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„Pflanzen haben gewackelt“ – stärkstes Erdbeben seit 2004 erschüttert Baden-Württemberg

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Von: Fabienne Schimbeno

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Zwei Erdbeben haben am Samstagabend für Aufregung in Baden-Württemberg gesorgt. Gegen 17:58 Uhr meldet der Erdbebendienst Südwest einen ersten Stoß in der Region Lörrach:

Baden-Württemberg - Riesen-Aufregung am Samstagabend (10. September) in Teilen von Baden-Württemberg! Wie verschiedene Medien berichten, soll es in mehreren Teilen des Landes zu kräftigen Erdbeben gekommen sein. Das stärkste wurde in der Region Lörrach gemeldet. Die erste Meldung des Erdbebendienst Südwest erfolgte gegen 17:58 Uhr:

Erdbeben in Baden-Württemberg: So stark war die Erschütterung in der Region Lörrach

Wie der SWR berichtet, sollen mehrere Menschen die Erschütterung wahrgenommen haben. Auf Social Media schnellten die Kommentare in die Höhe, mehrere Anrufe gingen bei der Polizei ein. Darüber berichtet HEIDELBERG24.

Laut Erdbebendienst Südwest wurde der erste Stoß in der Region Lörrach mit einer Stärke von 4,6 auf der Richterskala registriert. Rund zehn Minuten später erfolgte ein zweiter Stoß, der mit einer Stärke von 2,5 gemeldet wurde. Laut Angaben des SWR seien die Erdstöße auch in weiten Teilen Südbadens spürbar gewesen – der Radius soll laut Erdbebenzentrale eine Reichweite von 120 Kilometern erreicht haben.

Nach kräftigen Erdbeben in Baden-Württemberg: Bislang keine Schäden gemeldet

Auch im Elsass wurden kräftige Erdstöße registriert: Wie der Schweizer Erdbebendienst meldet, soll es in der Gemeinde Sierentz in der Nähe von Mülhausen (Mulhouse) zu Erschütterungen von 4,7 bzw. 2,8 gekommen sein. Die Stadt im Elsass liegt rund 60 Kilometer südwestlich von Freiburg.

Wie der SWR weiter berichtet, sollen bislang keine Schäden gemeldet worden sein. Das soll ein Sprecher der Polizei Freiburg gegenüber der Medienanstalt bestätigt haben. Vielerorts herrschte jedoch Aufruhr:

„Dachte schon, ich hab Hallus!“: Menschen reagieren auf Erdbeben in BW

Wie der SWR weiter mitteilt, sollen verschiedene Nachrichten bei der Medienanstalt eingegangen sein. Eine Frau meldete zum Beispiel: „Hallo. Haben hier in Efringen-Kirchen gerade ein ordentliches Erdbeben gespürt. Wisst ihr schon was? Gruss“. Und auch unter einem Facebook-Beitrag des Senders sammeln sich die Kommentare:

Eine Userin schreibt etwa: „Hier in Karlsruhe haben meine Pflanzen im Bad gewackelt. Dachte schon, ich hab Hallus!“. Eine andere meint: „Hab es auch gemerkt in Öhringen, dachte, hatte mich getäuscht, aber die Uhrzeit passt“. Erst im Juli 2022 war es zu starken Erdbeben in Baden-Württemberg gekommen: Notrufe gingen bei der Polizei ein, die Wände wackelten.

Erdbeben in Baden-Württemberg – das stärkste seit 2004

Wie der SWR weiter berichtet, soll es sich bei dem Erdbeben am Samstag (10. September) um das stärkste in Baden-Württemberg seit 2004 gehandelt haben. „Dass die Erde in der Region bebt, kommt häufiger vor, allerdings bleiben die Ausschläge in der Regel auf der Richterskala unter dem Wert von 2,0“, so der Rundfunksender.

Der Ursprung des Bebens am Samstag sei in acht Kilometern Tiefe verortet worden. Unmittelbar vor der stärksten Erschütterung habe es mehrere kleinere Beben gegeben, so die Wissenschaftler aus der Schweiz. Das Erdbeben soll auch in der Schweizer Hauptstadt Bern zu spüren gewesen sein. (fas)

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