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Über Stock und Stein: Kymco Quads

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Von: Volker Pfau

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In den USA sind Quads längst ein Riesentrend, hierzulande sind die kleinen und wendigen All-Terrain-Vehicles (ATV) noch relativ selten. Wir haben drei Kymco Quads on- und offroad auf den Zahn gefühlt.

Draußen auf dem Land knattert immer wieder mal ein seltsames Gefährt durch Wald und Flur. Kaum aufgetaucht, ist es meist schon wieder weg und verschwindet, wo man zu Fuß kaum hinkommt. 

Diese kleinen und wendigen Vierradler stammen aus Nordamerika, wo sie als All Terrain Vehicle (ATV) bezeichnet werden, als Fahrzeuge, die überall durchkommen. Hierzulande haben sie noch Seltenheitswert. Weil wir wissen wollten, wie sie sich fahren, was man mit ihnen anstellen kann und für welchen Zweck sie sind, haben wir drei ganz unterschiedliche Modelle gefahren.

Für Spaß und Arbeit: Kymco UXV 450i Turf

Warum soll die Arbeit keinen Spaß machen? Wer in unwegsamem Gelände zu tun hat und dazu die notwendige Ausrüstung samt Werkzeug mitschleppen muss, ist dankbar für ein allradgetriebenes Fahrzeug, das Mensch und Material problemlos transportiert. 

Der Mini-Pickup UXV 450i ist so ein kleines Arbeitswiesel, das ordentlich

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Quad Kymco UTV 450i 4x4 Turf.

schleppen kann (Zuladung: 400 Kilo). Dank zuschaltbarem Allradantrieb und kompakter Abmessungen (2,68 m lang, 1,85 m breit) kommt es fast überall hin – und bereits die Anfahrt macht Laune. Der Einzylinder mit 443 ccm Hubraum leistet 31 PS (LOF-Version). Damit kommt das 551 Kilo schwere UXV auch in unwegsamem Gelände zurecht. Gesteuert wird mit Lenkrad, dank Gaspedal und Bremse stellt sich der Autofahrer schnell aufs kleine Vehikel um, und dank der Sicherheitsgurte ist ein Helm nicht verpflichtend. Und nicht einmal auf Dosenhalter muss man im ansonsten sehr zweckmäßigen Cockpit verzichten. Ein bisschen Spaß darf schließlich sein.

Infos : Einzylinder-Viertaktmotor, 443 ccm Hubraum, 31 PS/23 kW, stufenlose Variomatik, zuschaltbarer Allradantrieb, je zwei Scheibenbremsen vorn und hinten, E-Starter, Vmax 74 km/h, Gewicht (fahrbereit) 551 kg, Tankinhalt 32 l, Kardanantrieb, Preis 10999 Euro.

Aller Anfang ist leicht: Kymco MXU 450i LOF

Ein Grund findet sich schnell, um eine Runde auf dem Quad zu drehen: Im Wald könnte ein Baum umgefallen sein, vielleicht sind ein paar Kühe ausgebüxt oder ein verirrter Wanderer braucht Hilfe. Oder man will einfach ein bisschen Spaß haben. 

Auch wer noch wenig Erfahrung mit den kleinen vierrädrigen

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Quad Kymco MXU 450i 4x4 LOF.

Geländegängern hat, wird sich mit dem MXU 450i schnell zurechtfinden. Der Einzylinder mit 30 PS bringt das 320 Kilogramm schwere Gefährt auf Trab, maximal wird es bis zu 87 km/h schnell. Aber Etappen auf asphaltiertem Geläuf gehören eher zu den notwendigen Angelegenheiten – der Spaß steigt, je weniger befestigt der Untergrund ist. Der zuschaltbare Allrad lässt einen auch vermeintlich unfahrbare Passagen souverän bewältigen. Dass Kymco mit diesem Quad nicht nur der Spaßfraktion das adäquate Gefährt bietet, zeigt die Ausstattung: Gepäckträger vorn und hinten, Handbremse sowie eine elektrische Seilwinde, die vom Lenker aus betätigt wird, unterstreichen den Nutzfahrzeuganspruch. Wer sich bis zum 31. Juli 2016 zum Kauf entscheidet, erhält einen Preisvorteil von 400 Euro und zahlt 6999 Euro.

Infos : Einzylinder-Viertaktmotor, 443 ccm Hubraum, 30 PS/22 kW, stufenlose Variomatik, zuschaltbarer Allradantrieb, je zwei Scheibenbremsen vorn und hinten, E-Starter, Vmax 87 km/h, Gewicht (fahrbereit) 320 kg, Tankinhalt 15 l, Kardanantrieb, Preis (ab 1. August 2016) 7399 Euro.

Power: Kymco MXU 700 EXi EPS LOF 

Ein Anfänger sollte besser die Finger von diesem Quad lassen. Da steckt nämlich jede Menge Power unter der Haube: 48 PS leistet der

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Quad Kymco MXU 700i LOF

Einzylinder mit 695 ccm Hubraum. Wenn man beherzt am Gaszug zieht, steigen beim Beschleunigen die Vorderräder des 383 Kilogramm MXU 700 himmelwärts. Bis zu 96 km/h schnell rennt das ATV auf Asphalt. Dass die elektronische Servolenkung geschwindigkeitsabhängig reagiert, vermittelt dem Fahrer ein besseres Gefühl beim Lenken und macht das Handling leichter. Seinen wahren Charakter zeigt das 700 EXi dann aber im Gelände, wo es sich auch durch schwierigste Passagen wühlt und auch scheinbar unüberwindliche Hindernisse bewältigt. Der Mut und das Können des Fahrers enden lange vor den Möglichkeiten des vierrädrigen Untersatzes. Das Topmodell der Quad-Baureihe ist mit LCD-Cockpit, Handbremse, Gepäckträgern vorn und hinten sowie mit einer elektrischen Seilwinde ausgestattet, die vom Cockpit aus gesteuert wird.

Infos : Einzylinder-Viertaktmotor, 695 ccm Hubraum, 48 PS/35 kW, stufenlose Variomatik, zuschaltbarer Allradantrieb, zwei Scheibenbremsen vorn, eine Scheibenbremse hinten, E-Starter, Vmax 96 km/h, Gewicht (fahrbereit) 383 kg, Tankinhalt 16,5 l, Kardanantrieb, Preis 10399 Euro.

Volker Pfau

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