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Auf Distanz zum Golf: Seat Leon im Alltagstest - was kann der Quotenkönig und Schönling?

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Der Leon hebt sich als Schönling von Konzernkameraden aus dem Hause VW und Skoda ab. Steckt noch mehr hinter dem Quotenkönig? Wir haben den Alltagstest gemacht.

Es ist nicht einfach, einem Flirt mit der spanischen VW-Tochter auszuweichen. Lässig, knuffig und auch ein bisschen respektlos präsentiert sich die vierte Generation des Seat Leon. Sie bringt mit Bravour und Frische ihr Karosseriekonzept zur neuen Blüte. Schmale Augen mit Tagfahrlichtwinkeln und durchgängiges LED-Band hinten sind auffällige Akzente.

Mit viel Dynamik im Design wollen sich die Spanier vom Golf distanzieren. Wie viel mehr noch hinter dem Quotenkönig innerhalb der Marke steckt, soll der Alltagstest mit dem Leon 1,5 e TSI FR zeigen.

Seat Leon - Länge und Platz

Trotz acht Zentimeter mehr Länge ist der Leon wendig wie eh und je und besetzt locker die Parklücken. Etwas mehr Radstand kommt den Fondpassagieren zugute. Erwachsene sitzen dort ordentlich. Flottes Ein- und Aussteigen ist allerdings nicht einfach durch schmale Türausschnitte hinten.

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Bestens vernetzt: Der neue Seat Leon

Mitten im apart gestalteten Cockpit klotzt ein großer Bildschirm. Dauernde Innovationssprünge zwingen den Fahrer zu Fingerfertigkeit. Touchscreen und Slider: Tippen und Ziehen zählen zum Eingewöhnungsprogramm. Was soll`s. Man sitzt gut im Leon und ist umfangreich sowie aufs Beste vernetzt.

So schnell sprintet der Sportler

Als Version FR mit Sportfahrwerk macht dieser Leon seine DNA just deutlich. Griffiges Handling und guter Komfort, über Dämpfereinstellung zu variieren, sowie 150-PS-Turbo-Vierzylinder lassen auch flotte Ausfahrten zu. Dank Mildhybrid mit riemengetriebenem Startergenerator wird der Leon beim Anfahren elektrisch unterstützt. Dazu rekuperiert er beim Verzögern, lädt also wieder die Batterie, und spart durch antriebfreies Rollen Sprit. So bleiben wir bei einem Durchschnittsverbrauch von etwa sechs Litern auf 100 Kilometer. Klasse, bedenkt man, dass der Leon auch gut sprinten kann (von 0 bis 100 km/h in 8,4 Sekunden) und die beachtliche Höchstgeschwindigkeit von 221 km/h erreicht.

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Kritik am Kofferraum

Der Kofferraum erreicht mit 380 Liter gerade so die Standardnorm. Mit hoher Ladekante ist die Getränke-Versorgung außerdem ein bisschen wie Gewichtheben. Zumindest für Menschen ohne Fitness-Ambitionen. Kritik an knapper Sicht durch das Heckfenster entschärft die Rücksichtkamera. Und: Tritt man beim Anfahren vehement in die Eisen, hat die Traktionskontrolle Probleme und lässt kurz die Vorderräder ruckeln.

Der neue Seat Leon - Schönling zum fairen Preis

Der Leon hebt sich als Schönling von Konzernkameraden aus dem Hause VW und Skoda ab, überzeugt auch durch Qualität und umfangreiches Assistenzangebot. Preislich ist er mit 29.050 Euro kein Schnäppchen mehr. 36.034 Euro samt umfangreicher Ausstattung und dem Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG sind dennoch ein fairer Preis für den von uns gefahrenen Leon.

Manfred Gleissner

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