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Corona in BW: Alarmstufe kommt „in jedem Fall“ – Wann wir damit rechnen müssen

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Von: Marten Kopf

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Baden-Württemberg - Seit dem 3. November gilt die Corona-Warnstufe – aber die Inzidenz steigt weiter rapide. Setzt sich der Trend fort, könnte noch in diesem Monat Alarm ausgerufen werden.

Update vom 7. November: Das baden-württembergische Sozial- und Gesundheitsministerium rechnet schon in Kürze mit der Ausrufung der Corona-Alarmstufe, die drastische Einschränkungen für viele ungeimpfte Menschen im Land nach sich ziehen würde. Mit Blick auf aktuelle Prognosen und Modellrechnungen der Universität Freiburg gehe man davon aus, dass möglicherweise schon Ende der Woche, „in jedem Fall“ aber Mitte November die Alarmstufe ausgerufen werden könnte, teilt eine Ministeriumssprecherin am Sonntag in Stuttgart auf Anfrage der Deutschen Presseagentur mit.

Landesgesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) sagt, auch in Baden-Württemberg rolle die vierte Welle „mit voller Wucht“, die Intensivstationen in den Krankenhäusern füllten sich rasant - „in aller erster Linie mit ungeimpften Patientinnen und Patienten, aber auch immer mehr Menschen über 60 Jahren mit Impfdurchbrüchen kommen ins Krankenhaus“. Man sei „hochgradig alarmiert“. Lucha erneuert seine Forderung nach einer Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen, allen voran im Pflegebereich. „Ich werde nicht müde werden, mich weiterhin bundesweit dafür stark zu machen.“

Corona in BW: Kommt die Alarmstufe? DIESE Extrem-Regeln drohen

Erstmeldung vom 6. November: Am vergangenen Freitag, den 29. Oktober, war es erstmals so weit: Die Zahl der mit Corona-Patienten belegten Intensivbetten in Baden-Württemberg* überstieg die Schwelle von 250. Über das Halloween-Wochenende und Allerheiligen kletterte die Zahl kontinuierlich weiter nach oben und lag am Dienstag, den 2. November, schon bei 284. Freitag und Dienstag, zwei aufeinanderfolgende Werktage mit einer Hospitalisierungsinzidenz jenseits der 250 – damit war klar, am darauffolgenden Mittwoch tritt automatisch die zweite Stufe des insgesamt dreistufigen Modells zur Eindämmung der Corona-Pandemie* in Kraft. Wir sind mitten in der sogenannten „Warnstufe“ angekommen, die eigentlich längst überwunden geglaubte Einschränkungen mit sich bringt*.

BundeslandBaden-Württemberg
LandeshauptstadtStuttgart
Einwohnerzahl11,103.043 (Stand: 31. Dezember 2020)
Fläche35.751,46 km²
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann (Grüne)

Aber dabei wird es womöglich nicht bleiben: Seitdem nämlich steigt die Inzidenz weiter, wie HEIDELBERG24* berichtet. Für Donnerstag, den 4. November meldet das Landesgesundheitsamt schon einen Wert von 308. Entwickelt sich das Geschehen in diesem Tempo weiter, steigt die Inzidenz also täglich um 10 bis 15 Punkte, könnte sie sehr bald schon auch die nächste Schwelle überwinden. Die von 390 nämlich. Erstmals womöglich schon am Wochenende des 13./14. Novembers. Hält sie sich dann wiederum für mindestens zwei Werktage auf diesem Niveau, wird das Land die Alarmstufe ausrufen. Und dann wird‘s wirklich ungemütlich.

3-Stufen-Modell: Diese Regeln gelten in der Alarmstufe

Stufe drei – die „Alarmstufe“ – gilt also, sobald an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen 390 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt werden oder die Hospitalisierungsinzidenz für fünf Werktage am Stück bei 12 oder darüber liegt. Dann haben Ungeimpfte gar keinen Zutritt mehr zu Restaurants, Kultur- und Sportveranstaltungen. Und auch in der höchsten Stufe der Verordnung gibt es natürlich Kontaktbeschränkungen. Ein Haushalt darf sich nurmehr mit einer weiteren Person treffen! Die wichtigsten Regelungen im Überblick:

Weiterhin keinerlei Einschränkungen unterliegen übrigens selbst in der Alarmstufe religiöse Veranstaltung. Und auch öffentliche Verkehrsmittel dürfen weiterhin von jedermann genutzt werden. Nicht zu vergessen, man kann es sich denken, gilt in allen genannten Bereichen selbstverständlich die obligatorische Maskenpflicht. (mko) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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