Campingurlaub in der Region:

Bald beginnt die Vorsaison

+
Campingurlaub in der Region: Bald beginnt die Vorsaison

Der Frühling steht vor der Tür und viele Menschen zieht es ins Freie. Warum auch nicht spontan zum Zelten? Die ersten Campingplätze im Rhein-Neckar-Kreis öffnen in knapp vier Wochen ihre Pforten und bieten Urlaubswilligen zahlreiche Möglichkeiten, sich zu entspannen.

Der Campingurlaub erfreut sich wachsender Beliebtheit in Deutschland und bietet sich vor allem für Kurzurlauber an. Über die letzten zwanzig Jahre betrachtet hat sich das Interesse am Campen deutlich gesteigert. So waren in Deutschland 2014 über 2800 verschiedene Campingplätze mit einer Gesamtanzahl von etwa 220.000 Stellplätzen geöffnet, was einen Zuwachs von 700 Betrieben im Vergleich zum Jahr 1994 bedeutet. Der Inländeranteil auf den Campingplätzen in Deutschland betrug 85%, bei einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von fast 3,5 Tagen. Insgesamt wurden 3,32 Milliarden Euro im Bereich der Campingindustrie umgesetzt. 

Dabei sind vor allem Wohnmobile unter Campern wieder hoch im Kurs, wohl weil sie das ungebundene Naturerlebnis des Campierens mit einem gewissen Maß an Komfort verbinden. Auch hier kann die Industrie für die Jahre 2009 bis 2014 einen satten Zuwachs verbuchen und selbst der Wohnwagen, der bisweilen etwas altmodisch gilt, hat einen konstanten Bestand. Die rudimentärste Art des Campingurlaubs ist aber immer noch das Zelten. Auf diesem Gebiet haben Ausrüster in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, um die Bequemlichkeit von Campern zu vergrößern.

Beginn der Vorsaison steht vor der Tür 

Die Vorsaison beginnt auf vielen Campingplätzen bereits Anfang April. Zwar sind im Frühjahr hohe Temperaturen keineswegs garantiert, doch haben die vergangenen Jahre gezeigt, dass frühsommerliches Flair auch vor Pfingsten versprüht wird. Die meisten Campingplätze sorgen allerdings für kühle Abende vor und versuchen Touristen durch das Schaffen einer besonders wohligen Atmosphäre anzulocken. So gibt es vielerorts windgeschützte Stellplätze und Terrassen, die zusätzlich von Heizstrahlern in möglichst angenehme Umstände gebracht werden, sodass kein Camper friert.

 „Warum in die Ferne schweifen?“ - Campen rund um Heidelberg 

In der Region um Heidelberg gibt es einige Möglichkeiten Campingurlaub zu verbringen. Für Wohnmobilisten bietet sich ein Besuch des Stellplatzes Ladenburg an. Dieser ist streng genommen zwar kein Campingplatz, doch wegen des recht großen Komforts, den ein eigenes Wohnmobil bietet, findet der Platz dennoch eine große Beliebtheit unter Touristen. Dies ist sicherlich durch seine Randlage an der Stadt Ladenburg bedingt, sodass spontane Trips und Besichtigungstouren in die mittelalterliche Kleinstadt recht einfach zu realisieren sind. Der Platz selbst das ganze Jahr über geöffnet und bietet Platz für 34 Wohnmobile. Angebotene Dienstleistungen sind unter anderem der Tausch von Gasflaschen und die Bereitstellung von WLAN. Pro Wohnmobil wird eine Tagespauschale von 10 Euro erhoben. 

Entspannung bei Neckargemünd 

Der Campingplatz an der Friedensbrücke befindet sich in Neckargemünd und öffnet seine Pforten Anfang April. Sein Areal erstreckt sich bis an das Ufer des Neckars und der Platz verfügt über zwei große Sanitärgebäude, die auch barrierefrei zugänglich sind. Als Unterhaltungsangebot sind - neben der Gaststätte mit Außenterrasse und dem nahe gelegenen Schwimmbad - Trampolin, Tischtennis und Tischfußball verfügbar. Außerdem bieten sich die Möglichkeit des Angelns sowie der Verleih von Kanus und Quads. Auch hier ist drahtloser Internetzugang vorhanden. Der Preis für einen Stellplatz beläuft sich auf 9,50 Euro. Pro Person (älter als 13 Jahre) werden 6,50 Euro erhoben, für Kinder beträgt die Gebühr 3,50. Wer direkt am Wasser campieren möchte, bezahlt 12,00 Euro für den Stellplatz. 

Auch der Campingplatz Haide befindet sich im Neckartal, direkt am Flussufer, jedoch ein wenig weiter entfernt vom Zentrum Neckargemünds. Die Vorsaison beginnt am 1. April und der Campingplatz ist bis zum 31. Oktober geöffnet. Neben gewöhnlichen Stellplätzen gibt es alternative Unterbringungsmöglichkeiten. So können kleine Gruppen Blockhäuser mieten und große Gruppen in insgesamt zwei „Matratzenlagern“ unterkommen. Auch hier sind die Sanitäranlagen großzügig angelegt und ebenso behindertengerecht. Unterhaltungsmöglichkeiten sind ein Fahrradverleih sowie ein kostenfreier WLAN-Hotspot und ein Computer mit Internetanschluss (ebenfalls gratis). Je nach Unterbringungsmöglichkeit gibt es verschiedene Preise. Pro Person werden 5,40 Euro erhoben, wobei für Kinder unter 15 Jahren lediglich 2,70 Euro zu entrichten sind. Die Preise für Blockhäuser beginnen bei 17,00 Euro (1 Person) und sinken sukzessive bis 10,00 Euro (4 Personen). Ein Matratzenlager kann ab einer Gruppengröße von 9 Personen angemietet werden und kostet 8,50 Euro pro Person. 

Nah am Zentrum - der einzige Campingplatz Heidelbergs

Ganz nah am Heidelberger Stadtzentrum (4 Kilometer bis zur „Alten Brücke“ liegt der einzige Campingplatz der Stadt mit dem Namen Camping Heidelberg. Auch dieses Resort befindet sich unmittelbar am Ufer des Neckars und hat vom 13. April bis Ende Oktober geöffnet. Pro Person müssen 6,00 Euro, beziehungsweise 3,50 Euro für Kinder zwischen 5 und 14 Jahren, entrichtet werden. Wer zeltet, bezahlt 4,00 Euro für den Stellplatz, bei Wohnmobil und Caravan beträgt die Gebühr 5,00 Euro. Der Platz selbst zeichnet sich durch eine internationale Atmosphäre aus. 

Glamping als neuer Trend 

Glamping der neue Trend aus den USA

Auch der Campingurlaub unterliegt den allgemeinen Gesetzen des Marktes. Aktuelle Trends werden jährlich auf Messen bereits ab Februar vorgestellt, teilweise finden die Zusammenkünfte von Herstellern und Händlern aus dem Campingbereich sowie Camping-Fans bereits schon im November statt. 

Aus den USA und dem Vereinigten Königreich schwappt seit einigen Jahren der Trend des Glamping auf das europäische Festland über. Glamping - ein Kofferwort, das sich aus glamourös und Camping zusammensetzt – vereint das Übernachten im Zelt mit einem großen Maß an Luxus. Statt eines Schlafsacks und einer Isomatte, stehen Betten in King Size im Zelt und der Untergrund bildet nicht eine Kunststofffolie, sondern ein edler Holzboden. In manchen Glamping-Zeltanlagen sind sogar Holzöfen und regelrechte Badezimmer mit obligatorischer Wanne vorhanden. Glamping-Resorts sind vor allem dafür geeignet, den Urlaub in touristisch überfüllten Gegenden im Ausland zu verbringen. So kann ein lokaler Charme mit Ruhe in Einklang gebracht werden, fernab vom konventionellen Hoteltourismus.

Leichte Alternativen zum Glamour-Camping 

Im Kontrast zu dieser Luxuscampingform stehen Entwicklungen, die das Zelten zwar in seiner Einfachheit belassen, aber dabei helfen, die Bequemlichkeit zu steigern. Bei allem Komfort des Glampings gilt nämlich zu beachten, dass die Ausrüstung dort recht schwer und sperrig ist. Wer lieber leicht und flexibel reist, sollte daher zum Beispiel auf Wurfzelte setzen. Diese sind schlauchförmig und lassen sich innerhalb weniger Sekunden aufbauen, indem sie einfach in die Luft geworfen werden. Die Spannung der Fiberglasstangen sorgt für die Entfaltung des Zeltes. Wurfzelte haben allerdings den Nachteil, dass ihr Packmaß recht hoch ist. Wer über Zeit, Geduld und vor allem Ausdauer verfügt, kann auch auf Pumpzelte zurückgreifen. Statt Stangen sind dort Kanäle so angelegt, dass sie - mit ausreichend Luft befüllt – die Zeltwände stabilisieren. Voraussetzung für einen erfolgreichen und entspannenden Urlaub ist hier allerdings eine funktionsfähige Luftpumpe.

VW Arteon: So elegant ist der CC-Nachfolger

VW Arteon: So elegant ist der CC-Nachfolger

Extravagantes Sammlerstück: der Volvo 262C 

Extravagantes Sammlerstück: der Volvo 262C 

Zackig! Der Audi RS 3 Sportback mit 400 PS

Zackig! Der Audi RS 3 Sportback mit 400 PS

Kommentare