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Stuttgart: Trauer im Zoo Wilhelma – Affen-Mama stirbt bei Geburt

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Von: Fabienne Schimbeno

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Gute und traurige Nachrichten aus der Stuttgarter Wilhelma: Zwei Menschenaffen sind auf die Welt gekommen – doch bei einer weiteren Geburt starben ein Ungeborenes und seine Mama.

Stuttgart - In der Wilhelma liegen Freud und Leid in den vergangenen Wochen ganz nah beieinander: Zwei Bonobos haben im Zoo das Licht der Welt erblickt. Eine Affen-Mama und ihr Ungeborenes sind jedoch bei Komplikationen während der Geburt gestorben. Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin äußert sich zu dem traurigen Verlust – HEIDELBERG24* berichtet:

ZooWilhelma
StandortStuttgart, Baden-Württemberg
Eröffnung1846
Tiere11.500
ÖffnungszeitenTäglich von 8:15 bis 18:30 Uhr (März)

Stuttgart: Tote Affen-Mama in der Wilhelma – letzte Hilfe kam zu spät

Wie die Wilhelma in Stuttgart* am Freitag (11. März) mitteilte, habe sich die Nabelschnur so um den Fötus gewickelt, dass Affen-Mutter Fimi ihn nicht gebären konnte. Da Wildtiere in der Regel aber so lange wie möglich versuchen, gesundheitliche Probleme zu verbergen, sei der tiermedizinische Eingriff zu spät gekommen.

Die Weibchen Banbo und Bikita hingegen haben gesunde Junge auf die Welt gebracht. „Die Freude ist riesengroß, dass wir gleich mehrfach gesunden Nachwuchs haben“, sagte Zoo-Direktor Thomas Kölpin. Bei einem dritten Weibchen können zudem jederzeit die Wehen einsetzen.

Stuttgart: Wilhelma-Direktor Kölpin bestürzt – „es ist ein Jammer“

Mit der Namensgebung der beiden jungen Äffchen warte man noch. Dadurch, dass die Jungtiere noch dicht am Körper ihrer Mütter geklammert sind, ist das Geschlecht der beiden noch nicht erkennbar*, wie auch BW24 berichtet.

„Bei aller Begeisterung betrübt uns der Verlust der beiden anderen Tiere“, sagte Thomas Kölpin. Die Gefahr einer missglückten Geburt bestehe zwar im Zoo wie in der Natur. „Aber es ist ein Jammer um jeden einzelnen der seltenen Menschenaffen“, so der Wilhelma-Direktor.

Vom Aussterben bedrohte Affen: So viele Bonobos leben in der Stuttgarter Wilhelma

Die Stuttgarter Wilhelma in Baden-Württemberg* betreut nach eigenen Angaben eine der größten Bonobo-Gruppen weltweit. 23 der rund 220 Tiere im Zoonetzwerk zum Erhalt der vom Aussterben bedrohten Affen seien in Stuttgart zuhause.

Stark gefährdet sei die Art in den Wäldern Zentralafrikas durch Wilderei, Krankheiten und den Verlust ihres Lebensraums. Wie auf der Homepage der Stuttgarter Wilhelma erklärt wird, stehen Bonobos und Schimpansen uns Menschen verwandtschaftlich näher als dem Gorilla oder Orang-Utan. (fas/dpa) *HEIDELBERG24 und BW24 sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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