KTM Super Adventure 1290 bei Hertrampf Racing in Kassel getestet

KTM Super Adventure 1290 bei Hertrampf Racing in Kassel getestet
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KTM scheint mit der Enduro Super Adventure 1290 alles richtig zu machen. Jörg Weiß vom BIKE PORTAL hat das Motorrad ausgiebig getestet.

Kassel. Zum Saisonstart und mit Einführung der Euro4-Norm löst die brandneue 1290 Super Adventure die seit vier Jahren auf dem Markt befindliche 1190 Adventure ab.

Dieser Artikel ist zuerst bei unserem Partner-Portal lokalo24.de erschienen.

Varianten

Wie bei anderen Herstellern mittlerweile auch üblich, wird sie in zwei Versionen S (Straße) und R (für gelände-affine Zeitgenossen) angeboten. Der augenscheinlichste Unterschied liegt in den ver-schiedenen Dimensionen der Räder. Die von mir getestete S-Version hat eine Bereifung mit 19 Zoll und 120er Reifen vorne und 17 Zoll mit einem moderat-breiten 170er Reifen hinten. Die R wiederum trägt die Räder-Kombi 21/18 Zoll und ist damit ganz klar auf Gelände ausgelegt. Außerdem rollt die eine auf Alu- und die andere auf Speichenfelgen. Da im Schnitt knapp 90 Prozent der Fahrer von Groß-Enduros fast ausschließlich auf der Straße unterwegs sind, dürfte die S-Variante der Super Adventure den weitaus größeren Absatz erzielen. Mit der Euro4-Norm haben zwangsläufig alle Hersteller Änderungen an ihren Modellen durchführen müssen. Bei der Super Adventure ist unter anderem der Einbau des vorgeschriebenen Aktivkohlefilters an der Stelle unter dem Sitz erfolgt, wo bisher das Bordwerkzeug seinen Platz hatte. Leider entfällt dieses damit komplett.

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Neuerungen

Zum Glück hat es im Rahmen der Modellpflege aber auch positive Änderung am 2017er Modell gegeben. Dies ist vor allem beim Motor zu spüren, dazu später mehr. Eine der markantesten Neuerungen ist die Front. Hier fällt mir sofort das neue Gesicht ins Auge. Mehr denn je polarisiert es. Schaut man jedoch auf die Zweckmäßigkeit der in Aluguß gelagerten Lampenmaske, gibt es Punkte die nicht unerwähnt bleiben sollten. So bietet der Scheinwerfer bei Nachtfahrten einen echten Zugewinn an Sicherheit. Er ist direkt mit dem Schräg- lagensensor des MSC-Systems gekoppelt und schaltet je nach Schräglage (12°, 18°, 25°) bis zu drei LED-Leuchten hinzu. Diese leuchten den Straßenrand perfekt aus.

Mir persönlich hat dieses Feature nach ausführlichem Test sehr gut gefallen! Damit die LED-Module nicht überhitzen, wird die Abwärme über besagte Multifunktionshalterung aus Alu-Guß und zusätzlich durch einen mittig liegenden Kühlungsschlitz abgeführt. An dem Element ist auch die Frontscheibe montiert, welche sich während der Fahrt mit einem Drehknebel in acht Steps verstellen lässt. Außerdem ist das neue, von Bosch entwickelte, TFT-Display daran montiert. Von dieser federleichten Neuentwicklung bin ich besonders angetan. Das Display bietet überragende Möglichkeiten, die ein klassisches Cockpit nicht aufweisen kann. Es ist mit einem Tag- und Nachtmodus versehen. Die Sicht darauf ist absolut blendfrei und jeglichen Lichtverhältnissen gewachsen. Die vielen Infos lassen sich sehr gut ablesen. Zugleich wirkt es nicht überladen, denn alle benötigten Informationen kann man nach individuellem Geschmack zusammenstellen. Diese Neuentwicklung wird meines Erachtens das Muster für zukünftige Cockpit-Gestaltungen sein. Es zeigt vom Fahrer benötigte Informationen perfekt an und dürfte über kurz oder lang das klassische Cockpit mit Tachometer und Drehzahlmesser ablösen.

Motor ist Spitzenklasse!

Keinerlei Schwächen sind bei dem, bereits aus der Superduke und der Super Adventure T bekannten, LC8-Motor wahrzunehmen. Er ist auch hier allererste Sahne. Wie bisher zeichnet er sich durch eine fulminante Drehfreudigkeit aus. Der Sound ist betörend, aber nicht krawallig. Die Motorleistung von 160 PS ist gut abrufbar. Jederzeit ist mehr als ausreichende Leistung vorhanden, denn das Drehmoment liegt schon ab etwa 2500U/min konstant über 100 Nm, um bei 6.750 Touren einen gigantischen Drehmomentberg von 140 Nm aufzubauen. Der kompakt gezeichnete LC8 beherbergt zudem ein Getriebe, dass mit einer knackigen Gangschaltung und der hydraulischen Kupplung präzise bedient werden kann. Alternativ hat KTM als Zubehör den Quick-Shifter+ mit Up and Down-Funktion im Angebot. Er war an meiner Testmaschine verbaut und auch dessen Funktion hat mich voll überzeugt. Ebenso war die Berganfahrhilfe HHC und die Motorschleppmoment-Regelung MSR an Bord, denn all dies und noch vieles mehr enthält das optionale Travel-Paket. Durch die Änderungen am Motor sinkt auch der Benzinverbrauch und die Wartungsintervalle von 15.000 km sind lang.

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Fahreigenschaften ebenfalls super

Dank eines neuen Systems zur Kofferbefestigung ist kein Hochgeschwindigkeitspendeln wie bei den Vorgängermodellen mehr zu befürchten. Die schwimmend gelagerten Kofferhalter sind serien-mäßig verbaut, die passenden Koffer sind als Zubehör ein Part des Travel-Pakets. Dem Hochgeschwindigkeitspendeln rücken auch ein Lenkungsdämpfer und ein auf 23 Liter verkleinerter Tankinhalt zu ‘Leibe. Im Lenkkopf werden deswegen neuerdings wieder wartungsfreundliche Kugellager anstatt Kegelrollenlager verbaut. Letztendlich konnte das Gewicht auf 238 kg fahrfertig gedrückt werden. Die langstreckentaugliche, zweigeteilte Sitzbank schmeichelt dem Popo-Meter. Sie ist ausreichend breit und nicht zu weich gepolstert. Speziell beim Soziussitz ist durch eine leichte Wölbung der Sitzkante das Rutschen des Beifahrers nach vorne unterbunden. Obwohl sie als S-Modell eher der Straße zugewandt ist, hat sie mit 220 mm Bodenfreiheit und einem Federweg 200 mm ausreichende Reserven, um auch Ausritte in die Pampa zu ermöglichen. Die Reifen (Pirelli Scorpion Trail II) tun ihr Übriges, denn sie liefern eine saubere Rückmeldung und arbeiten hervorragend in Verbindung mit dem voll einstellbaren, semi-aktiven WP-Fahrwerk. Die Bremsanlage von Brembo ist, wie gewohnt, über jeden Zweifel erhaben. Kurze Bremswege und glockenklare Rückmeldung, sowie leichte Bedienkräfte zeichnen sie aus. Das Schräglagen-ABS hat 3 Wahlmöglich- keiten: ABS komplett aktiv, ABS vollständig abgeschaltet und speziell für den Offroad-Bereich lässt sich die Hinterradbremse abschalten. Natürlich sind auch MTC und MSR serienmäßig.

Vier Fahrmodi, vier Möglichkeiten das Motormanagement zu regeln, und vier Einstellmöglichkeiten für die Zuladung bietet die Super- Enduro. Sämtliche Einstellungen zu Fahrwerk und Motor- management werden links am Lenker mit einem Handgriff über einen vierteiligen Tasten-Kombi-Schalter getätigt. Meine favorisierte Einstellung ist: Motor auf Road, Federung auf Comfort und Beladung auf Solo + Gepäck. Dadurch bleibt die Leistungsentfaltung des LC8 harmonisch und die Gabel feinfühlig. Die Fahrwerks- geometrie ist dann in Richtung Kurvenräubern modifiziert. Für weitere Informationen und Probefahrten steht KTM-Hertrampf in Kassel täglich zur Verfügung. Wenn Du dem KTM-Dealer 16.495 Euro zzgl. NK auf die Theke legst, gehört die Super Adventure dir!

Fazit

Nachdem ich vor gut drei Jahren die 1190 Adventure testete, welche damals schon die Messlatte im Reigen der Groß-Enduros höher legte, ist die aktuelle Nachfolgerin ihr in allen Belangen überlegen! Haptik und Verarbeitung sind auf gewohnt hohem Niveau. Die Optik wird mit Sicherheit polarisieren und das ist gut so. Schließlich stellt KTM mit der Super Adventure ein Motorrad auf die Räder, dass sich in allen Belangen aus dem Einheitsbrei beliebig auswechselbarer Groß-Enduros abhebt. Mich hat die neue Super Adventure auf ganzer Linie überzeugt!

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