaten gewählt.

Republikanische Havard-Studenten wenden sich von Trump ab

+++ Das gab es noch nie: Zum ersten Mal seit 1888 unterstützen die republikanischen Studenten der renommierten Harvard-Universität nicht den Präsidentschaftskandidaten der Republikaner - weil er Donald Trump heißt. Mit einem Facebook-Beitrag, der bereits über 32.000 "Gefällt mir"-Klicks hat und über 20.000 Mal geteilt wurde, rechnet der "Harvard Republican Club" scharf mit Trump ab. Er vertrete Ansichten, die nicht mit ihren Werten als Amerikaner übereinstimmten, verbreite rassistische Verleumdungen und stichele gegen Frauen und Behinderte. Als Präsident würde Trump die Sicherheit der Amerikaner gefährden und die US-Wirtschaft in eine Rezession stürzen. Der republikanische Kandidat besitze nicht die Persönlichkeit und den Charakter, um die USA zu führen. Er gebe nur Platitüden von sich und sei in wichtigen politischen Fragen völlig ahnungslos. Zudem sei er ein schamloser Lügner. Die Studenten fordern die Parteiführer der Republikaner auf, diesem "gefährlichen Mann" ihre Unterstützung zu entziehen.

+++ US-Präsident Barack Obama hat den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump erneut in scharfer Form zurechtgewiesen. Es sei "lächerlich", dass Trump mit der Warnung vor einem drohenden Wahlbetrug bei der Abstimmung im Herbst auf Stimmenfang gehe, sagte Obama am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Washington. Trump bemühe dabei eine "Verschwörungstheorie", um von seinen eigenen Problemen abzulenken. "Ich habe noch nie erlebt, dass jemand von Betrug spricht, bevor überhaupt das Ergebnis da ist", fügte Obama hinzu.

In den vergangenen Tagen hatte Trump wiederholt davor gewarnt, dass ihm bei der Präsidentschaftswahl im November ein Sieg durch Wahlbetrug gestohlen werden könnte. "Am 8. November müssen wir aufpassen, denn die Wahlen werden manipuliert", sagte Trump am Montag im Sender Fox News. "Ich hoffe, die Republikaner sind aufmerksam, sonst wird uns der Sieg weggenommen." Konkrete Anhaltspunkte für seinen Verdacht hat Trump bislang nicht vorgelegt. 

Steinmeier nennt Donald Trump einen "Hassprediger"

+++ Auch der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier blickt mit Sorge in Richtung Vereinigte Staaten. Bei einem Gespräch hat er den republikanischen Präsidentschaftskandidaten einen "Hassprediger" genannt und warnt vor dem "Ungeheuer des Nationalismus".

+++ Die Unterstützung für Donald Trump bröckelt und bröckelt - auch in den eigenen Reihen. Die US-Republikaner ziehen sich immer mehr von ihrem Kandidaten zurück und verzweifeln öffentlich an ihrem wild um sich schlagenden Kandidaten. Manch einer mutmaßt, dass Trump eigentlich gar nicht Präsident der USA werden will. 

+++ Der US-Schauspieler und Regisseur Clint Eastwood (86) hat sich zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump bekannt. Er empfinde die Wahl als "schwierig", würde sich aber gegen Trumps demokratische Konkurrentin Hillary Clinton entscheiden, "weil sie erklärt hat, dass sie in Obamas Fußstapfen treten wird", sagte Eastwood dem Männermagazin "Esquire". Trump habe zwar "viele dumme Dinge" gesagt, das sei auf demokratischer Seite jedoch genauso passiert. Auch die allgemeine Aufregung über als rassistisch empfundene Aussagen Trumps nimmt der "Million Dollar Baby"-Star nicht sehr ernst: "Kommt verdammt noch mal darüber hinweg."

Führende Republikaner wenden sich ab

+++ Nach einigen peinlichen Auftritten von Donald Trump, der im November zum Präsident der USA gewählt werden will, wenden sich selbst führende Republikaner von ihrem eigenen Kandidaten ab. Sogar Trumps eigener Kandidat für den Posten als Vize-Präsident, ging öffentlich auf Distanz. Im US-Sender "Fox News" erklärte er sich solidarisch mit Parlamentsschef Paul Ryan, den Trump einen Tag zuvor seine Unterstützung versagt hatte - ein klarer Affront gegen den Präsidentschaftskandidaten der Republikaner. Ein weitere führender Republikaner, Newt Gingrich, forderte Trump auf, sich bei seinen Auftritten besser unter Kontrolle zu halten. "Er hat noch nicht den Übergang zum potenziellen Präsidenten der Vereinigten Staaten geschafft", sagte Gingrich am im Sender "Fox". 

Trumps Fehltritte bei Auftritten häuften sich zuletzt, beispielweise verwies er eine Mutter mit weinendem Baby bei einer Veranstaltung aus dem Saal, weil er sich gestört fühlte.

Umfrage: Hillary Clinton überholt Trump

+++ Nach dem Nominierungsparteitag der US-Demokraten hat deren Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton in einer Umfrage einen deutlichen Sprung gemacht und ihren republikanischen Rivalen Donald Trump wieder überholt. Bei einer Befragung für den Fernsehsender CBS vom Montag wollten 46 Prozent bei der Präsidentschaftswahl im November für Clinton stimmen. Trump kam auf 39 Prozent. Clinton legte damit vier Prozentpunkte hinzu.

+++ US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat sich mit seinen abfälligen Äußerungen über die Eltern eines gefallenen Soldaten harsche Kritik eingehandelt. Der Vater des muslimischen Soldaten Humayun Khan sprach Trump die charakterliche Eignung für das Präsidentenamt ab, weil dieser eine "schwarze Seele" habe. 

+++ Ein Netzwerk von 400 republikanischen Geldgebern um die superreichen Koch-Brüder will sich im US-Präsidentenwahlkampf nicht für Donald Trump einsetzen. Statt dessen wolle sich das Netzwerk um die konservativen Milliardäre Charles und David Koch auf die Rennen um Senatssitze konzentrieren, damit die Republikaner dort ihre Mehrheit behielten, berichtete das „Wall Street Journal“ (Sonntag).

2012 gaben von den Koch-Brüdern finanzierte Gruppen dem Blatt zufolge etwa 400 Millionen Dollar aus. Das Privatvermögen von Charles (80) und David (76) Koch wurde von Forbes 2016 auf jeweils rund 44 Milliarden Dollar geschätzt. Zu ihrem Imperium gehören Ölpipelines, Rinderfarmen, Papier- und Düngemittel-Hersteller sowie Technologiefirmen.

+++ Donald Trump hat mit seiner Antwort auf jüngste Kritik muslimischer Eltern eines getöteten US-Iraksoldaten eine heftige Kontroverse ausgelöst.

+++ Die US-Demokraten sind erneut Opfer eines Hackerangriffs geworden: Diesmal traf es das Wahlkampfkomitee der Partei im Repräsentantenhaus (DCCC).

+++ Hillary Clinton hat ihre Parteitagsrede in Philadelphia zu einem Frontalangriff auf ihren Gegenkandidaten Donald Trump genutzt. „Donald Trump bietet keinen echten Wandel. Er bietet leere Versprechungen“, rief Clinton den mehr als 4700 Delegierten des Parteitages zu. Trump behaupte, er wisse mehr über die Terroristen des sogenannten Islamischen Staates als die Generäle der Armee. „Nein Donald, das tust Du nicht!“, sagte Clinton. Trump könne nicht einmal die Herausforderungen eines Wahlkampfes meistern. Geschweige denn die einer Präsidentschaft.

+++ Ihr Name ist mit dem der Clintons eng verbunden: Während Bill Clintons Frau Hillary in den US-Wahlkampf zieht, räumt seine Ex-Affäre Monica Lewinsky mit ihrer Vergangenheit auf - und erfindet sich dabei neu.

+++ Die US-Demokraten haben auf ihrem Parteitag in Philadelphia Tim Kaine offiziell zum Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten nominiert. Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hatte sich ihren „Running Mate“ in der Woche zuvor ausgesucht. Der Parteitag stimmt per Akklamation ab. Der 58-jährige Kaine war Gouverneur in Virginia, einem der wichtigsten unter den wahlentscheidenden Swing States. Kaine gilt als fleißig und geradlinig.

+++ Donald Trump hat mit einem Aufruf an die russischen Geheimdienste, verschwundene E-Mails seiner Rivalin Hillary Clinton aufzuspüren, für Wirbel im Wahlkampf gesorgt. Der Republikaner sagte am Mittwoch: "Russland, wenn Du zuhörst, ich hoffe, dass Du es schaffst, die 30.000 fehlenden E-Mails zu finden." Das Wahlkampfteam der Demokratin reagierte erbost.

+++ Hillary Clinton hat offiziell die Nominierung zur Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten erreicht. Der unterlegene Bewerber, Vermonts Senator Bernie Sanders, verkündete auf dem Parteitag in Philadelphia am Dienstag (Ortszeit) den Sieg der früheren Außenministerin. Zuvor hatten alle 50 Staaten sowie die Territorien in alphabetischer Reihenfolge ihre Delegiertenstimmen abgegeben. Vermont hatte seine Abstimmung bewusst ausgelassen, um ganz zum Schluss noch einmal zu Wort zu kommen. Anschließend nahmen die mehr als 4700 Delegierten mit einem in Jubel untergehenden „Aye“ das Abstimmungsergebnis an.

+++ Eine Frau aus dem Landkreis Freising kämpft für Clinton: Seit 15 Jahren lebt Shari Temple in Marzling, zum Nominierungsparteitag ist sie nach Philadelphia gereist.

+++ Sängerin Demi Lovato trat beim Parteitag in Philadelphia auf und sprach über ihre psychische Erkrankung. Sie unterstütze Clinton, weil die sich für die Belange psychisch Kranker einsetze, sagte Lovato.

+++ Die Parteiführung der US-Demokraten hat sich im Zuge einer Aufsehen erregenden E-Mail-Affäre offiziell bei dem benachteiligten Bewerber Bernie Sanders entschuldigt.

Der wiederum hat sich in einem flammenden Appell an die Delegierten des Parteitags von Philadelphia hinter die frühere Außenministerin gestellt. „Hillary Clinton muss die nächste Präsidentin der Vereinigten Staaten werden“, rief Sanders den über 4700 Parteitagsdelegierten zu. Sie sollen Clinton am Dienstag zur Kandidatin für das Amt des nächsten US-Präsidenten und Nachfolgers von Barack Obama wählen.

Obama wählt Trump - Obama kämpft für Clinton

+++ Obama will Trump wählen - allerdings nicht US-Präsident Barack Obama, sondern sein kenianischer Halbbruder Malik. "Dieser Trump ist ein echt cooler Typ, und ich mag ihn, weil er aus dem Herzen spricht und so bodenständig ist", sagte Malik Obama am Montag mit Blick auf den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. "Trump sorgt sich so um die Sicherheit und er will Amerika wieder groß machen." 

"Der Kerl spricht aus dem Herzen und du kannst sehen, dass er sehr ehrlich ist, bei dem was er sagt. Er sagt, was er denkt", sagte Malik Obama der Nachrichtenagentur AFP per Telefon aus seinem Heimatdorf Kogelo im Westen Kenias. Malik Obama, der die kenianische und die US-Staatsbürgerschaft hat, sagte, bei der Wahl im November werde er für den republikanischen Kandidaten stimmen.

+++ Die First Lady der USA, Michelle Obama, hat leidenschaftlich für Hillary Clinton als künftige Präsidentin geworben. Bei der Wahl im November sei die frühere Außenministerin "die einzige Person, von der ich glaube, dass sie wirklich qualifiziert" für das höchste Staatsamt sei, sagte die Präsidentengattin am Montagabend in einer Rede beim Parteitag der Demokraten in Philadelphia. 

Michelle Obama rühmte Clinton für ihre große politische Erfahrung und ihre Zähigkeit: "Was ich am meisten bewundere, ist, dass sie nie unter Druck nachgibt." Clinton wähle nie den einfachen Ausweg und habe sich nie vor etwas gedrückt. Dies sei die Art von Präsident, die sie sich für ihre Töchter und alle Kinder des Landes wünsche, sagte die First Lady.

Donald Trump legt in Umfragen zu

+++ Donald Trump hat nach einer Umfrage stark vom Parteitag der Republikaner profitiert - trotz der Risse in der Partei, die dabei zutage traten. Nach der von CNN in Auftrag gegebenen Erhebung käme der Präsidentschaftskandidat der Konservativen in einem direkten Vergleich mit Hillary Clinton auf 48 Prozent, wenn jetzt gewählt würde. Die Demokratin Clinton würde nur 45 Prozent erreichen.

Trump gewann damit sechs Prozentpunkte dazu. Es ist zwar üblich, dass der jeweilige Kandidat nach dem Parteitag, auf dem er offiziell nominiert wird, in Umfragen zulegt. Aber CNN hat nach eigenen Angaben zuletzt im Jahr 2000 einen derart großen Zuwachs nach einer Convention ermittelt.

Jetzt sind allerdings die Demokraten an der Reihe. Sie halten bis Donnerstag ihren Parteitag in Philadelphia ab. Dort soll Clinton zur Präsidentschaftskandidatin gekürt werden.

+++ Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump erwägt im Falle seines Wahlsiegs einen Austritt der USA aus der Welthandelsorganisation (WTO). Im Fernsehsender NBC sagte er am Sonntag, er würde als Staatschef Straf-Einfuhrsteuern von 30 Prozent für Firmen erheben, die ihre Produktion ins Ausland verlegten. Darauf hingewiesen, dass dies gegen die WTO-Bestimmungen verstoßen würde, sagte der Milliardär: "Macht nichts. Wir werden neu verhandeln oder austreten." "Diese ganze Handelsabkommen sind ein Desaster", sagte Trump weiter. "Die Welthandelsorganisation ist ein Desaster."

Parteichefin der Demokraten kündigt Rücktritt an

+++ Kurz vor Beginn des Parteitages der US-Demokraten hat Parteichefin Debbie Wasserman Schultz offenbar nach massivem Druck ihren Rücktritt angekündigt. Anlass ist die Veröffentlichung von gehackten E-Mails, die darauf hindeuten, dass der Parteivorstand im Vorwahlrennen Hillary Clinton von vornherein den Vorzug gab.

Ihr schließlich unterlegener Rivale Bernie Sanders hatte wiederholt beklagt, dass die interne Wahlprozedur zugunsten von Bewerbern aus dem Establishment manipuliert sei. Wasserman Schultz will nach dem am Montag beginnenden Parteitag in Philadelphia ihren Posten räumen. Die Rolle eines Parteichefs in den USA ähnelt der eines Generalsekretärs etwa in Deutschland.

+++ Zwei Tage vor Beginn des Parteitages der Demokraten hat Hillary Clinton ihren Vize-Kandidaten Tim Kaine offiziell vorgestellt. Er sei ein Politiker, der Brücken statt Mauern bauen wolle, sagte Clinton am Samstag bei einem gemeinsamen Auftritt mit Kaine in Miami im Bundesstaat Florida.

Sie bezog sich dabei auf den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, der im Fall eines Wahlsieges im November eine Grenzmauer zu Mexiko bauen will. Clinton soll auf dem am kommenden Montag beginnenden Parteitag in Philadelphia offiziell zur Spitzenkandidatin der Demokraten gekürt werden.

Amerika brauche einen Vizepräsidenten, der notfalls vom ersten Tag an in der Lage sei, das Spitzenamt zu übernehmen und das Land zu führen, sagte die Ex-Außenministerin. „Er ist genau richtig.“

Kaine nannte Clinton eine unermüdliche Kämpferin, die niemals aufgebe. Sie habe Mut, Visionen und Führungskraft - und sei mit ihrer Erfahrung und ihrem Respekt für andere der völlige Gegensatz zu Trump.

+++  Tim Kaine, früherer Gouverneur des Bundesstaates Virginia, soll Hillary Clinton als Kandidat für das Amt des US-Vizepräsidenten zur Seite stehen. Das gab die Kandidatin der Demokraten am Freitag, 22. Juli 2016, im Kurznachrichtendienst Twitter bekannt. Der 58-Jährige gilt als erfahrener Polit-Profi. Nach seiner Zeit als Gouverneur sitzt er seit 2013 für den südlichen Bundesstaat im US-Senat. Virginia gilt als einer der möglicherweise wahlentscheidenden Swing States. Mit Kaine hat Clinton nach Meinung von US-Kommentatoren die sichere Variante gewählt und nicht das Risiko eines unverbrauchten Polit-Newcomers in Kauf genommen.

Melania Trump mit Obama-Plagiat

+++  Die Redenschreiberin von Melania Trump hat die Verantwortung für die abgekupferten Passagen in der Parteitagsrede der Ehefrau des republikanischen US-Präsidentschafskandidaten Donald Trump übernommen.. Meredith McIver gab in einem am Mittwoch veröffentlichten Statement zu, dass die Passagen aus einer früheren Parteitagsrede von First Lady Michelle Obama stammen. "Ich entschuldige mich für die Verwirrung und die Hysterie, die mein Fehler verursacht hat", erklärte sie.

Nach dem Aufkommen der Plagiatsvorwürfe leugnete das Trump-Wahlkampfteam dann zunächst, dass die fraglichen Passagen von Michele Obama stammten, obwohl die Deckungsgleichheit der Passagen ins Auge fiel. Redenschreiberin McIver teilte nun mit, sie habe Donald Trump und seiner Familie ihren Rücktritt angeboten, diese hätten das Angebot jedoch abgelehnt.

McIver verriet in ihrer Erklärung auch, dass Melania Trump ein Fan von Michelle Obama sei. Melania Trump habe die Präsidentengattin "immer gemocht". Die Redenschreiberin führte aus, bei der Vorbereitung der Rede habe ihr die Trump-Gattin einige Passagen aus der Rede von Michelle Obama vorgelesen - als Beispiele dafür, was sie den Delegierten in Cleveland sagen wolle.

Sie habe die Passagen aufgeschrieben und dann einige der Formulierungen in den Text der Rede aufgenommen, erklärte McIver. Für den Entwurf habe sie den Wortlaut der Reden von Michelle Obama nicht nachgeprüft. "Das war mein Fehler. Und ich fühle mich schrecklich wegen des Chaos, das ich verursacht habe", schrieb sie.

Trump, der am Dienstag vom Parteitag offiziell zum Präsidentschaftskandidaten gekürt worden war, kommentierte die Plagiatsdebatte ironisch im Internetdienst Twitter: "Die gute Nachricht ist, dass Melanias Rede mehr Publicity bekommen hat als jede andere in der Geschichte der Politik, besonders wenn man glaubt, dass jede Art von Presse eine gute Presse ist!".

Trump offiziell als Präsidentschaftskandidat nominiert

+++ Melania Trump hat ihre wegen eines Plagiats viel kritisierte Parteitagsrede allem Anschein nach selber entscheidend umgeschrieben. Nach Berichten der „New York Times“ und anderer US-Medien stammte die ursprüngliche Version der Ansprache von zwei erfahrenen Redenschreibern der Republikaner. Damit sei Melania Trump aber nicht zufrieden gewesen, sie habe wochenlang keine Rückmeldung gegeben.

Vom ersten Entwurf habe sie nur Bruchstücke übrig gelassen, schreibt die „New York Times“. Wenn das Plagiat auf Frau Trumps eigene Kappe ginge, würde das auch erklären, warum bisher im Team Donald Trumps keine personellen Konsequenzen gezogen wurden.

Am Mittwoch übernahm eine Redenschreiberin aus Trumps Team die Verantwortung. Das Ganze sei ihr Fehler. Trump habe ihr Rücktrittsangebot aber abgelehnt.

Das Plagiat wurde als schwerer und völlig unnötiger Fehler bewertet. Die Kritik an der Rede, die am Montag wörtliche Passagen einer Rede Michelle Obamas enthielt, überlagerte in den USA die Berichterstattung über den ersten Tag des Nominierungsparteitags fast komplett.

+++ Der Parteikonvent der US-Republikaner hat Donald Trump offiziell als Präsidentschaftskandidat nominiert. Nach einem beispiellosen Vorwahlkampf erreichte der politische Quereinsteiger in der Nacht in Cleveland in einer zeremoniellen Abstimmung die nötige Mehrheit der Delegierten.

+++ Wegen starker Ähnlichkeiten mit Äußerungen Michelle Obamas von 2008 werden nach der Rede von Melania Trump beim Parteitag der US-Republikaner Plagiatsvorwürfe laut. Die Gattin des voraussichtlichen Kandidaten der US-Republikaner hatte bei ihrer kurzen Ansprache teilweise genau dieselben Worte gebraucht wie einst Michelle Obama.

CBS news tweetet zu dem unverfroreren Plagiat der Trump-Gattin: In dem Beitrag des US-Senders werden Mitschnitte der wörtlich identischen Auftritte von Michelle Obama (vor acht Jahren) und Melania Trump (heute) gezeigt:

Trump ernennt Mike Pence zu seinem Vizepräsident-Kandidaten

+++ Donald Trump hat Mike Pence, Gouverneur von Indiana, als seinen Kandidaten für das Amt des US-Vizepräsidenten bestätigt. Das schrieb Trump, voraussichtlicher Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner, am Freitag auf Twitter. Pence ist sehr beliebt bei Evangelikalen und Sozialkonservativen. Seine Nominierung ist auch ein Signal an den rechten Block der Republikaner. Pence ist ein Republikaner eher klassischer Prägung und ein sehr entschiedener Gegner gleichgeschlechtlicher Ehen. 

Trump hatte die für Freitag angesetzte Verkündung zunächst abgesagt. Er begründete das mit der tödlichen Attacke eines Lastwagenfahrers in Nizza. Am Samstag soll es eine Pressekonferenz geben.

+++ Donald Trump selber hält sich zwar nicht daran. Aber US-Präsident Barack Obama folgte bei seinem Spanien-Besuch der alten Gepflogenheit, dass sich Spitzenpolitiker bei Auslandsbesuchen mit offener Kritik an heimischen Gegenspielern zurückhalten. Von Journalisten auf die US-Wahl angesprochen, sagte es Obama stattdessen durch die Blume. „Ich habe großes Vertrauen in das amerikanische Volk, seine Tugenden, seine Werte, seinen Anstand, seinen Vernunft (...). Am Ende werden Leute die Bedeutung des Präsidentenamtes erkennen, dass die USA eine einzigartige Rolle in der Welt haben, und sie werden ihre Entscheidung darüber, wer im Oval Office sitzt, sehr ernst nehmen.“

+++ In einer Woche ist es so weit: Dann beginnt in Cleveland (Bundesstaat Ohio) der Parteitag der US-Republikaner mit der offiziellen Kür des Spitzenkandidaten für die Präsidentenwahl. Aber bereits vorher wird Donald Trump, der voraussichtlich die Partei in die Wahl führen wird, seinen Vize-Kandidaten vorstellen.

Seit längerem sind New Jerseys Gouverneur Chris Christie, Indianas Gouverneur Mike Pence und der frühere Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, Newt Gingrich als „Runningmate“ im Gespräch. Nun berichtet die „Washington Post“, dass Trump auch „ernsthaft“ den pensionierten General Michael Flynn in Betracht ziehe. Flynn (57) ist zwar eingetragener Demokrat - aber ein scharfer Kritiker von US-Präsident Obama.

+++ US-Präsident Barack Obama hat die Wähler in einer leidenschaftlichen Rede aufgerufen, Hillary Clinton zur Präsidentin zu machen.

+++ Die amerikanische Bundespolizei FBI empfiehlt, keine Anklage gegen Hillary Clinton wegen ihrer E-Mail-Affäre zu erheben. Das sagte FBI-Direktor James Comey am Dienstag in Washington. Zugleich äußerte er aber scharfe Kritik am damaligen Verhalten Clintons.

Die Entscheidung gilt als sehr wichtig für den weiteren Verlauf des US-Präsidentschaftswahlkampfes. Im Fall einer Anklage hätte der Druck auf Clinton wachsen können, ihren Wahlkampf als Präsidentschaftskandidatin abzubrechen. 

Das letzte Wort hat nun die Justizministerin.

+++ Im US-Präsidentschaftswahlkampf absolvieren die demokratische Bewerberin Hillary Clinton und US-Präsident Barack Obama am Dienstag erstmals einen gemeinsamen Wahlkampfauftritt. In Charlotte im Bundesstaat North Carolina wollen die beiden nach Angaben von Clintons Wahlkampfzentrale "ihre Vision für ein Amerika vorstellen, das geeint stärker ist".

Ursprünglich war der erste gemeinsame Wahlkampfauftritt für den 15. Juni in Wisconsin geplant. Wegen des Anschlags auf einen Nachtclub in Orlando, bei dem 49 Menschen getötet wurden, wurde er jedoch abgesagt. Beobachter erwarten, dass sich Obama im Wahlkampf stark für Clinton ins Zeug legen wird, um zu erreichen, dass seine Amtsnachfolgerin aus der Demokratischen Partei kommt und sein politisches Erbe bewahrt.

+++ Donald Trump ist wohl nur knapp einem Attentat entgangen. Ein junger Brite wollte den Präsidentschaftskandidaten der Republikaner erschießen. Er hatte dabei einen perfiden Plan.

+++ Trumps Präsidentschaftskampagne ist ins Straucheln geraten. Warum das so ist

+++ Donald Trump trennt sich angesichts schlechter Umfragewerte und einer kriselnden Kampagne von seinem Wahlkampfmanager Corey Lewandowski. Nur vier Wochen vor dem entscheidenden Parteitag der Republikaner in Cleveland hatten sich der innere Zirkel des Trump-Teams und die Kinder des Milliardärs am Montag in New York getroffen. Angesichts schlechter Umfragewerte und schlechter Presse in den vergangenen Wochen wollten sie über die weitere Strategie im Wahlkampf beraten. Lewandowski werden einige Missgeschicke angelastet, er gilt aber auch als Verlierer eines internen Machtkampfs in Trumps Team.

+++ Donald Trump hat sich dafür ausgesprochen, dass die USA bei Ermittlungen die umstrittene Methode des Profiling anwenden. Die Praxis, bei der die Polizei Menschen allein aufgrund ihrer Hautfarbe, Religion, Nationalität oder ethnischer Herkunft als verdächtig einstuft, müsse in den USA ernsthaft erwogen werden, sagte Trump am Sonntag in einer Fernsehdebatte über den Anschlag auf einen Schwulenclub in Orlando.

+++ Offenbar wollen auch immer mehr Republikaner Donald Trump nicht als ihren Präsidentschaftskandidaten sehen: Eine neue Anti-Trump-Bewegung ist entstanden. Und die will den umstrittenen Milliardär aus vier Gründen nicht als ihren Kandidaten sehen.

Donald Trump: Umfragewerte sinken

+++ Wird es für Donald Trump doch eng? Vier Wochen vor der Nominierung der Präsidentschaftskandidaten stürzt der Millardäre in Umfragen immer weiter ab, wie der "Spiegel" berichtet. Demnach liegt Trump laut Bloomberg zurzeit zwölf Prozentpunkte hinter Hillary Clinton. Laut anderer Umfragen etwas weniger. Die "Washington Post" berichtet, dass inzwischen 70 Prozent der Wähler in den USA ein negatives Bild von Trump hätten.

+++ Hillary Clinton spielt nicht mit dem Gedanken, Bernie Sanders zu ihrem „Running Mate“ zu machen. Das will der Sender CNN erfahren haben. Sanders soll das aber gar nicht schlimm finden, dass Clinton ihn nicht für das Amt des Vizepräsidenten im Auge hat. Er habe das auch gar nicht erwartet, zitiert der Sender jemanden aus seinem Umfeld.

+++ Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders will trotz praktisch aussichtslosen Rückstandes gegen Konkurrentin Hillary Clinton das Rennen nicht aufgeben. „Die Revolution muss weitergehen“, sagte Sanders am Donnerstag in einer Videobotschaft an seine Anhängerschaft. Mit bis zu 1900 Delegierten im Rücken wolle er auf dem Parteitag Ende Juli in Cleveland die Demokratische Partei programmatisch reformieren, sagte Sanders. Er erklärte, wichtigstes Ziel sei es, den mutmaßlichen republikanischen Kandidaten Donald Trump als nächsten Präsidenten zu verhindern. Er wolle daran mitwirken.

+++ Donald Trump hat sich mit einer geographischen Verwechslung blamiert. In einer Wahlkampfrede am Mittwoch in Atlanta im Bundesstaat Georgia bezeichnete er Belgien als vormals "schöne Stadt" - offensichtlich meinte er Brüssel.

Der Republikaner führte Belgien als warnendes Beispiel dafür an, was passiere, wenn Flüchtlinge unkontrolliert ins Land gelassen würden, womit er sich auf die Anschläge in der belgischen Hauptstadt im März bezog. Er habe immer dieses "unglaubliche Bild" von "Belgien" gehabt. Und nun sei "Belgien" ein "elendes Loch".

Der rechtspopulistische Immobilienmilliardär hatte Brüssel schon früher als "elendes Loch" beschrieben. In seiner Rede am Mittwoch sagte er, die Leute gäben ihm für diese Beschreibung recht. Die USA wollten nicht derartige Probleme haben.

+++ Mit einem Sieg bei der Vorwahl in der Hauptstadt Washington hat die US-Demokratin Hillary Clinton die Vorwahlsaison ihrer Partei abgeschlossen. Bei der Abstimmung ließ die wahrscheinliche Präsidentschaftskandidatin ihren Rivalen Bernie Sanders am Dienstag klar hinter sich: Nach Auszählung von zwei Dritteln der Stimmen lag sie bei rund 80 Prozent.

+++ So wütend war der US-Präsident Barack Obama lange nicht. Was als Statement zum Kampf gegen den Islamischen Staat angekündigt war, wird eine harte Abrechnung mit Trump. Und ein flammendes Plädoyer.

+++ Der vorraussichtliche Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner Donald Trump hat der Zeitung "Washington Post" die Akkreditierung für seine Wahlkampagne entzogen. Er nannte die Berichterstattung unter anderem als "unglaublich fehlerhaft". Das Blatt dagegen betonte, auch weiterhin über Trumps Kampagne zu berichten.

Aktionsplan gegen terroristische Einzelkämpfer

+++ Als Konsequenz aus dem Anschlag von Orlando hat die voraussichtliche US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton angekündigt, bei einem Wahlsieg verstärkt gegen potenzielle terroristische Einzeltäter vorzugehen. Sie werde den Kampf gegen diesen als "einsamen Wolf" bezeichneten Tätertypus zu ihrer "obersten Priorität" machen, sagte die frühere Außenministerin am Montag in einer Rede in Washington.

Clinton sagte, um bei der Identifizierung solcher potenzieller Terroristen voranzukommen, wolle sie als Präsidentin ein Team aus Regierungsmitarbeitern, Vertretern der Privatwirtschaft und der Kommunen zusammenstellen. Außerdem sollten die Polizei und Geheimdienste alle notwendigen Ressourcen zur Verfügung gestellt bekommen.

Der Attentäter von Orlando sei zwar tot, "aber das Virus, das seinen Geist vergiftet hat, bleibt sehr lebendig", warnte die voraussichtliche Präsidentschaftskandidatin der Demokraten.  

Sie kritisierte mehrere arabische Länder scharf dafür, extremistisch-islamistische Ideologien zu befördern. Saudi-Arabien, Katar und Kuwait dürften nicht länger zulassen, dass Bürger ihrer Länder extremistische Organisationen finanzierten. Auch dürften diese Staaten nicht weiter "radikale Schulen und Moscheen in der ganzen Welt unterstützen, die schon zu viele junge Leute auf die Spur in Richtung Extremismus gesetzt" hätten.

+++ Hillary Clinton erfährt für ihre Präsidentschaftskandidatur wichtige Unterstützung einer sehr prominenten Senatorin: Elizabeth Warren sprach sich in der Nacht zum Freitag öffentlich für sie aus. „Ich bin für diesen Kampf bereit und werde alles tun, was ich kann, damit Hillary Clinton die nächste Präsidentin der USA wird - und um sicherzustellen, dass Donald Trump niemals einen Platz auch nur in der Nähe des Weißen Hauses bekommt“, sagte die Senatorin von Massachusetts dem Sender MSNBC.

Warren ist für die Linke und den progressiven Teil der demokratischen Partei eine sehr wichtige Figur. Sie wird oft auch genannt, wenn es um Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten geht. Sie hat sich wiederholt vehement gegen Trump ausgesprochen, den wahrscheinlichen Kandidaten der Republikaner. Warren ist eine der wenigen, die ihm zum Beispiel auf Twitter Paroli bieten kann.

Clinton zu Trump: "Löschen Sie ihren Account!" 

+++ Hillary Clinton schlägt zurück: Mit einer scharfen Replik auf den Twitter-Wortschwall ihres Gegners Donald Trump hat die US-Präsidentschaftskandidatin ihre Anhänger begeistert. "Löschen Sie Ihren Account!", forderte Clinton am Donnerstag den Republikaner über den Kurznachrichtendienst auf. Binnen Stunden verbreiteten ihre Anhänger die Botschaft hunderttausendfach weiter - der bislang größte Retweeting-Erfolg ihrer Kampagne, wie ein Clinton-Sprecher sagte.

+++ US-Präsident Barack Obama unterstützt im laufenden Präsidentschaftswahlkampf Hillary Clinton im Rennen um seine Nachfolge. „Millionen Amerikaner haben in den vergangenen Monaten ihre Meinung kundgetan, heute will ich das auch tun“, sagte Obama in einer Videobotschaft, die Hillary Clinton am Donnerstag auf ihrer Internetseite veröffentlichte.

+++ Bernie Sanders will trotz aussichtslosen Rückstandes gegen seine Kontrahentin Hillary Clinton nicht aufgeben. Er wolle sich „in naher Zukunft“ mit Clinton treffen, um die weitere Zusammenarbeit zu besprochen, sagte der 74 Jahre alte Sanders am Donnerstag nach einem einstündigen Treffen mit US-Präsident Barack Obama im Weißen Haus in Washington. Er werde zur letzten Vorwahl antreten, die am nächsten Dienstag im Hauptstadtbezirk Washington D.C. stattfindet, und seine Ideen auf den Parteitag Ende Juli in Philadelphia tragen, kündigte Sanders an.

Obama hofft auf geschlossene Demokraten und unterstützt Clinton

+++ US-Präsident Barack Obama hat seine Partei zum Ende der Vorwahlsaison zur Geschlossenheit aufgerufen. Bei einem Auftritt im Fernsehender NBC legte Obama am Mittwochabend (Ortszeit) dem demokratischen Senator Bernie Sanders nahe, die Kandidatur gegen die wahrscheinliche Präsidentschaftsanwärterin Hillary Clinton aufzugeben. "Für die Demokratische Partei war es eine gesunde Sache, einen wirklichen Wettbewerb bei den Vorwahlen zu haben", sagte Obama. "Jetzt hoffe ich aber, dass wir in den nächsten paar Wochen die Reihen schließen können."

Obama zollte Sanders Respekt für den harten Kampf gegen Clinton. "Er hat eine enorme Energie und neue Ideen eingebracht", sagte der Präsident. "Er hat die Partei vorangetrieben und sie herausgefordert. Ich glaube, Hillary ist dadurch eine bessere Kandidatin geworden." Nun müssten sich die Demokraten aber ganz auf die Herausforderung durch den wahrscheinlichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump konzentrieren.

+++ Hillary Clinton hat sich am Dienstag zur Siegerin des US-Vorwahlkampfes bei der Demokratischen Partei und damit zur Präsidentschaftskandidatin erklärt. „Es ist das erste Mal in der Geschichte unseres Landes, dass eine Frau die Kandidatin einer großen Partei sein wird“, sagte sie nach ihrem Wahlsieg im Bundesstaat New Jersey auf einer Kundgebung in New York unter dem Jubel Tausender Anhänger.

+++ Hillary Clinton kommt ihrer Spitzenkandidatur bei der US-Präsidentschaftswahl im November immer näher. Sie gewann am Samstag die Vorwahl im US-Außengebiet Jungferninseln, wie der Sender ABC unter Berufung auf die örtliche Demokratische Partei berichtete. Clinton gilt auch bei der nächsten Abstimmung am Sonntag in Puerto Rico als Favoritin. Höchstwahrscheinlich wird die ehemalige First Lady aber auch bei einem Doppelsieg am Wochenende erst am Dienstag den Meilenstein von 2383 Delegiertenstimmen erreichen, die für eine offizielle Nominierung als Spitzenkandidatin auf einem Parteitag im Juli nötig sind. Dann stehen unter anderem Abstimmungen in New Jersey an der Ostküste und Kalifornien im Westen an. Es wird erwartet, dass Clinton bereits mit dem Ergebnis aus New Jersey über die Hürde springt, bevor in Kalifornien die Wahllokale schließen.

Vor dem Wochenende war Clinton noch etwa 70 Delegiertenstimmen von der Schwelle 2383 entfernt. Auf den Jungferninseln ging es um sieben proportional zum Abstimmungsergebnis verteilte Stimmen, in Puerto Rico sind es 60.

+++ Der wahrscheinliche republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat gefordert, dass seine demokratische Konkurrentin Hillary Clinton ins Gefängnis kommt. "Ich sag Ihnen eins: Hillary Clinton muss in den Knast", sagte Trump im kalifornischen San Jose. "Ehrlich, Leute - sie ist sowas von schuldig", sagte Trump im Zusammenhang mit der E-Mail-Affäre.

Hillary Clinton hält Gegner Trump als "nicht geeignet"

+++ Hillary Clinton hält Donald Trump für charakterlich ungeeignet, US-Präsident zu sein. In einer außenpolitischen Grundsatzrede griff die wahrscheinliche Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten ihren republikanischen Konkurrenten am Donnerstag ungewöhnlich scharf an.

Niemals dürfe Trump das Land oder das US-Militär führen oder die Befehlsgewalt über die Atomcodes erhalten, sagte Clinton am Donnerstag in San Diego. Trump sei auf diese Aufgabe gänzlich unvorbereitet.

"Ich denke, dass die Person, die von den Republikanern nominiert wird, nicht geeignet ist, diesen Job zu übernehmen", sagte Clinton. Seine Bemerkungen zur atomaren Bewaffnung anderer Länder oder zum Einsatz von Folter offenbarten einen erheblichen Mangel an Wissen über die USA und die Welt, sagte Clinton.

+++ Einer der einflussreichsten parteiinternen Kritiker bei den US-Republikanern hat sich auf die Seite von Donald Trump geschlagen. Paul Ryan, Sprecher des US-Repräsentantenhauses und bisher auf Distanz zum mutmaßlichen Präsidentschaftskandidaten seiner Partei, sagte Trump jetzt seine Unterstützung zu.

"Ich bin zuversichtlich, dass er dazu beitragen wird, die Ideen unserer Agenda in Gesetze umzusetzen", schrieb Ryan am Donnerstag in einer Kolumne für die Zeitung The Gazette, die in seiner Heimatstadt Janesville (Wisconsin) erscheint. "Deswegen werde ich ihn in diesem Herbst wählen."

"Es ist kein Geheimnis, dass er und ich unsere Differenzen haben", fuhr Ryan fort. Doch was die republikanische Agenda im Repräsentantenhaus angehe, etwa in der Steuerpolitik, gebe es mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Es gelte die Partei zu einen. Dies müsse über gemeinsame Ideen passieren.

+++ Nach mexikanischen Einwanderern, Muslimen, Medien und politischen Gegnern hat sich der voraussichtliche republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump nun auch Vertreter des Golf-Sports vorgeknöpft. Trump machte am Mittwoch seinem Ärger Luft über die Verlegung der World Golf Championships WGC-Cadillac von seinem Golfplatz Doral im Bundesstaat Florida ausgerechnet nach Mexiko-Stadt. Der Verband PGA richtet die wichtigste Golf-Tour der USA aus. Trump verglich er die PGA-Tour mit US-Unternehmen, die Arbeitsplätze aus Spargründen nach Mexiko auslagern. "Es ist ein trauriger Tag für Miami, die Vereinigten Staaten und das Golfspiel", erklärte der Milliardär.

Donald Trump, der neue Reagan?

+++ Ist Trump der neue Reagan? Republikanische Präsidentschafts-Kandidaten verglichen sich oft mit dem 40. US-Präsidenden. Wie sieht es da bei Donald Trump aus?

+++ Der US-Milliardär und voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Donald Trump, erhält unerwartet Zuspruch aus Nordkorea. So wird Trump auf einer Propaganda-Website als "weisen Politiker" mit Weitsicht bezeichnet.

+++ Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat bei einer Pressekonferenz im Trump-Tower in New York am Dienstag scharfe Kritik an der politischen Berichterstattung der US-Medien geübt. "Die politische Presse zählt zu den unlautersten Menschen, die ich je getroffen habe", sagte Trump, der sich insbesondere über die Berichterstattung zu von ihm gesammelten Millionenspenden an Veteranen-Hilfsorganisationen verärgert zeigte. Den Reporter Tom Llamas vom TV-Sender ABC News bezeichnete Trump als "schmierigen Typen".

Trump hatte im Januar an einer Fernsehdebatte der republikanischen Präsidentschaftsbewerber nicht teilgenommen und stattdessen bei einer Spenden-Veranstaltung Gelder für Veteranen gesammelt. Während er kurz darauf den gesammelten Betrag mit sechs Millionen Dollar angab, sprach er nunmehr von 5,6 Millionen Dollar (gut fünf Millionen Euro). Obwohl Trump selbst die Aufmerksamkeit auf die Spendenaktion gelenkt hatte, sagte er nun, sie hätte eine "Privatsache" bleiben sollen. Eine Million Dollar spendete Trump nach eigenen Angaben selbst.

Auf die Frage, ob er sich bei seiner Bewerbung um das höchste Amt im Staate nicht eine dickere Haut zulegen müsse, antwortete Trump, er habe "viel Geld gegeben" und wenn es in der Presse anders dargestellt werde, sei die Presse "sehr unlauter". Die Pressekonferenz in New York war zu dem Zweck angesetzt, die Nutznießer der Spendenaktion zu nennen. Zuvor hatte Trump es abgelehnt, die Namen und Spendenbeträge bekanntzugeben.

Donald Trump hat genügend Delegiertenstimmen für Kandidatur

+++ Donald Trump hat genügend Delegierte für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner zusammen. Er selbst bestätigte Medienberichte, wonach er die Schwelle von 1237 überschritten hat. „Ich bin geehrt“, erklärte er bei einer Pressekonferenz im Bundesstaat North Dakota. Den Auftritt nutzte er anschließend, um wieder einmal kräftig gegen seine politischen Gegner auszuteilen.

Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP kommt Trump nun auf 1238 Delegierte. Der Fernsehsender CNN zählte 1237 - das wäre exakt die Nominierungsschwelle. Der Sender ABC berichtete von 1239.

Donald Trump will im Falle eines Wahlsiegs die umstrittene Ölpipeline Keystone XL bauen lassen. Dies kündigte er am Donnerstag in Bismarck im Bundesstaat North Dakota an. "Ich unterstütze es zu hundert Prozent", sagte der Milliardär mit Blick auf das Projekt, das von Amtsinhaber Barack Obama aus Umweltschutzgründen gestoppt worden war.

Trump forderte für den Fall des Baus der Pipeline zwischen Kanada und den USA allerdings ein besseres Angebot der beteiligten Unternehmen. Er wolle "einen besseren Deal" für den Staat. Dieser müsste schließlich privates Land enteignen, wofür den USA "ein Stück vom Kuchen" zustehe.

Der Präsidentschaftskandidat wird auf einem Parteitag im Juli offiziell gekürt.

+++ Kurz vor dem Ende des US-Vorwahlkampfes muss sich die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton wieder mit der Affäre um ihre E-Mails herumschlagen.  Ein Bericht des Außenministeriums rügt Hillary Clinton für die Nutzung eines privaten Servers. Die Bundespolizei prüft zudem, ob sie über den Server auch vertrauliche Informationen verschickte oder empfing. In diesem Fall droht ihr eine Anklage.

+++ Bei einer Kundgebung des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump im Bundesstaat New Mexico hat es Verletzte und Festnahmen gegeben. Mehrere hundert Menschen protestierten am Dienstagabend (Ortszeit) in der Stadt Albuquerque gegen den umstrittenen Unternehmer. Dabei kam es zu Gewalt.

Demonstranten hätten mit Steinen und Flaschen geschmissen, teilte die Polizei mit. Einsatzkräfte auf Pferden versuchten, die Menge vor dem Kongresszentrum auseinander zu treiben. Mehrere Polizisten wurden demnach verletzt. Mindestens ein Demonstrant sei festgenommen worden, hieß es. Auch drinnen im Saal gab es Proteste. Trumps Rede wurde durch Zwischenrufe unterbrochen. Polizisten führten Demonstranten hinaus.
In New Mexico wird an diesem Dienstag gewählt. Es ist der Staat mit dem größten hispanischen Bevölkerungsanteil.
In den vergangenen Wochen hatte es bei mehreren Auftritten Trumps Auseinandersetzungen zwischen Unterstützern und Gegnern des 69-Jährigen gegeben

US-Wahl 2016: Die aktuellen Ereignisse im Newsblog

+++ Donald Trump verrät in einem Interview seine Pläne im Falle seiner Wahl zum Präsidenten. Seinen westlichen Partnern dürften diese nicht besonders gefallen, denn Trump würde sich notfalls auch mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un an einen Tisch setzen.

+++ Ist die Durststrecke für sie beendet? Hillary Clinton hat bei den Vorwahlen in Kentucky einen Sieg davon getragen. In Oregon zeichnet sich ein Sieg ihres Rivalen Bernie Sanders ab.

Auf diesem Posten sieht Hillary Clinton ihren Mann

+++ Wirtschaft statt Charity: Sollte Hillary Clinton US-Präsidentin werden, die erste Frau in diesem Amt übrigens, hat sie schon konkrete Pläne für den "First Husband" Bill Clinton: Statt wie viele First Ladys Wohltätigkeitsarbeit zu verrichten, soll Mister Clinton, so der Wunsch der demokratischen Kandidatin, als Wirtschaftsbotschafter aktiv werden. Diese Personalie ist allerdings nicht unumstritten.

+++ Nachdem der letzte republikanische Gegenkandidat, John Kasich, aufgegeben hat, versucht sich die republikanische Parteiführung mit dem verbliebenen Kandidaten Donald Trump anzufreunden. Wie US-Medien berichten, hat sich Trump mit den führenden Köpfen der Partei in Washington getroffen. Es soll eine "ermutigende Begegnung" gewesen sein, so der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses Paul Ryan.

US-Wahl 2016: Was bisher geschah

+++ Anfang Mai gaben knapp hintereinander die beiden republikanischen Kandidaten Ted Cruz und John Kasich ihren Rückzug aus dem Präsidentschaftswahlkampf bekannt. Ausschlaggebend für diese Entscheidung soll das Vorwahlergebnis im US-Bundesstaat Indiana sein: In dem konservativen Staat ist Donald Trump unerwartet als klarer Sieger der Republikanischen Kandidaten hervorgegangen - seine Konkurrenten zogen daraus für sich Konsequenzen.

+++ Im April zog Donald Trump mit seiner Rede zur US-Außenpolitik internationale Kritik auf sich. Nach Trump solle - im Falle seines Wahlsieges im November - die US-Außenpolitik unter dem Motto "America first", also "Amerika zuerst", in erster Linie eigenstaatliche Interessen verfolgen. Der amtierende US-Präsident Barack Obama sowie der deutsche Außenminister kritisierten Äußerungen von Trump, Verbündete der USA müssten zukünftig mehr Geld an die USA zahlen, wenn sie Hilfe wollten.

Alle Ereignisse im turbulenten US-Vorwahlkampf seit Februar können Sie in unserem alten Nachrichten-Ticker nachlesen.

Übersicht: Welche Kandidaten haben in welchen US-Bundesstaaten gewonnen?

Republikaner:

  • Donald Trump: Alabama, Arizona, Arkansas, Connecticut, Delaware, Florida, Georgia, Hawaii, Illinois, Indiana, Kentucky, Louisiana, Marianen, Maryland, Massachusetts, Michigan, Mississippi, Missouri, Nebraska, Nevada, New Hampshire, New York, North Carolina, Oregon, Pennsylvania, Rhode Island, South Carolina, Tennessee, Vermont, Virginia, West Virginia
  • Ted Cruz (ausgeschieden): Alaska, Colorado, Kansas, Idaho, Iowa, Maine, Oklahoma, Texas, Utah, Wisconsin, Wyoming
  • John Kasich (ausgeschieden): Ohio
  • Marco Rubio (ausgeschieden): Minnesota, Puerto Rico (US-Außengebiet), Washington DC

Demokraten:

  • Hillary Clinton: Alabama, Arizona, Arkansas, Amerikanisch Samoa (US-Außengebiet), Connecticut, Delaware, Florida, Georgia, Kentucky, Illinois, Iowa, Louisiana, Marianen (US-Außengebiet), Maryland, Massachusetts, Missouri, Mississippi, Nevada, New York, North Carolina, Ohio, Pennsylvania, Samoa (US-Außengebiet), South Carolina, Tennessee, Texas, Virginia
  • Bernie Sanders: Alaska, Colorado, Hawaii, Kansas, Idaho, Indiana, Maine, Michigan, Minnesota, Nebraska, New Hampshire, Oklahoma, Oregon, Rhode Island, Utah, Vermont, Washington, West Virginia, Wisconsin, Wyoming

Stand 18. Mai 2016

US-Präsidentschaftswahl - Wie würden Sie abstimmen?

US-Wahl 2016: Alle Informationen aus einer Hand

Bleiben Sie auf dem Laufenden: Alles zur Wahl am 8. November sowie zu den Vorwahlen und TV-Duellen finden Sie auf unserer Themenseite zur US-Wahl 2016 bei Merkur.de.

dpa, AFP, sah, js, pak

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