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Studis aufgepasst! Wohnen wird ab Januar teurer – Studierendenwerke erhöhen Zimmermieten

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Von: Marten Kopf

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Baden-Württemberg - Günstige Zimmer von Studierendenwerken sichern vielen Hochschülern das Überleben finanziell mageren Jahren. Doch die Energiekrise macht auch vor Wohnheimtüren keinen Halt.

Keine leichten Zeiten für Studierende: Nach der Corona-Pandemie sind Energiekrise und Inflation gekommen, nun werden die Wohnheimplätze in Baden-Württemberg teurer. Viele Studierendenwerke erhöhen zum Jahreswechsel die Zimmermieten. Das ergab jüngst eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Dabei liegen die Erhöhungen mitunter im zweistelligen Prozentbereich.

Studierendenwerke erhöhen Zimmermieten: Neu-Verträge in Mannheim bis zu 10 Prozent teurer

„Wir kommen nicht umhin, die Nebenkosten, die in unseren Mieten enthalten sind, zum 1. Januar 2023 anzupassen“, hieß es beispielsweise vom Studierendenwerk Stuttgart. Durchschnittlich 13 Prozent betragen die Erhöhungen bei Neuverträgen, Bestandsmieterinnen und -mieter bleiben verschont.

Ähnlich ist die Situation in Mannheim. Die Mieten in neuen Verträgen werden seit diesem Wintersemester um fünf bis zehn Prozent angezogen. Nach Angaben des Studierendenwerks ziehen je Semester etwa 800 Menschen neu in die dortigen Wohnheime.

Steigende Wohnheimmieten: Plus 25 Euro in Freiburg

In anderen Städten wie Freiburg, Heidelberg und Karlsruhe erreichen die Mieterhöhungen dagegen alle Studierenden. Sie bewegen sich im Schnitt bei knapp zehn Prozent. Eine Mieterhöhung für alle laufenden Verträge „gab es so in der Form noch nie“, heißt es aus Karlsruhe. Bisher habe es nur für neue Verträge kleinere Erhöhungen um fünf bis zehn Euro gegeben. In den vergangenen fünf Jahren sei der durchschnittliche Mietpreis gerade einmal um zehn Euro gestiegen.

In Freiburg treffen die Mieterhöhungen fast 6.000 Studierende. Sie müssen ab dem neuen Jahr 25 Euro mehr zahlen. Der Grund: Im Vergleich zu 2021 verdoppelten sich im kommenden Jahr die Strom- und Heizkosten für einen Wohnplatz. Doch nicht nur das, sondern auch allgemeine Preissteigerungen für Dienstleistungen, Waren oder Pachtzahlungen setzen den Studierendenwerken den Angaben zufolge zu.

Erhöhung der Zimmermieten: Zeitpunkt und Umfang in Heidelberg noch unklar

In Heidelberg sind es 25 bis 40 Prozent höhere Energiekosten für das Jahr 2023. Daher sehe sich das Studierendenwerk mittlerweile gezwungen, seine Mieten ebenfalls zu erhöhen, sagte ein Sprecher. Die Höhe und der genaue Zeitpunkt der neuen Miete sei noch im Gespräch, der Start der Erhöhungen aber für das Frühjahr geplant. Ironie der Geschichte: Gerade Heidelberger Hochschüler zeigen sich besonders sparwillig, zumindest was die Energiekosten angeht. Erst Ende Oktober traten dort rund 1.000 Studierende in 15 Wohnheimen zu einer Energiespar-Challenge an.

Über die geplanten Erhöhungen hinaus müssen Studierende in Wohnheimen übrigens keine Angst vor Nachzahlungen haben, wie die dpa-Umfrage ergab. In der Regel sind den Antworten zufolge mit ihrer Warmmiete alle Kosten abgedeckt. (mko/dpa)

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