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Ende der Maskenpflicht im Supermarkt? Diese Regeln gelten in BW ab sofort

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Von: Jason Blaschke

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In Supermärkten in Baden-Württemberg müssen Kunden eine Maske tragen. Doch wenn Konzerne wie Lidl oder Kaufland 2G einführen würden, wäre damit Schluss.

Die Corona-Zahlen in Baden-Württemberg* und ganz Deutschland steigen aktuell wieder kontinuierlich an. Trotzdem soll zum 25. November die „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ auslaufen. Diese ermöglicht es der Regierung, die Freiheitsrechte der Bürger stark einzuschränken – zum Beispiel mit Ausgangssperren oder Quarantänepflicht. Doch Berichten von echo24.de* zufolge gibt es derzeit keine Ausgangssperren in Deutschland mehr.

Und auch die Quarantänepflicht wurde insbesondere für Geimpfte und Genesene in Teilen gelockert. Eine weitere Corona-Regel, die uns im Alltag begleitet, ist allerdings nach wie vor allgegenwärtig: die Maskenpflicht. Auch wer vollständig geimpft oder von Covid-19 genesen ist, muss in Supermärkten, Fitnessstudios und oder Kultureinrichtungen meist eine medizinische oder eine FFP2-Maske tragen. Doch damit könnte in Baden-Württemberg bald Schluss sein, wenn sich das 2G-Modell etablieren würde.

Ist die Maskenpflicht in Supermärkten in Baden-Württemberg bald Geschichte?

Die Corona-Verordnung für Baden-Württemberg* sieht vor, dass Vorschriften wie Mindestabstand oder Maskenpflicht entfallen können, wenn Eigentümer oder Veranstalter in ihren Räumen das sogenannte „2G-Optionsmodell“ einführen. Das heißt: Lediglich vollständig Geimpfte und Genesene dürfen reinkommen, alle Ungeimpften müssen draußen bleiben. Aber Moment mal, wäre die neue 2G-Regel in Supermärkten in Baden-Württemberg* überhaupt denkbar?

Die echo24.de-Redaktion* fragte im Sozialministerium in Stuttgart nach. Von dort heißt es, dass es grundsätzlich allen freisteht, in den eigenen Räumen ein 2G-Modell einzuführen. Dazu braucht es keinen Passus in der Corona-Verordnung, da Einzelhändler und Betreiber von ihrem Hausrecht Gebrauch machen können. Das heißt: Sie entscheiden, wer reinkommt und wer nicht. „Die Corona-Verordnung des Landes ‚erlaubt‘ das weder, noch wird es explizit verboten“, heißt es vom Sozialministerium.

Keine Maskenpflicht in Supermärkten: 2G-Optionsmodell macht es möglich

Die Corona-Verordnung für Baden-Württemberg regelt lediglich, dass die Maske in den Räumen, wo die 2G-Regel in Kraft ist, nicht getragen werden muss. In Bezug auf die Maskenpflicht im Supermarkt bedeutet das, dass die Maske nicht getragen werden muss, wenn die 2G-Regel in der Filiale umgesetzt und kontrolliert wird. Letztlich könnte überall dort, wo die 2G-Regel ausgerufen wird, auf die Maske verzichtet werden. Aber würden Einzelhändler, Gastronomen und andere Betreiber so weit gehen?

Eine Frau trägt bei ihrem Einkauf in einem Supermarkt eine FFP2-Schutzmaske.
In allen Supermärkten in Baden-Württemberg müssen Kunden derzeit einen Mund-Nasen-Schutz tragen (Symbolbild). © Sven Hoppe/dpa

Auf echo24.de-Anfrage* gibt es von Kaufland eine deutliche Ansage zur 2G-Regel* in allen Filialen. Und auch Lidl äußert sich zur 2G-Regel* für Kunden. Überall dort, wo kein 2G in Kraft ist, müssen alle Kunden und Besucher nach wie vor die Maskenpflicht beachten – auch die vollständig Geimpften und Genesenen. Ungeachtet dessen plant die Landesregierung in Baden-Württemberg eine neue Corona-Verordnung*, in welcher die Maskenpflicht laut echo24.de* anders geregelt werden soll.

Baden-Württemberg plant neue Corona-Verordnung – Ende der Maskenpflicht?

Inwieweit es aber tatsächlich Erleichterungen geben wird, ist fraglich. Denn mit Blick auf die aktuellen Corona-Zahlen wird deutlich, dass schon bald die Warnstufe in Baden-Württemberg ausgerufen* werden könnte. Für alle nicht- oder nicht vollständig Geimpften würden dann ohnehin automatisch strangere Corona-Regeln in Kraft treten. Das Ende der Maskenpflicht in Supermärkten rückt hier in Baden-Württemberg in weite Ferne. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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