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Das gilt bald für Kunden in BW – Änderungen bei der Deutschen Bahn

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Von: Pauline Wyderka

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Am Montag, dem 10. Oktober, stellt die Bahn ihren Fahrplan für das Jahr 2023 vor. Für Baden-Württemberg ändert sich einiges – für die meisten Reisenden wird es teurer.

Ab 2023 gilt in Deutschland ein neuer Bahn-Fahrplan. Laut Pressemitteilung der Deutschen Bahn soll dieser „mehr, schneller und komfortabler“ sein. Gerade im Süden Deutschlands ändert sich einiges. Dabei gibt es für Kunden eine gute und eine schlechte Nachricht: Es gibt mehr Verbindungen von und durch Baden-Württemberg, die schneller und direkter sind, gleichzeitig wird einiges teurer. Die Änderungen treten ab dem 11. Dezember 2022 in Kraft.

Neuer Fahrplan der Bahn in BW: Mehr, schnellere und direktere Verbindungen für Kunden

Zuerst die gute Nachricht: Ab Dezember 2022 werden vor allem Fernverbindungen von und durch Baden-Württemberg deutlich besser bedient. Eine neue Schnellfahrtstrecke zwischen Wendlingen und Ulm sorgt für kürzere Fahrtzeiten zwischen Stuttgart und Ulm sowie Stuttgart und München. Zudem sollen hier die neuen ICE 3neo zum Einsatz kommen, die einen besseren Mobilfunk-Empfang, mehr Stauraum und einen leichteren Zugang für Rollstuhlfahrer versprechen.

Fernzug-Verbindungen von Ulm über Mannheim in Richtung Köln verdoppeln sich. Von Mannheim können Kunden ab Dezember außerdem direkt nach Österreich fahren. Ein Nachtzug nach Bremen über Hamburg hält nun auch in Bruchsal und Heidelberg. Auf der Strecke Stuttgart über Heidelberg, Mannheim und Mainz nach Köln sollen die meisten der bisherigen IC-Züge außerdem von modernen Doppelstock-Zügen ersetzt werden.

Neuer Fahrplan der Bahn in BW: Für die Kunden wird es teuer

Laut DB-Personenfernverkehrschef Michael Peterson wächst die Zugflotte der Bahn 2023 jeden Monat um drei neue ICE. Die schlechte Nachricht folgt auf den Fuß: Zahlreiche Bauarbeiten stehen für das kommende Jahr an. Nähere Informationen hierzu soll es im Dezember geben. Außerdem wollen die weitreichenden Änderungen bezahlt werden. Sowohl im Fern- als auch im Nahverkehr werden die Tickets darum deutlich teurer.

tagesschau.de zufolge sollen allein Fahrten im Fernverkehr im Schnitt 4,9 Prozent teurer werden. Demnach steigen die Flexticket-Preise um 6,9 Prozent, die BahnCards 25, 50 und 200 werden um 4,9 Prozent teurer. Zumindest Sparpreis und Super Sparpreis bleiben gleich. Sitzplatzreservierungen in der zweiten Klasse sollen weiterhin 4,50 Euro kosten.

Menschenmenge wartet an Gleis auf einfahrenden ICE
Neuer Fahrplan der DB © dpa/Christoph Schmidt

Neuer Bahn-Fahrplan in BW: Bis Dezember gelten für Kunden noch die alten Preise

Der Grund für die Preiserhöhungen sind laut Bahn jedoch nicht die geplanten Ausbauarbeiten, sondern vielmehr die Inflation und damit gestiegenen Energiekosten. Die einzelnen Preise und weitere Informationen erhalten Kunden ab dem 12. Oktober auf den Webseite und in den Apps der Deutschen Bahn. Bis zum 10. Dezember können Kunden noch zu den alten Preisen fahren. Ab dann wird es teurer.

Immerhin soll es ab 2023 auch den Nachfolger des 9-Euro-Tickets geben. Zwischen 49 und 69 Euro soll das neue bundesweit gültige Nahverkehrsticket kosten. Darüber hinaus ist vieles zum Thema Nachfolger für das 9-Euro-Ticket noch unklar. Eine erfreuliche Bilanz zieht die Stadt Heidelberg mit ihrem eigenen Nachfolger, dem „3-Euro-Ticket“, mit dem sie 4.800 Neukunden erreicht.

Neuer Bahn-Fahrplan in BW: Sabotage-Vorfälle in Norddeutschland und Ludwigshafen

Nach einem einem mutmaßlichen Sabotageakt am Zugfunksystem der Bahn in Norddeutschland am 8. Oktober kommt es in weiten Teilen Deutschlands zu Zugausfällen. Am selben Tag entgleist in Ludwigshafen eine Straßenbahn, woraufhin ebenfalls wegen vermuteter Sabotage nach den Tätern ermittelt wird. (paw)

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