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Wo fühlen sich Menschen zuhause? 

Lieblingscafé oder Wohnzimmer?

Ikea-Studie: Was macht ein Zuhause aus?

Zuhause sein: Was bedeutet das eigentlich? Diese Frage beschäftigt auch den schwedischen Möbelhersteller Ikea, der dazu eine Studie veröffentlicht hat.

Wo fühlen sich Menschen Zuhause? Bei der Beantwortung dieser scheinbar simplen Frage spielen viele verschiedene Faktoren eine Rolle. Denn letztendlich hat jeder Mensch seine ganz eigene Vorstellung davon. Um herauszufinden, was zu Hause sein bedeutet, hat der schwedische Möbel-Konzern Ikea die Studie "Life at Home" durchgeführt. Dazu wurden 12.000 Menschen in zwölf Städten auf der ganzen Welt befragt.

Ist man in seiner Wohnung noch zu Hause?

Bei einem Zuhause könnte man zunächst an einen bestimmten Ort oder ein Gebäude denken. Doch wie die Studie zeigt, verbinden nur sieben Prozent der Befragten ihr Zuhause mit einem spezifischen Ort. Vielmehr glauben 37 Prozent, dass Zuhause über die eigenen vier Wände hinausgeht, und sogar 42 Prozent fühlen sich außerhalb ihrer Wohnung mehr zu Hause.

Nachbarschaft nimmt an Bedeutung zu

In Zeiten der Urbanisierung leben Menschen auf immer kleinerem Wohnraum und oft nah beieinander. Vor allem in Städten gibt es viele Möglichkeiten, Zeit draußen an öffentlichen Orten zu verbringen. Ein wichtiger Aspekt dabei ist auch die Nachbarschaft, die schon länger konträr wahrgenommen wird: Manche Menschen kennen nicht einmal den Namen ihrer direkten Nachbarn, andererseits bilden sich immer neue Nachbarschaftsinitiativen. Urban-Gardening-Projekte, Flohmärkte und Nachbarschaftsfeste sind Beispiele für die Suche nach Nähe zur Nachbarschaft. Die Ergebnisse der Befragung bestätigen das: 38 Prozent betrachten ihre Nachbarschaft als Teil ihres Zuhauses.

Durch sich verändernde Lebensweisen und neue, oft ganz unterschiedliche Familienkonstellationen werden Aktivitäten, die früher in der Wohnung stattfanden, oft nach draußen verlagert. Öffentliche Orte wie Cafés, Hotels oder Restaurants werden so gestaltet, dass sie ein Zuhause nachahmen. Sie wecken im besten Fall die Gefühle, die Menschen besonders stark mit Zuhause verbinden: Sicherheit, Vertrautheit, Entspannung und Freiheit wurden von den Befragten besonders häufig mit dem eigenen Zuhause assoziiert.

Arbeit und Privatleben rücken immer näher zusammen

Die Grenzen zwischen Privatleben und Arbeit verschwimmen, Arbeitsplätze ähneln in ihrem Design immer häufiger Wohnungen – mit voll eingerichteten Küchen und Möglichkeiten sich auszuruhen. Das spiegelt sich in den Ergebnissen des "Life at Home"-Reports wider: Elf Prozent der Millennials fühlen sich in der Schule oder am Arbeitsplatz bereits mehr zu Hause als in den eigenen vier Wänden. Gleichzeitig verändern sich die Voraussetzungen des Arbeitsalltags: Viele Menschen benötigen nur noch einen Laptop, um ihrer Tätigkeit nachzukommen.

Das Zuhause kann nicht auf einen physischen Raum limitiert werden, denn es geht darüber hinaus. Typische „Zu-Hause-sein-Gefühle“ wie Sicherheit, Zugehörigkeit oder Vertrautheit können an verschiedensten Orten entstehen, öffentliche Orte und die Nachbarschaft bieten neue Möglichkeiten.

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