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Google Maps warnt künftig vor Blitzern - dabei gibt es aber ein Problem

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Google Maps warnt Autofahrer bald vor Blitzern.

Die Blitzer-Warnungen aus dem Radio kennt jeder. Auch Blitzer-Apps sind sehr beliebt. Jetzt will Google ebenfalls mitmischen und baut seine Navi-App aus, steht aber vor einem Problem.

Die Sonne scheint, keine Wolke am Himmel und plötzlich blitzt es. Nein, es ist kein spontanes Gewitter aufgezogen, sondern der Blitzer hat mal wieder ausgelöst. Ortskundige Autofahrer kennen die Stellen, an denen das Tempolimit auf jeden Fall eingehalten werden soll. Alle anderen rasen in die Blitzer-Falle.

Google testet Blitzer-Warner in Google Maps

Wo Blitzer stehen, verraten Radiosender regelmäßig. Aber auch einige Apps können das bereits und eine beliebte Anwendung bekommt nun ebenfalls einen Blitzer-Warner – Google Maps. Dabei soll die Navigations-App künftig die erlaubte Höchstgeschwindigkeit und Radarfallen auf der Karte anzeigen können.

Bevor Sie sich aber zu früh freuen: In Deutschland wird es die neuen Funktionen so schnell nicht geben. Google spielt den Blitzer-Warner laut dem News-Portal Mashable zunächst nur in den USA, Großbritannien, Australien, Brasilien, Indien, Indonesien, Kanada, Mexiko und Russland aus; die Anzeige der erlaubten Höchstgeschwindigkeit sogar nur in den USA, Großbritannien und Dänemark.

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Blitzer-Warner in Google Maps kommt wohl nicht nach Deutschland

Von Deutschland ist bislang keine Rede. Auch viele andere europäische Länder fehlen. Dies hat wohl mit rechtlichen Gründen zu tun. Hierzulande dürfen keine Blitzer-Apps verwendet werden. Wer dabei erwischt wird, riskiert ein Bußgeld in Höhe von 75 Euro und einen Punkt in Flensburg.

Grundlage dafür bildet § 23 Abs. 1b der Straßen-Verkehrsordnung: "Wer ein Fahrzeug führt, darf ein technisches Gerät nicht betreiben oder betriebsbereit mitführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören." Andere Länder in Europa gehen sogar noch strenger vor. In einigen Staaten drohen bis zu 7.000 Euro Strafe oder sogar Gefängnis.

Video: Hightech-Blitzer für den Tunnel

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anb

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