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Sogar Brandgefahr: Was Autofahrer bei hohen Temperaturen im Sommer beachten müssen

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Auch wenn es weder Glatteis noch früh einbrechende Dunkelheit gibt: Ganz ohne Tücken ist das Autofahrerleben auch im Sommer nicht. 

Klimapolitik der Bundesregierung genügt nicht, um den Klimawandel zu stoppen
Die Klimapolitik der Bundesregierung genügt nicht, um den Klimawandel zu stoppen. © Sven Hoppe / dpa

Tipps fürs Autofahren im Sommer: Nicht auf der Wiese parken

Wegen der anhaltenden Trockenheit ist das Parken auf Wiesen, in Wäldern oder auf den abgeernteten Feldern aktuell keine gute Idee. Heiße Katalysatoren und Auspuffanlagen können dort schnell Brände auslösen, denn die Bauteile entwickeln bereits nach kurzer Fahrt Temperaturen von mehr als 600 Grad Celsius. Zwar übernimmt die Kfz-Haftpflicht Schäden an fremden Fahrzeugen, die Vollkaskoversicherung darf aber die Kostenübernahme beim eigenen Auto mit Verweis auf grobe Fahrlässigkeit kürzen. Zudem kann auch die Feuerwehr eine Rechnung für den Einsatz stellen.  

Auf der Autobahn mit Hitzeschäden rechnen

Nicht nur der Frost setzt Straßen zu, auch die Hitze macht ihnen Probleme. Besonders spektakulär und gefährlich sind die sogenannten Blow-ups auf Beton-Autobahnen*. Wird es plötzlich heiß und hält die Hitze mehrere Tage an, kann sich die unflexible Fahrbahn wölben und aufplatzen. Rund 30 Prozent der deutschen Autobahnen haben eine Betonoberfläche – erkennbar an dem im Vergleich zu Asphalt helleren Aussehen. Autofahrer sollten auf solchen Strecken besonders vorsichtig fahren, Motorradfahrer meiden sie besser komplett. Keine Blowup-Gefahr besteht auf Asphalt-Fahrbahnen. Allerdings kann sich dort bei Hitze der weiche Teer verformen, so dass tiefe Spurrillen entstehen. Bei einem Sommergewitter besteht dort dann erhöhte Aquaplaning-Gefahr. 

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Den Innenraum effizient herunterkühlen

Auch wer eine Klimaanlage hat, sollte ein aufgeheiztes Auto vor Fahrtantritt bei geöffneten Türen und Fenstern zunächst gut durchlüften. Erst dann wird die Anlage angeschaltet, zunächst auf Umluft. So kühlt das Auto schneller ab, da keine heiße Luft von außen zugeführt wird. Die Luftaustrittsdüsen sollten nur auf bekleidete Körperpartien gerichtet werden. Trifft die bis zu vier Grad kalte Luft direkt auf nackte Haut, drohen Erkältungen und Muskelzerrungen. Generell sollte der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur nicht zu groß sein. Sonst droht beim Aussteigen der Hitzeschock. Experten raten zu maximal sechs Grad Differenz. 

Mehr dazu: Klimaanlage im Auto optimal nutzen: Diese Fehler sollten Sie vermeiden.

Elektronik-Schmelze verhindern

Wer sein Auto in der prallen Sonne parkt, muss nicht nur mit heißer Luft und glühenden Anschnallgurten rechnen, sondern im Extremfall auch mit Elektronikschäden. Die Bauteile sind für Temperaturen zwischen minus 40 und plus 85 Grad ausgelegt – ein Wert der aktuell durchaus überschritten werden kann. Durch die Wärmeausdehnung und spätere Abkühlung im Fahrtwind können sich in den Platinen Haarrisse bilden. Dann droht der Ausfall von Steuergeräten und ein Liegenbleiben des Fahrzeugs. Wer keinen Parkplatz im Schatten findet, sollte daher zumindest einen Sonnenschutz hinter die Windschutzscheibe klemmen, der die Sonnenstrahlen reflektiert und Armaturen und Lenkrad kühl hält. (Holger Holzer/SP-X) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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