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Baden-Württemberg: Schon wieder! Affen-Rudel aus Zoo ausgebrochen – zum dritten Mal

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Von: Katja Becher

Affen-Ausbruch in Baden-Württemberg: Zum dritten Mal innerhalb von zwei Wochen konnte sich ein Primaten-Rudel aus seinem Zoo-Gehege in Löffingen befreien.

Update vom 24. April: Aus einem Zoo in Baden-Württemberg sind zum dritten Mal innerhalb von zwei Wochen Affen ausgebrochen. Zehn Berberaffen konnten sich am Samstagmorgen aus ihrem Gehege in Südbaden befreien und trieben sich in einem Wald herum, wie die Polizei mitteilte. Die Pfleger des Tierparks in Löffingen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) versuchten, die Affen in ihr Gehege zurückzubringen. Wie den Tieren der Ausbruch gelang, war noch unklar.

Zuletzt waren am Donnerstag vier Affen aus dem Tierpark entwischt. Sie trieben sich an einer nahe gelegenen Bundesstraße herum. Bis zum Nachmittag hatten Pfleger drei der vier Affen eingefangen. Ob auch das vierte Tier eingefangen wurde, konnte die Polizei am Samstag nicht sagen. Die Primaten gelten den Angaben zufolge als ungefährlich, scheu und ängstlich. Die Polizei hatte darum gebeten, die Berberaffen weder anzusprechen noch zu füttern. Auch sollten Passanten nicht versuchen, die Tiere einzufangen. In einem solchen Fall könnten die Affen weniger freundlich reagieren.

Baden-Württemberg: 25 Affen aus Zoo in Löffingen ausgebrochen

Erstmeldung vom 9. April: Ein Zoo bei Freiburg (Baden-Württemberg)* im Ausnahmezustand: Vermutlich aufgrund von Bauarbeiten schafften es am Donnerstag rund 25 Affen aus ihrem Gehege auszubrechen. Obwohl Mitarbeiter des Zoos in Löffingen sofort versuchen, die Tiere wieder einzufangen, blieben etliche Affen noch bis zum Nachmittag auf der Flucht. Sie wurden laut Polizei offenbar dabei gesichtet, wie sie sich das Rudel auf den Weg in die rund 3 Kilometer entfernte Gemeinde Dittishausen machten.

Affen brechen aus Zoo in Baden-Württemberg: Polizei warnt Bevölkerung vor zwei Dingen

Wie HEIDELBERG24* berichtet, handelt es sich bei den ausgebrochenen Affen um Berberaffen, eine Makakenart, die vor allem dafür bekannt ist, dass sie außer dem Menschen die einzige freilebende Primatenart in Europa ist. Die Tiere, die aus ihrem Gehege entkommen konnten, sind bei den Besuchern des „Freizeitpark Tatzmania“ in Löffingen besonders beliebt.

Zwei Berberaffen kuscheln mit einem Jährling (Symbolfoto)
Zwei Berberaffen kuscheln mit einem Jährling (Symbolfoto) © Felix Kästle/dpa

Die Affen gelten nach Angaben der Polizei zwar als ungefährlich und eher scheu – jedoch warnten die Ermittler im Rahmen ihrer tierischen Fahndung dennoch vor zwei Dingen, die man auf keinen Fall tun sollte, wenn man den Affen begegnet: Die Tiere seien in einem „beeindruckenden Rudel“ unterwegs, so die Polizei. „Es wird darum gebeten, die Tiere weder anzusprechen noch zu füttern oder versuchen einzufangen.“ Denn dann könnten sie Affen weniger freundlich reagieren.

Zoo in Baden-Württemberg: Polizei nach Affen-Ausbruch – „Offenbar hatten die Tiere...“

Am Ende ging glücklicherweise alles gut – und auch Affen-Angriffe auf die Bevölkerung hat die Polizei in Löffingen nicht zu verzeichnen. Stunden nach dem kuriosen Ausbruch fanden die Beamten rund zwei Dutzend Affen und brachten sie wohlbehalten in ihr Zuhause im Zoo zurück. „Offenbar hatten die Tiere im näheren Umkreis des Tierparks, nahe eines Waldrandes das gute Wetter genutzt und dort den Nachmittag verbracht“, heißt es dazu in einer Mitteilung vom Freitag. Dass Berberafffen gerne mal auf Erkundungstour gehen, liege in ihrer Natur, zietiert suedkurier.de den Leiter des Freizeitparks. Deshalb werde das bisher durch einen Maschendrahtzaun gesicherte Gehege der Affen derzeit mit hohen Betonwänden ausgestattet, die die Affen an einem erneuten Ausbruch hindern sollen. (kab)

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