Knöllchen-Sammler aufgepasst

So viele Strafzettel dürfen Sie haben, bis der Lappen weg ist

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Schon wieder ein Knöllchen? Ordnungsämter haben mit Falschparkern kein Erbarmen.

Vor allem, wenn das Bußgeld voraussichtlich geringer ausfällt als die Kosten für das Parkticket, haben viele eine vermeintlich geniale Idee: Ein Knöllchen riskieren. Doch das kann fatal enden.

Parkgebühren zahlen oder auf das Glück hoffen, dass die Politesse nicht am Auto vorbeikommt: Viele stehen regelmäßig vor dieser heiklen Frage. Die Adrenalin-Junkies unter uns entscheiden sich für die letztere Variante - ein wenig Abenteuer im sonst eher routinierten Alltag, was soll das schon für Konsequenzen haben, außer einer ansehnlichen Knöllchen-Sammlung auf dem Küchentisch?

Immer wieder falsch geparkt - wann der Führerscheinentzug droht

Zwar bekommt man noch keinen Punkt in Flensburg, wenn man einen Strafzettel wegen Falschparkens kassiert hat. Doch es gibt Ausnahmen: Bei versperrten Rettungswegen und Feuerwehrzufahrten verstehen Verkehrspolizisten keinen Spaß. Auch wer Einsatzfahrzeuge blockiert, muss mit einer Geldstrafe von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Sind acht Punkte in Flensburg erreicht, wird die Fahrerlaubnis entzogen. Mit "Punkten in Flensburg" ist das deutsche Punktesystem gemeint, das als Regelwerk im Fahrerlaubnisrecht Verstöße im Straßenverkehr regelt.

Doch auch, wenn Sie kein Punkte-Sammler sind, kann Ihnen unter besonderen Umständen der Führerschein abgenommen werden. Nämlich dann, wenn Sie über einen längeren Zeitraum immer wieder falsch parken. Wer Strafzettel nur so sammelt, kann zur Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung (MPU) vorgeladen werden, wie die Bild warnt. Wer diese Untersuchung - auch als Idioten-Test bekannt - ablehnt oder durchfällt, dem kann auch der Führerschein entzogen werden.

Video: Geteert und gefedert - Falschparker wird bestraft

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Fahrzeughalter wird belangt - egal, wer falsch geparkt hat

Sie waren gar nicht schuld? Ihr Sohn oder Ihre Frau parken nämlich regelmäßig falsch? Vor dem Gesetz ist das egal, es haftet immer der eingetragene Fahrzeughalter. So führt die Bild einen Falschparker auf, der innerhalb von nur zwei Jahren 83 Strafzettel gesammelt hat. Weil er einer verordneten MPU nicht nachkam, wurde ihm seine Fahrerlaubnis entzogen. Sein Argument, dass auch seine Frau häufiger falsch geparkt hatte, wurde vor Gericht abgelehnt.

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Unfassbare 373 Strafpunkte hat ein 37-Jähriger in Flensburg angesammelt. Dem Mann droht eine Haftstrafe, nachdem er auf frischer Tat ertappt wurde.

jg

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