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Hyundai Ioniq: Der Spritsparer aus Fernost

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Hyundai sorgt mit einer Drillingsgeburt für Furore! Die Koreaner bieten ihre neue fünftürige Limousine Ioniq zwar mit drei verschiedenen, aber ausschließlich alternativen Antriebssystemen an.

Der Hyundai Ioniq ist als reines Elektroauto, als Hybridmodell sowie als Plug-in-Hybrid zum Aufladen an der Steckdose zu haben. Ein reiner Benzin- oder Dieselmotor kommt dem Koreaner also nicht unter die Haube. 

Los geht’s im November mit dem Ioniq Hybrid mit 141 PS ab 23 900 Euro. Einen Monat später folgt das reine Elektroauto mit 120 PS ab 33 300 Euro. Und 2017 komplettiert ein Plug-in-Hybrid das Trio, der mit aufladbaren Akkus bis zu 50 Kilometer rein elektrisch fährt. Was die Ökos aus Fernost so draufhaben – wir haben sie schon mal gefahren.

Die Unterschiede zwischen den Sparmobilen sind dezent: Im Gegensatz zum Hybriden, der einen 105 PS starken Benzindirekteinspritzer und einen E-Motor mit 44 PS unter der Haube hat, wurde dem Elektro-Stromer anstelle des Frontgrills mit aktiven Luftklappen lediglich eine aerodynamische Kunststoff-Abdeckung verpasst.

Hyundai Ioniq als Elektroauto

Im Wageninneren besitzt das E-Mobil anstelle des Automatik-Schalthebels des Hybrid-Bruders lediglich zwei Tasten fürs Vorwärts- und Rückwärtsfahren. Ein Sieben-Zoll-Bildschirm hinter dem Lenkrad informiert über Tempo, Drehzahl und Energiefluss.

Allen gemeinsam sind die bequemen Sitze mit gutem Seitenhalt. Platz gibt es reichlich, selbst auf der Rückbank finden drei größere Mitfahrer gut Platz. Das Kofferraumvolumen beim Stromer beträgt 350 bis 1410 Liter, die Hybriden fassen mit 443 bis 1505 Liter etwas mehr.

Optional gibt’s eine Sitzbelüftung – die geht aber ebenso wie Sitzheizung und Klimaanlage schnell auf Kosten der Batteriekapazität.

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Das Cockpit eines Ioniq Hybrid: Der Fahrer kann es intuitiv bedienen.

Diese ist mit 28 kWh nicht gerade üppig und wird in erster Linie für den Antrieb benötigt. Der E-Motor im Elektro-Ioniq generiert eine Höchstleistung von 120 PS und ein maximales Drehmoment von 295 Nm. Bei unserer Testfahrt beschleunigt der Stromer zügig in 10 Sekunden von null auf 100 km/h, dynamische Überholvorgänge bis Tempo 120 sind problemlos. In der Spitze schafft das E-Mobil immerhin 165 km/h.

Hyundai weist für den Stromer einen Verbrauch von 11,5 kWh auf 100 Kilometer aus, der mit voller Lithium-Polymer-Batterie eine maximale Reichweite bis zu 280 Kilometer haben soll. Der Bordcomputer zeigte trotz zurückhaltender Fahrweise einen Verbrauch von 13 kWh – immer noch ein guter Wert, der uns rund 250 km weit gebracht hätte.

Fürs Aufladen einer leeren Batterie empfiehlt Hyundai die 745 Euro teure Wallbox mit 6,6 kW, mit welcher der Ladevorgang in 4,5 Stunden abgeschlossen sein soll. An der heimischen 230-Volt-Steckdose benötigt man hingegen rund 12 Stunden. Am schnellsten geht’s an einer 100 kW starken Schnellladestation in ca. 23 Minuten.

Hyundai Ioniq als Plug-in-Hybrid

Nicht minder flott und geräuscharm beschleunigt uns der Ioniq Hybrid, der ein neues Sechs-Gang-Doppelkupplungsgetriebe besitzt. Der Teilstromer wird von einem 105 PS starken 1,6-Liter-Vierzylinderbenziner angetrieben. Er erhält Unterstützung von einem 43,5 PS starken E-Motor, der von einer 1,56 kWh starken Lithium-Polymer-Batterie versorgt wird. Sie wird während der Fahrt vor allem durch Energierückgewinnung beim Bremsen aufgeladen.

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Hyundai Ioniq.

Insgesamt 141 PS und ein maximales Drehmoment von 265 Nm lassen den Hybriden in 10,8 Sekunden von null auf 100 km/h sprinten, maximal sind 185 km/h drin. Zwar kann der Hybrid nur wenige hundert Meter rein elek­trisch fahren, doch drückt die elektrische Unterstützung den Verbrauch des Benziners bei unserer Testfahrt bis an die 4-Liter-Marke.

Bereits in der Basisausstattung „Trend“ bringt jeder Ioniq eine umfangreiche Ausstattung mit: darunter sind eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, ein Acht-Zoll-Touchscreen für Infotainment und Navi, inklusive Android Auto und Apple Car Play, adaptiver Abstandstempomat, Spurhalte- und Notbrems-Assistent sowie eine Rückfahrkamera.

Hyundai Ioniq - Fazit

Von wegen Ökoschaukel! Der Ioniq ist sinnig, sinnlich und alltagstauglich. Für die spritzigen Antriebe, ein gutes Fahrwerk und die passablen Verbrauchswerte gibt es den grünen Daumen!

Uwe Fajga

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