Sendung am Mittwoch (18. November)

„Aktenzeichen XY“ (ZDF): Mann verhindert Horror-Tat in letzter Sekunde

„Aktenzeichen XY“-Moderator Rudi Cerne im ZDF-Studio
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„Aktenzeichen XY“-Moderator Rudi Cerne im ZDF-Studio

„Aktenzeichen XY“ (ZDF): In der Sendung am Mittwoch geht es um einen unglaublichen Fall, in dem ein Mann aus Baden-Württemberg ein schreckliches Verbrechen verhinderte.

  • „Aktenzeichen XY“: Am Mittwoch (18. November) läuft eine neue Folge im ZDF
  • Erstmals wird der XY-Preis live im Studio verliehen.
  • Unter den Preisträgern befindet sich auch ein Held aus Baden-Württemberg. Der Fall aus Aalen ist unfassbar:

Als Auszeichnung für mutiges und couragiertes Handeln vergibt die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY jedes Jahr den XY-Preis an besondere Helden des Alltags. Der diesjährige Preis wird aufgrund der Corona-Lage erstmals im Rahmen der ZDF-Live-Sendung am Mittwoch (18. November) vergeben. Bundesinnenminister Horst Seehofer wird die Preisträger ehren, die in der Sendung zugeschaltet werden. Zu den Helden von „Aktenzeichen XY“, deren mutiges Handeln in der ZDF-Sendung auch in ausführlichen Filmbeiträgen erzählt wird, gehört auch Alexander Kernstock aus Baden-Württemberg* – dem es gelang, einen schweren Kindesmissbrauch zu verhindern. HEIDELBERG24* berichtet über den unfassbaren Fall.

„Aktenzeichen XY“ (ZDF): Horst Seehofer zeichnet Mann aus Aalen aus – er verhinderte Schreckliches

Den Fall aus Aalen (Baden-Württemberg) hat die Polizei selbst für den XY-Preis vorgeschlagen. Er ereignete sich am 6. Dezember 2019, als der 37-jährige Alexander Kernstock und sein Schwager im Büro einen Kaffee tranken. „Durchs Fenster sah ich einen Mann, der meine Frau schon einmal angepöbelt hatte. Er ging die Straße entlang, an der Hand ein kleines Mädchen mit einem Schulranzen. Das kam mir seltsam vor.“ Kernstock ging sofort nach draußen und beobachtete, wie der Mann mit der Sechsjährigen zu seiner Unterkunft in einem Container lief.

„Das Mädchen hat sich beim Gehen kurz umgedreht - das hat mich darin bestärkt, dass es nicht zu dem Mann gehört“, erzählt Alexander Kernstock dem ZDF. „Ich habe kurz meine Frau angerufen und sie hat uns bestätigt, dass in den Containern eigentlich keine Familien mit Kindern untergebracht sind. Mein Schwager und ich haben beschlossen, die Polizei anzurufen.“

„Aktenzeichen XY“ (ZDF): Versuchter Kindesmissbrauch in Aalen – Mann wird für beherztes Eingreifen geehrt

Als kurze Zeit später eine Polizeistreife am Tatort in Baden-Württemberg eintraf, entdeckten die Beamten im Zimmer des verdächtigen Mannes das völlig verängstigte Mädchen. Über ihr stand der bereits entkleidete 65-Jährige. „Ein schwerer sexueller Missbrauch konnte offensichtlich in aller- letzter Sekunde verhindert werden“, so die Polizei Aalen. Offenbar hatte der Mann die Erstklässlerin bereits am Tag zuvor auf dem Schulweg angesprochen und ihr versprochen, ihr am nächsten Tag Tiere zu zeigen. Als das Mädchen am Tag der Tat nicht nach Hause kam, suchten die Eltern panisch den ganzen Ort ab. Alexander Kernstock ist es zu verdanken, dass sie ihre kleine Tochter schnell wieder in die Arme schließen konnten.

Zuletzt beschäftigte sich „Aktenzeichen XY“ auch mit einem brutalen Mordfall in Hessen*, der die Ermittler seit 21 Jahren vor ein großes Rätsel stellt. Und auch im Fall des 18-Jährigen Julian, der durch einen Raser auf der A8 in Rheinland-Pfalz getötet wurde*, hofften die Ermittler auf die Hilfe der TV-Zuschauer.

„Aktenzeichen XY“ (ZDF): XY-Preis wird verliehen – das sind die mutigen Preisträger

Neben Alexander Kernstock aus Aalen werden auch noch zwei weitere Helden bei „Aktenzeichen XY“ mit dem XY-Preis ausgezeichnet. Thomas Schmitt aus der Nähe von Bamberg half einer jungen Frau in höchster Not und ermöglichte so die Festnahme eines brutalen Serien-Vergewaltigers. Lucy Höppner und seine Mutter Finja Klenz aus Groß Kummerfeld retteten einer Frau das Leben, als ihr ehemaliger Lebensgefährte auf sie einstach.

Die Auszeichnung, die 2002 vom ZDF und Securitel, der Produktionsfirma von „Aktenzeichen XY“, ins Leben gerufen wurde, wird in diesem Jahr bereits zum 19. Mal vergeben. Die Gewinner des mit jeweils 10.000 Euro dotierten Preises wurden aus rund 200 Vorschlägen von Zuschauern, Angehörigen, Opfern oder Polizeidienststellen ausgewählt. „Alle Preisträger zeichnet eines aus; ihnen war das Schicksal anderer Menschen nicht gleichgültig. [...] Sie haben Verantwortung übernommen. Und von dieser Verantwortung lebt unsere ganze Gemeinschaft.“, so Schirmherr und Innenminister Horst Seehofer.

„Aktenzeichen XY“ (ZDF): Die Fälle der Sendung vom 18. November

Neben der Vergabe des XY-Preis werden die Zuschauer von „Aktenzeichen XY“ auch in der Sendung vom Mittwoch wie gewohnt um die Mithilfe bei ungelösten Fällen gebeten. Das sind die Fälle aus der ZDF-Sendung vom 18. November:

  • Kripo Pinneberg: Als ein 72-jähriger Rentner am 31. Mai 2017 die Tür öffnet, stehen zwei Männer davor, sagen sie seien von der Polizei, hätten einen Haftbefehl und drängen sich ins Haus. Wer kennt die skrupellosen Räuber und Trickbetrüger?
  • Kripo Schleiden: Seine Frau ist an Demenz erkrankt. Er fürchtet hohe Kosten und versucht, wertvolle Teppiche zu verkaufen. Ohne Erfolg. Zwei Jahre später ist seine Frau im Pflegeheim. Es meldet sich ein Mann, der die Kunden des Tep- pichhändlers betreuen soll, bei dem sie in der Türkei Teppiche als Kapitalanlage gekauft hatten. Wer brachte den alten Mann um ein Vermögen?
  • Kripo Krefeld: Drei Täter bohren sich in den Tresorraum des Hauptzollamts Emmerich. und erbeuten 6,5 Millionen Euro. Ein Mann fällt in der Nähe auf, wird fotografiert und nun öffentlich gesucht. Die Zollverwaltung hat für Hinweise eine Belohnung von 100.000 Euro ausgelobt. Wer kennt den Mann auf dem Foto?
  • Dresden: Gegen 5 Uhr früh brechen mehrere Unbekannte das Gitter eines Fensters im Dresdner Residenzschloss auf. Im Innern des historischen Grünen Gewölbes schlagen sie Vitrinen ein und erbeuten Schmuckstücke von unschätzbarem Wert. Anschließend flüchten sie mit einem Auto vom Tatort. Nach fast einem Jahr Ermittlungen scheint die Polizei zu wissen, wer hinter dem Einbruch stecken könnte. In den frühen Morgenstunden des 17. November 2020 rücken insgesamt 1.638 Beamte in Berlin an. Sie nehmen drei Männer fest und durchsuchen zahlreiche Wohnungen, Garagen und Fahrzeuge.  Die drei Festgenommenen sollen dem Remmo-Clan in Berlin angehören und gelten als dringend tatverdächtig. Aber eine Frage beschäftigt die Ermittler: Wer weiß, wo sich die Verdächtigen Abdul Majed und Mohamed Remmo aufhalten?

Die neue Folge von „Aktenzeichen XY“ läuft am Mittwoch, um 20:15 Uhr, live im ZDF. Die Fahndungssendung mit Moderator Rudi Cerne unterstützt seit 1967 die Verbrechensbekämpfung. Die Zuschauer können dabei helfen, ungelöste Kriminalfälle aufzuklären. Daneben drehen sich Spezialsendungen um gelöste Fälle und Betrugsdelikte. (kab) *HEIDELBERG24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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