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Kein Bargeld an Automaten? Warnung an Bürger – ver.di kündigt Warnstreik an

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Von: Melissa Sperber

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Geldautomat
Wer jetzt in Baden-Württemberg Bargeld abheben möchte, könnte Probleme bekommen. © dpa / Karl-Josef Hildenbrand

In Baden-Württemberg könnten einige Menschen bald verdutzt an Geldautomaten stehen. Denn wegen eines Warnstreiks wird teils kein Bargeld mehr aufgefüllt.

Vor dem Einkauf noch schnell Bargeld am Automaten abheben – für viele gehört das nach wie vor zum Alltag, trotz der zahlreichen Möglichkeiten mit der EC-Karte oder dem Handy zu bezahlen. Doch bereits seit Freitag, 1. Juli, könnten einige Menschen in Baden-Württemberg eine böse Überraschung erleben. Wegen eines Streiks kann es dazu kommen, dass Geldautomaten teils kein Bargeld mehr ausgeben.

Der Hintergrund: Die Gewerkschaft ver.di hat in der Geld- und Wert-Branche zu Warnstreiks aufgerufen, wie sie in einer Pressemitteilung erklären. Damit sind auch die Geldboten eingeschlossen, die die Geldautomaten üblicherweise mit Bargeld befüllen.

Baden-Württemberg: Kein Bargeld an Geldautomaten – Streik mit Auswirkungen

Je nach Region und Betrieb sollen die Warnstreiks zwischen Freitag, 1. Juli und Dienstag, 5. Juli 2022, stattfinden. ver.di betont: „Bürger sollten sich daher vorsorglich ausreichend mit Bargeld versorgen“. Wer also bereits weiß, dass er in der kommenden Woche Bargeld benötigt, sollte sich am besten rechtzeitig darum kümmern.

In Baden-Württemberg werden die Firmen Prosegur in Ettlingen und Stuttgart und Ziemann in Mannheim und Filderstadt von Freitag früh bis Montagabend um 23 Uhr zum Streik aufgerufen. Am Montag ist zudem eine Streikversammlung in Stuttgart geplant.

„Die Arbeitgeber sind noch erheblich von unseren Forderungen und den Bedürfnissen der Beschäftigten entfernt. Deshalb werden wir nun mit Warnstreiks den Druck erhöhen“, erklärte ver.di-Verhandlungsführerin Sonja Austermühle am Donnerstagnachmittag in Berlin. In der Nacht zum Donnerstag waren die Verhandlungen über höhere Gehälter ergebnislos vertagt worden.

Die Forderungen von ver.di? Die Stundenlöhne sollen je nach Tarifgebiet und Dienstleistung auf 16,19 Euro bis 20,60 Euro angehoben werden, zudem soll es für betriebliche Angestellte eine Erhöhung der Bruttonentgelte um bis zu elf Prozent geben.

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