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Baden-Württemberg: 12 Schlittenhunde grausam getötet – Horror-Tat eines Tierhassers?

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Von: Daniel Hagen

Schlittenhunderennen "Baltic Lights"
In Baden-Württemberg sind 12 Schlittenhunde unter mysteriösen Umständen gestorben. (Symbolfoto) © Jens Kalaene/dpa

Baden-Württemberg - Mehrere Schlittenhunde sind wohl vergiftet worden. Monate später werden ihre Kadaver ausgegraben und untersucht. Was genau ist passiert?

Die 2.000-Seelen-Gemeinde Dobel im Landkreis Calw (Baden-Württemberg*) ist im ganzen Land für ein besonderes Event bekannt. Zwischen 2007 und 2015 haben dort im Nordschwarzwald Schlittenhunderennen stattgefunden. Nach einer mehrjährigen Pause ist wurde die Tradition 2019 wiederbelebt. In diesem Jahr wird sie allerdings von einem grausamen Vorfall überschattet. Zwölf Hunde sterben – und sind wahrscheinlich vergiftet worden! Das für Dezember geplante Event wird abgesagt und die Polizei ermittelt. Die Kadaver der Tiere werden ausgegraben und in Karlsruhe untersucht. War es das Werk eines Tierhasser? Was bislang bekannt ist, verrät HEIDELBERG24*.

NameBaden-Württemberg
HauptstadtStuttgart
Bevölkerung11,07 Millionen (2019) Eurostat
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann (Die Grünen)

Baden-Württemberg: 12 Schlittenhunde tot – sind sie vergiftet worden?

Das Drama spielt sich im Juli ab. Der Verband Deutscher Schlittenhundesport Vereine (VDSV) hat am 2. September über Facebook mitgeteilt, dass mehrere Schlittenhunde gestorben sind. Demnach hat eine Schlittenhunde-Besitzerin die Tiere gemeinsam mit weiteren Hunden nach Dobel gebracht, dort vorschriftsmäßig versorgt, auf dem Gelände herumlaufen lassen und für die Nacht wie immer in Boxen untergebracht. Als die Frau am nächsten Morgen nach den Vierbeinern schauen möchte, bietet sich ihr ein entsetzlicher Anblick – 12 der insgesamt 26 Hunde sind tot! Zwei weiteren Tieren geht es so schlecht, dass sie in eine Tierklinik gebracht werden müssen.

Der Verband sagt daraufhin das für 11. und 12. Dezember geplante Rennen ab. Da die Tiere augenscheinlich vergiftet worden seien, könne die Sicherheit von Schlittenhunden im Rennort Dobel nicht gewährleistet werden. Wie der Verband in einer Mitteilung erklärt, sind die verstorbenen Hunde zwischen 10 Monaten und 13 Jahre alt gewesen. Zudem habe es kein Muster gegeben, wie die Tiere vorgefunden worden sind. So seien teilweise tote Hunde mit lebendigen in einer Box gewesen. Was genau die Tiere getötet hat, ist bislang noch unklar. Sauerstoffmangel sei jedoch unwahrscheinlich. In einer Tierklinik wird zudem eine Vergiftung vermutet.

Baden-Württemberg: Tote Hunde werden in Karlsruhe untersucht

Mittlerweile hat sich auch die Polizei eingeschaltet und ermittelt wegen des Verdachts auf Tierquälerei. Die Kadaver der 12 Hunde sind am Dienstag (7. September) auf „einem Grundstück im nördlichen Landkreis Calw“, ausgegraben worden, wie ein Sprecher der Polizei der BILD erklärt. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt in Karlsruhe soll herausfinden, woran die Schlittenhunde gestorben sind. Wann die Experten ein Ergebnis vorlegen, ist dem Polizeisprecher zufolge unklar. Sollten toxikologische Untersuchungen notwendig sein, könne dies durchaus Wochen dauern. So wie in einem Fall aus dem Jahr 2019. Damals sind zwischen Schriesheim und Lampenhain innerhalb kurzer Zeit vier Hundeleichen gefunden worden.* (dpa/dh) HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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