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Illegale Autorennen an Karfreitag: Polizei geht gegen Raser vor

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Von: Ömer Kayali

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Die Polizei Köln ist über Ostern gezielt gegen die Raserszene vorgegangen.
Die Polizei Köln ist über Ostern gezielt gegen die Raserszene vorgegangen. © picture alliance / Oliver Berg/dpa

Die Polizei hat an Karfreitag verstärkt in Köln und Leverkusen die Straßen kontrolliert, um gegen Raser vorzugehen.

Leere Straßen sind für Raser verlockend. Besonders über Ostern war nicht viel Verkehr in Stadtgebieten oder auf den Autobahnen vorzufinden. Auch die Coronavirus* bedingten Ausgangsbeschränkungen dürften dafür gesorgt haben, dass nicht viele Menschen in ihren Autos unterwegs waren. Für die Raserszene also Grund genug, um sich illegale Autorennen zu liefern.

Das war zumindest die Befürchtung der Polizei Köln. Um gegen die Raser vorzugehen, hat sie aus diesem Grund über die Osterfeiertage verstärkt Kontrollen durchgeführt, wie die Rheinischen Anzeigenblätter berichten. Am Karfreitag hat die Polizei Köln zwischen 8 und 22 Uhr in den Stadtgebieten Köln und Leverkusen sowie auf den Autobahnen umfangreiche Maßnahmen ergriffen, die den Rasern das Handwerk legen sollten. Mit Erfolg: Die Beamten konnten mehrere hundert Geschwindigkeitsverstöße feststellen.

Raser an Ostern: Mehrere Anzeigen gegen Raser im Stadtgebiet und auf Autobahnen

Die meisten Raser* konnten die Polizisten im Stadtgebiet aufhalten. Insgesamt 459 Geschwindigkeitsverstöße wurden registriert, bei 47 davon müssen die Fahrer nun mit einem Fahrverbot rechnen.

Am Karfreitag gingen die Beamten am frühen Nachmittag einem Zeugenhinweis nach und begaben sich an die Autobahnauffahrt im Kölner Stadtteil Bocklemünd. Dort hatten sich mehrere Personen mit ihren Sportwägen* zusammengefunden. Bei den insgesamt neun Autos handelte es sich unter anderem um einen Lamborghini, Audi R8 oder BMW M8. Vier der Fahrzeuge wiesen Mängel vor, sodass sie die Betriebserlaubnis verloren und gegen die Fahrer Anzeigen erstattet wurden.

Auf der Autobahn konnte die Polizei Köln in ihrem Zuständigkeitsbereich 15 Geschwindigkeitsüberschreitungen feststellen. Zehn davon droht nun ein Fahrverbot. In einem Fall war der Fahrer sogar 80 km/h schneller als erlaubt.

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Raser an Ostern: Polizei Köln setzte Spezialisten ein

Im Einsatz waren vier Streifenteams der Einsatztruppe Verkehr/Rennen sowie zwei Teams des Verkehrsdienstes. Darüber hinaus waren Spezialisten der Direktion Verkehr unterwegs, die mit ProViDa-Fahrzeugen (Proof Video Data) Beweise der Verkehrsverstöße sammelten. Im Fokus liegen bei diesen Spezialfahrzeugen neben Geschwindigkeitsüberschreitungen auch die Nichtbeachtung des Mindestabstands und Überholverboten.

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ök

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