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Corona in Baden-Württemberg: Zu hohe Inzidenz – diese fünf Kreise ziehen die Notbremse

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Baden-Württemberg - Auch im drittgrößten deutschen Bundesland steigen die Zahl der Neuinfektionen sowie die 7-Tage-Inzidenz besorgniserregend. Die aktuelle Lage:

Update vom 15. März: In mindestens fünf Stadt- und Landkreisen im Südwesten sind aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen wieder strengere Regeln verkündet oder bereits erlassen worden. Der Kreis Göppingen hat erste Lockerungen bereits wieder zurückgenommen, die Kreise Rastatt, Emmendingen, der Alb-Donau-Kreis und die Stadt Mannheim haben die strengeren Regeln angekündigt. Dort sollen sie in den nächsten Tagen in Kraft treten. Im Kreis Sigmaringen sollte am Montagnachmittag eine Entscheidung darüber gefällt werden.

Bund und Länder hatten sich zuletzt auf eine sogenannte Notbremse bei steigenden Infektionszahlen geeinigt. In Kreisen mit einer
Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 an drei Tagen in Folge soll etwa der Einkauf im Einzelhandel wieder nur nach Terminabsprache möglich sein, Besuche von Museen und Galerien nur mit Terminbuchung und Individualsport im Außenbereich soll wieder auf maximal fünf Personen aus zwei Haushalten begrenzt werden.

Corona in Baden-Württemberg: Trotz Inzidenz über 100 – Freudenstadt verzichtet auf Notbremse

Im Landkreis Freudenstadt liegt die Inzidenz zwar bereits seit vier aufeinanderfolgenden Tagen über 100. Allerdings hat das Landratsamt einen Weg gefunden, zunächst auf die Notbremse zu verzichten. „Wir haben die Option genutzt und aus unseren Inzidenzen einen großen Clusterfall herausgerechnet“, so eine Sprecherin am Montag. Die höheren Infektionszahlen seien vor allem auf ein Ausbruchsgeschehen in einem Kindergarten in Horb am Neckar zurückzuführen. Fast jede zweite in den letzten sieben Tagen registrierte Neuinfektion sei dadurch entstanden. Am Sonntag (14. März, Stand 16 Uhr) hatte das Landesgesundheitsamt die Inzidenz für den Landkreis mit 116,7 angegeben.

Landesweit wiesen am Sonntag elf Stadt- und Landkreise mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche auf. Neben den Kreisen, die bereits Maßnahmen verkündet haben, auch die Kreise Esslingen, der Hohenlohekreis und die Stadt Karlsruhe. Dort wurde die Schwelle von 100 allerdings noch nicht an drei Tagen in Folge überschritten. Im Kreis Schwäbisch Hall mit der landesweit höchsten Inzidenz von zuletzt mehr als 200 stellte sich die Frage nach der Rücknahme von Lockerungen aufgrund des starken Infektionsgeschehens bislang nicht.

Baden-Württemberg: Inzidenz steigt deutlich – Bundesland stürzt im Corona-Ranking ab

Update vom 14. März: Während Millionen Baden-Württemberger am heutigen Sonntag in die Wahllokale pilgern, hat sich die Lage in der Corona-Pandemie weiter verschärft: Seit Beginn der Pandemie haben sich insgesamt 331.829 Menschen mit Covid-19 angesteckt – dies sind 1.576 mehr als noch am Vortag. Die wichtige 7-Tage-Inzidenz steigt deutlich um 4,2 auf aktuell 73,7. Die 7-Tage-Fallzahl beträgt 8.176. An oder mit Corona Verstorbene sind jetzt 8.415 zu beklagen – ein Plus um acht Todesfälle. Nachdem Baden-Württemberg noch vor wenigen Tagen im inoffiziellen Corona-Ranking stets in den Top-3 vertreten gewesen ist, findet man sich jetzt auf dem 8. Platz genau im Mittelfeld wieder (siehe Video).

Corona Baden-Württemberg: Zahlen-Explosion – diese Stadt liegt fast bei Inzidenz 500

Update vom 11. März: Nirgendwo in Baden-Württemberg ist die Inzidenz derzeit so hoch wie in Crailsheim – die 33.000-Einwohner-Stadt, die zum Landkreis Schwäbisch Hall gehört (hier liegt die Inzidenz bei knapp 193), kommt in den vergangenen sieben Tagen auf 472 neu gemeldete Fälle pro 100.000 Einwohner. In weniger als einer Woche hat sich der Wert mehr als verdoppelt. Grund für die Zahlen-Explosion in Crailsheim sind gleich mehrere Ausbrüche in der Stadt – darunter in einer Flüchtlings- und Obdachlosenunterkunft, in zwei Kindergärten und in gleich mehreren Betrieben.

Nur wenn jeder seinen Beitrag leistet, Kontakte reduziert, Hygieneregeln beachtet und nach wie vor Abstand hält, können wir den Wert wieder in den Griff bekommen“, schreibt Crailsheims Oberbürgermeister Christoph Grimmerer auf Facebook. Als Konsequenz wird die Stadt die Grundschulen und die Klassen 5 und 6 nicht wie landesweit geplant am 15. März, sondern erst frühestens nach den Osterferien ab dem 12. April öffnen.

Corona Baden-Württemberg: Wegen Shoppingtourismus – Tübingen führt als erste Stadt „Corona-Visum“ ein

Update vom 10. März: Aktuell liegt die 7-Tage-Inzidenz in Tübingen laut Robert Koch-Institut bei einem Wert von 28,0 – und damit so niedrig wie in keinem anderen Stadt- oder Landkreis in Baden-Württemberg. Dementsprechend durften gemäß der aktuellsten Corona-Lockerungen auch am Montag (8. März) wieder die Geschäfte und der Einzelhandel unter Auflagen öffnen. „Diesen Erfolg wollen wir nicht leichtfertig aufgeben“, so Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (48, Grüne) auf seiner Facebook-Seite. Und um eben jenen Erfolg zu wahren, kündigte die Stadt nun einen drastischen, aber wohl effektiven Schritt an, denn wer künftig aus einem anderen Landkreis mit einer höheren 7-Tage-Inzidenz zum Einkaufen nach Tübingen fährt, muss einen negativen Schnelltest parat haben.

BundeslandBaden-Württemberg
Einwohner11,09 Millionen
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann (Grüne)
HauptstadtStuttgart

Seit Dienstag (9. März) gilt daher eine Schnelltest-Pflicht für alle auswärtigen Besucher aus Kreisen mit einer Inzidenz über 50 – nur so kann das „Corona-Visum“ erworben werden. Das wird im Übrigen nicht nur beim Einkaufen und Shoppen, sondern auch beim Besuch öffentlicher Einrichtungen vorgeschrieben. Laut einer Sprecherin der Stadt mache man sich bei einem Verstoß gegen die Vorschrift strafbar.

Wenn in anderen Kreisen der Handel zu bleibt, weil die Zahlen zu hoch sind, finde ich es nur recht und billig, einen kostenlosen Test vor dem Einkauf direkt in der Stadt zu verlangen“, so Tübingens Oberbürgermeister Palmer abschließend.

Corona in Baden-Württemberg: Eisenmann über Masken-Affäre ‒ „Gott sei Dank ...“

Update vom 9. März: Wenige Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg* kommentiert Kultusministerin und CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann* die Masken-Affäre der Unions-Politiker Nikolas Löbel und Georg Nüßlein. Die Affäre um fragwürdige Geschäfte mit Corona-Schutzmasken werfe ein schlechtes Licht auf die Politik und die parlamentarische Demokratie, so Eisenmann. Im ZDF-Morgenmagazin am Dienstag (9. März) nannte Eisenmann das Verhalten von Löbel und Nüßlein indiskutabel und unverständlich. Beide sollen für die Vermittlungen von Masken-Lieferungen sechsstellige Summen eingestrichen haben. Zwar handele es sich um Einzelfälle. „Aber jeder Einzelfall ist einer zuviel“, so die Kultusministerin.

Der Mannheimer CDU-Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel war am Montag (8. März) aus der Partei ausgetreten und hatte sein Mandat niedergelegt*. Eisenmann nahm den Rücktritt erleichtert zur Kenntnis: Es sei „Gott sei Dank so, dass er die Konsequenzen gezogen hat. Er ist aus der Partei ausgetreten, er legt das Mandat nieder.“ Löbels Firma für die Vermittlung von Kaufverträgen über Corona-Schutzmasken zwischen einem baden-württembergischen Lieferanten und zwei Privatunternehmen in Heidelberg und Mannheim eine Provisionen von rund 250.000 Euro erhalten haben. Nach heftiger Kritik gab Löbel seinen Rücktritt bekannt. Auch der Abgeordnete Georg Nüßlein stolperte über die Masken-Affäre. Er trat inzwischen aus der CSU aus. Eisenmann erwartet, dass die Einnahmen aus der persönlichen Bereicherung an eine gemeinnützige Organisation gespendet werden.

Corona Baden-Württemberg: Lockdown-Lockerungen – das sind die neuen Regeln und Öffnungen

Update vom 8. März: Die Corona-Regeln im Südwesten sind von heute an nicht mehr ganz so streng wie bisher: Einschränkungen fallen unter anderem für Treffen mit Freunden und den Einzelhandel weg. Das ändert sich ab 8. März in Baden-Württemberg:

Die Corona-Einschränkungen in Baden-Württemberg werden am Montag (8. März) teils gelockert*. So dürfen sich in Kreisen mit einer Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner künftig wieder bis zu fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen, wie aus der am Wochenende veröffentlichten aktualisierten Corona-Verordnung des Landes hervorgeht. Kinder bis 14 Jahre zählen dabei nicht dazu. Paare, die nicht zusammenleben, zählen als ein Haushalt.

Auch der Handel im Südwesten soll unter Hygieneauflagen von mehreren Lockerungen profitieren. So dürfen etwa Baumärkte, die bisher nur ihren Gartenabteilungen öffnen durften, wieder ihr gesamtes Sortiment verkaufen, zudem machen Buchläden auf.

Viele andere Einzelhändler, die bisher ihre Geschäfte nicht öffnen durften, können ihren Kunden bei regionalen Inzidenzen unter der 100er-Marke nun zumindest wieder Einkäufe nach Terminvereinbarungen (Click & Meet) anbieten. Auch Museen, Galerien, Gedenkstätten sowie zoologische und botanische Gärten dürfen unter Auflagen wieder öffnen, ebenso Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo- und Piercingstudios sowie Bibliotheken und Büchereien.

Weitere Öffnungen und Lockerungen sind möglich und an das Infektionsgeschehen des jeweiligen Stadt- oder Landkreises gebunden. Kreise, die schon jetzt seit fünf oder mehr Tagen unterhalb einer Inzidenz von 50 liegen, können sogar schon Anfang der Woche den gesamten Einzelhandel öffnen. Wenn das jeweilige Gesundheitsamt den Inzidenzfall ausrufe, seien Öffnungen „ab morgen“ möglich, teilte das zuständige Landessozialministerium am Sonntag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Corona in Baden-Württemberg: Zu wenige Dosen – Krankenhäuser kriegen keinen Impfstoff mehr

Update vom 7. März: Weil der Corona-Impfstoff aktuell zu knapp ist, liefert das Land Baden-Württemberg vorerst keine Dosen mehr an Krankenhäuser. Man habe entschieden, „zum jetzigen Zeitpunkt keinen weiteren Impfstoff mehr exklusiv an die Krankenhäuser zu geben“, teilt das Landesgesundheitsministerium am Samstag (6. März) mit. Die Dosen sind in den Kliniken direkt an das Personal verabreicht worden. Klinik-Mitarbeiter, die noch keine Erstimpfung erhalten haben, müssen sich nun in Impfzentren um Termine bemühen.

Hans-Georg Kräusslich, Chefvirologe des Universitätsklinikums Heidelberg, kritisiert das Vorgehen der Landesregierung. Man sei darüber nicht glücklich und könne es nicht nachvollziehen. „Wir würden zum Beispiel auch gerne die Studierenden im
klinischen Semester impfen, ebenso weitere Mitarbeiter. Jetzt müssen sich wieder alle im Impfzentrum anmelden, wo die Belastung ohnehin schon hoch ist“, sagt der Mediziner gegenüber der RNZ. Das Landesgesundheitsministerium erklärt unterdessen, dass das Krankenhaus-Personal mit der höchsten Priorität bereits „vollständig geimpft“ sei.

Corona Baden-Württemberg: Land erhält zusätzlichen Impfstoff – fast 1 Million Dosen verteilt

Update vom 6. März: Zwei gute Nachrichten aus Baden-Württemberg. Das Bundesland wird noch im März rund 52.000 weitere Impfdosen von BioNTech/Pfizer erhalten. „Ich freue mich, dass wir mit den zusätzlichen Dosen von Biontech/Pfizer nun einem Großteil der derzeit noch rund 76.600 Menschen über 80 Jahren auf der Warteliste schneller ein Impfangebot machen können“, sagt Gesundheitsminister Lucha. Dadurch könne man die Impfsituation im zweiten Quartal „weiter entspannen“. Mit der Sonderlieferung soll noch einmal das Tempo erhöht werden, damit lange Wartezeiten gekürzt werden.

Außerdem verkündet der Minister, dass schon bald die einmillionste Impfung in Baden-Württemberg durchgeführt werde. Bis zum 4. März sind bereits 912.712 Impfungen durchgeführt worden – davon sogar schon 300.247 Zweitimpfungen. Bei einer Verteilung von etwa 31.000 Impfungen pro Tag, sollte die Millionen-Marke bald geknackt werden. Lucha betont zudem, dass auch das Vakzin von AstraZeneca gut angenommen werde.

Corona Baden-Württemberg: Bei diesem Thema zieht Kretschmann die „Notbremse“

Update vom 5. März, 11:07 Uhr: Nach dem Corona-Gipfel und vor der Umsetzung der getroffenen Beschlüsse hat Winfried Kretschmann (72, Grüne) die stärkere Lockerung des Corona-Lockdowns für Stadt- und Landkreise mit niedrigen Infektionszahlen am Freitag bei der Sondersitzung im Stuttgarter Landtag verteidigt: „Wir wollen auf die Vernunft der Menschen setzen.“ Gleichzeitig hat der Landesvater eingeräumt, dass es ein „gewisses Risiko“ sei, die Öffnung der Geschäfte an die Inzidenz-Zahlen der Kreise zu knüpfen. Er hoffe, dass es von Montag an nicht zu einem „großen Einkaufstourismus“ komme. Sollte es dazu kommen, müsse man „sehr schnell die Notbremse ziehen“.

Die Kreise seien gebeten, sich mit ihren Nachbarn abzusprechen, um Aufläufe zu verhindern. Es sei eine „Probe“, ob das
möglich ist, erklärte Winfried Kretschmann. Die grün-schwarze Koalition hatte sich am Donnerstagabend darauf verständigt, dass in Kreisen, die stabil unter 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in sieben Tagen liegen, unter anderem der Einzelhandel wieder öffnen darf. Man hatte auch darüber diskutiert, für Öffnungen die landesweite Inzidenz als Maßstab zu nehmen, um
Einkaufstourismus zu vermeiden. Doch das hätte bedeutet, dass es auf Sicht kaum eine größere Lockerung gegeben hätten. Denn die landesweite Inzidenz steigt seit etwa zwei Wochen stetig und liegt mittlerweile bei 56,3. Dagegen liegen 16 von 44 Stadt- und
Landkreisen unter 50.

Corona in Baden-Württemberg: Klassenstufen 5 und 6 dürfen wieder in die Schule

Update vom 4. März, 14:35 Uhr: Nun ist es offiziell! Baden-Württemberg geht trotz steigender Infektionszahlen den nächsten Öffnungsschritt bei den Schulen im Land. Gegenüber dem SWR bestätigt Ministerpräsident Winfried Kretschmann den 15. März als Stichtag. „Übernächste Woche werden wir weitere Öffnungsschritte bei den Grundschulen machen. Aber auch bei den Fünft- und Sechstklässlern sind weitere Öffnungsschritte eingeleitet. Das wird so ein eingeschränkter Regelbetrieb sein“, so der Grünen-Politiker.

Damit setzt sich der baden-württembergische Regierungschef gegen den Plan von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) durch. Diese hat eigentlich schon am kommenden Montag (8. März) den nächsten Öffnungsschritt gehen wollen. Doch Kretschmann zeigt sich schon zu Beginn der Debatte skeptisch, ob es so schnell gelingen kann, die Wiedereröffnung der Schulen mit genügend Schnelltests bei Schülerinnen und Schülern abzusichern.

Wie der sogenannte „eingeschränkte Regelbetrieb“ aussehen soll, wird im Statement nicht weiter erläutert. Doch bereits im vergangen Oktober wird beispielsweise für die Schulen des Odenwaldkreises auf den „eingeschränkten Regelbetrieb“ zurückgegriffen, bevor der Präsenzunterricht aufgrund steigender Fallzahlen gänzlich aufgehoben worden ist.

Damit gelten für die 5. und 6. Jahrgangsstufe folgende Regeln:

Die langersehnten Corona-Schnelltests werden in Kürze auch bei Aldi, dm und Co. für den Privatgebrauch erhältlich sein. Ein frei erhältlicher Corona-Selbsttest wird auch am Standort des Pharmariesen Roche am Standort in Mannheim produziert.

Corona in Baden-Württemberg: Termin fix – weitere Öffnung bei Schulen

Update vom 4. März, 12:36 Uhr: Baden-Württemberg plant ab dem 15. März wieder den Präsenzunterricht für fünfte und sechste Klassen. Auch der Regelbetrieb von Grundschulen soll ab dann wieder starten. Das habe Winfried Kretschmann am Donnerstag bestätigt, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Es sollen alle Schüler ins Schulgebäude kommen und dort auf mehrere Räume verteilt werden.

Nachdem schon die Grundschulen vor knapp zwei Wochen mit Wechselunterricht gestartet waren, sollen diese in den „eingeschränkten Regelbetrieb“ übergehen. In Baden-Württemberg sind außerdem die Abschlussklassen teilweise wieder im Präsenzunterricht. Wann es für die Mittelstufe wieder losgeht, soll erst später entschieden werden.

Corona in Baden-Württemberg: Öffnungsschritte für eine Rückkehr in die Normalität

Update vom 4. März, 00:18 Uhr: Rund neun Stunden dauerten die Beratungen zwischen Bund und Ländern am Mittwoch an. Jetzt hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) die Ergebnisse aus dem Corona-Gipfel vorgestellt. Merkel sprach von einem „Übergang in eine neue Phase“. Der Frühling 2021 werde ein anderer sein, als der vor einem Jahr. Das ist die Öffnungsstrategie der Bundeskanzlerin:

Hier gibt es mehr Details über die Entscheidungen aus dem Corona-Gipfel.

Die Corona-Öffnungsstrategie zeigt, welche Bereiche wann wieder öffnen können.
Die Corona-Öffnungsstrategie zeigt, welche Bereiche wann wieder öffnen können. © HEADLINE24

Corona in Baden-Württemberg: Erste Einigungen zu Lockdown und Lockerungen

Update vom 3. März, 23:35 Uhr: Die Beratungen von Bund und Ländern, die seit etwa 14:30 Uhr liefen, sind beendet. Jetzt informiert Bundeskanzlerin Angela Merkel die Öffentlichkeit über die Ergebnisse des Corona-Gipfels.

Update vom 3. März, 20:10 Uhr: Seit etwa 14:30 Uhr laufen die Beratungen von Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die Deutsche Presse-Agentur hat mittlerweile erfahren, dass der Lockdown grundsätzlich bis zum 28. März verlängert werden soll. Diskutiert wird aktuell jedoch auch über zahlreichen stufenweise Öffnungsmöglichkeiten – je nach regionalen Corona-Zahlen. Laut Medienberichten hätten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten außerdem auf Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen geeinigt. Ab kommenden Montag sollen demnach Treffen mit fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt sein.

Corona in Baden-Württemberg: Diese Lockerungen könnten schon ab Montag kommen

Update vom 3. März, 13:57 Uhr: Fällt die Familienfeier an Ostern dieses Jahr ins Wasser? Laut Medienberichten ist im geänderten Beschlusspapier, das als Diskussionsgrundlage für den Corona-Gipfel am heutigen Mittwoch dienen soll, keine Sonderregelung mehr für die Oster-Feiertage mehr enthalten. Bereits beim 1. Lockdown im Jahr 2020 waren Verwandtenbesuche zu Ostern verboten – und auch dieses Jahr könnten die strengen Kontaktbeschränkungen bestehen bleiben*.

In einer ursprünglichen Version der Beschlussvorlage, die zum Beispiel BILD.de vorlag, war von Lockerungen der Kontaktbeschränkungen über Ostern die Rede – ähnlich wie an Weihnachten 2020. Hier waren Treffen mit vier über den eigenen Haushalt hinausgehenden Personen aus dem engsten Familienkreis erlaubt, um das Fest gemeinsam verbringen zu können.

Corona-Lockerungen in Baden-Württemberg: Diese Branchen dürfen ab 8. März öffnen

Erstmeldung vom 2. März: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) scheint das zu bestätigen, was am Dienstag (2. März) bereits vor dem Corona-Gipfel am 3. März geleakt worden ist: Schnelle Öffnungen wird es nach der Bund-Länder-Konferenz nicht geben. Auf die Frage, welche Branchen nach Baumärkten, Blumenläden und Friseure rasch geöffnet werden können, sagt der Grünen-Politiker in Stuttgart: „Erstmal nix.“ Nach mehreren übereinstimmenden Medienberichten soll der Lockdown sogar bis zum 28. März verlängert werden! Das geht aus einer Vorlage der sogenannten „Vierergruppe“ hervor, welche der Kanzlerin und den Länderchefs zuarbeitet. Dennoch sind auf einigen Gebieten Lockerungen vorgesehen:

Coronavirus in Baden-Württemberg: Diese Erleichterungen sollen zum 8. März kommen

Ein vorläufiger Beschlussentwurf vor dem Corona-Gipfel sieht Öffnungsschritte ab der kommenden Woche vor. Diese sollen aber zum Teil vom jeweiligen regionalen Infektionsgeschehen abhängig gemacht werden. Nichtsdestotrotz ist die regionale Herangehensweise auch mit Schwierigkeiten verbunden; vor allem hinsichtlich der Kommunikation. Daher sagt Kretschmann laut dpa zu regional unterschiedlichen Öffnungen: „Das ist immer ein Ritt auf einem Grat“ und fügt hinzu: „Dem Problem kann ich nicht entrinnen.“ Folgende Lockerungen sollen bereits ab kommenden Montag (8. März) gelten:

Coronavirus in Baden-Württemberg: Massenhafte Schnelltest als Lösung?

In Baden-Württemberg ist die 7-Tages-Inzidenz weiterhin der entscheidende Wert bei allen Öffnungsfragen. Doch dieser Wert steigt seit Tagen immer weiter an. Zwar soll mit massenhaften Schnell- und Selbsttests demnächst Öffnungen angegangen werden, doch „das ist ein großer organisatorischer Aufwand“, mahnt Kretschmann und stellt damit klar, dass das nicht über Nacht gehe. Die Test-Infrastruktur müsse schon da sein, „damit man die Teststrategie mit der Öffnungsstrategie verbinden kann“, erklärt der Grünen-Politiker laut dpa.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Öffnung der weiterführenden Schulen unrealistisch?

Kretschmann zeigt sich aus diesem Grund auch skeptisch, dass die weiterführenden Schulen – wie von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) vorgeschlagen – schon am kommenden Montag schrittweise wieder öffnen können.

Um Schülerinnen und Schüler zweimal in der Woche testen zu können, müssen die Test-Kapazitäten an den Schulen deutlich ausgebaut werden. „Ich kann mir nur ganz schlecht vorstellen, dass das bis zum 8. März auf die Beine gestellt werden kann.“ Es sei klar, dass das Gesundheitsministerium die Tests besorgen müsse. Für die Umsetzung sei aber die Kultusministerin zuständig. „Wenn sie es hinbekommt in den jetzt verbleibenden Tagen, dann okay“, sagt Kretschmann. (esk mit dpa) *HEIDELBERG24 und bw24 sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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