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„The-Länd“-Artikel: Ein großer Teil davon stammt überhaupt nicht aus BW

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Von: Julia Cuprakowa

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Werbekampagne "The Länd"
Werbekampagne für das Land Baden-Württemberg mit dem Titel "The Länd". © Bernd Weißbrod/dpa/Bildarchiv

Mit der Imagekampagne „The Länd“ will die Landesregierung Baden-Württemberg neue Fachkräfte anwerben. Doch die Werbekampagne erntet eine Menge Kritik.

„Länd Socks“, „Länd Hoodie“ oder „The Täsch“ – Fast 30 Prozent der Fanartikel der umstrittenen Werbekampagne der grün-schwarzen Landesregierung Baden-Württembergs kommen gar nicht aus dem Südwesten, wie aus einer Antwort des Staatsministeriums auf eine Landtagsanfrage der FDP-Fraktion hervorging, wie echo24.de* berichtet.

Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke kritisierte in Stuttgart unter anderem, dass keine konkreten Angaben zur Nachhaltigkeit der Produkte gemacht worden seien. Es sei nur der jeweilige Unternehmenssitz mitgeteilt worden. „Das erstaunt, legt die Landesregierung doch ansonsten immer sehr großen Wert auf den Nachweis von einwandfreien Lieferketten.“

Baden-Württemberg: Image-, Werbekampagne „The Länd“ erntet Menge Kritik

Bei „Willkommen in The Länd“ – wie der Slogan im Ganzen heißt – handelt es sich um eine Imagekampagne des Landes Baden-Württemberg. Der Anstoß für die international ausgerichtete Werbeoffensive zur Gewinnung von Fachkräften kam unter anderem von den großen Wirtschaftsunternehmen des Landes – von Stihl, Trumpf und Daimler.

Bereits im Vorfeld warf die bundesweite und internationale Imagekampagne „The Länd“ Fragen auf und wurde kritisiert. Die Werbung der Landesregierung um Fachkräfte aus aller Welt sei noch keine Marke, wecke noch keine Assoziationen, hieß es vonseiten der Experten. Sogar Kaufland mit Sitz in Neckarsulm in Baden-Württemberg nahm die Kampagne auf die Schippe, wie echo24.de* in einem separaten Artikel berichtet.

Fraktionschef Rülke mit scharfer Kritik an „The Länd“ – „missratene Kampagne“

Laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) kritisiert nun auch Fraktionschef Rülke das Staatsministerium in außergewöhnlicher Schärfe. „Es ist typisch, dass diese Regierung unsere Fragen zu ihrer missratenen Kampagne nicht beantwortet. 21 Millionen für eine Werbemaßnahme, die am Ende keine einzige Fachkraft in den Südwesten bringt und nur dem Image einer zunehmend verelendenden Landesregierung dienen soll – Steuerverschwendung!“

Rülke sagte weiter, er finde es bemerkenswert, dass die Landesregierung weder Kampagnen anderer Bundesländer zum Vergleich herangezogen, noch die Vorgängerkampagne evaluiert habe. „Nicht ohne Ironie ist auch, dass das Staatsministerium zwar einerseits schreibt, die Kampagne solle der Fachkräftezuwanderung dienen, aber nicht benennen kann, wie gut das bei der Vorgängerkampagne geklappt hat.“ *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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