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Stiko-Empfehlung: Diese Personen bekommen zweite Booster-Impfung

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Von: Jason Blaschke

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Das Land Baden-Württemberg will die neue Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Corona-Schutzimpfung sofort umsetzen – was sich ändert.

Auch in Baden-Württemberg* steigt die Zahl an Covid-19-Infizierten weiter dramatisch an. Am Donnerstag (3. Februar) teilte das für die Erfassung der Fallzahlen zuständige Landesgesundheitsamt (LGA) aus Stuttgart mit, dass aktuell insgesamt 1.466.703 bestätigte Infektionen bekannt sind. Das sind 34.396 mehr, als noch am Mittwoch. Die 7-Tage-Inzidenz liegt mit 1.363,6 weiter deutlich über der Marke von 1.000 neuen Infektionen binnen sieben Tagen und pro 100.000 Einwohner.

Berichten von HEIDELBERG24* zufolge sind 8.058.055 (81,9 Prozent) Menschen in Baden-Württemberg vollständig geimpft. Mehr als fünf Millionen Bürger haben zudem schon eine Auffrischungsimpfung bekommen. Besonders für ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen ist eine Corona-Schutzimpfung wichtig. Doch Studien hatten zuletzt mehrfach bestätigt, dass die Schutzwirkung vor einer Infektion mit Covid-19* rapide abnimmt, wie merkur.de* in einem Serienartikel schreibt.

Neue Stiko-Empfehlung: Baden-Württemberg startet mit zweiter Boosterimpfung

In Anbetracht neuester Studiendaten hatte die Stiko am Donnerstag (3. Februar) eine neue Empfehlung ausgesprochen. Ab sofort soll auch in Deutschland eine vierte Corona-Schutzimpfung angeboten werden – aber bloß bestimmten Personen. „Aktuelle Daten zeigen, dass der Schutz nach der ersten Boosterimpfung gegen Infektionen mit der momentan zirkulierenden ‚Omikron‘-Mutation innerhalb weniger Monate abnimmt“, heißt es in der Begründung der Stiko zur zweiten Auffrischungsimpfung.

Folgenden Personen wird eine zweite Boosterimpfung empfohlen:

Das Land Baden-Württemberg* teilt in einer Mitteilung mit, dass es die neue Empfehlung der Stiko umsetzen werde. „Unser Ziel ist und bleibt es, uns aus der Pandemie zu impfen und dabei gleichzeitig besonders vulnerablen Personen einen bestmöglichen Schutz zu ermöglichen“, sagte Sozialminister Manne Lucha nach der Entscheidung der Stiko. Das Land arbeite schon mit Hochdruck an der „formalen Umsetzung“ und hoffe, dass schon bald eine offizielle STIKO-Empfehlung zur zweiten Auffrischimpfung vorliege.

Neue Stiko-Empfehlung zum zweiten Booster: Die Impfstoffe werden eingesetzt

Die zweite Boosterimpfung gegen das Coronavirus* solle „frühestens drei Monate nach der ersten Auffrischimpfung“ erfolgen, teilt die Stiko mit. Genau wie im Fall der ersten Boosterimpfung sollen auch für die zweite Auffrischung die zwei mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna* verwendet werden. Aber Achtung, Beschäftigen in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen empfiehlt die Stiko die viere Corona-Schutzimpfung frühestens sechs Monate nach der ersten Boosterimpfung.

Das Land Baden-Württemberg sei gut aufgestellt, um die zweite Auffrischimpfung für besonders gefährdete Gruppen durchführen zu können, teilt das Sozialministerium mit. Berechtige Personen können sich ab sofort an einen niedergelassenen Arzt oder auch an einen der Impfstützpunkte in Baden-Württemberg* wenden, wenn für sie eine zweite Boosterimpfung infrage kommt. Da vor allem ältere Menschen betroffen sind, könnten auch die mobilen Impfteams wieder eine wichtige Rolle spielen.

Neue Stiko-Empfehlung: Expertengruppe empfiehlt Novavax-Impfstoff

Ganz wichtig: Allen Personen, die sich nach der ersten Boosterimpfung mit SARS-CoV-2 infiziert haben, wird eine zweite Corona-Auffrischungsimpfung nicht empfohlen. Auch allen Personen, die nicht unter die neue Empfehlung der Stiko fallen, raten Experten von der zweiten Boosterimpfung ab. Für sie hätte die doppelte Boosterimpfung keinen allzu großen Nutzen*, wie aus einer Israel-Studie hervorgeht. Im Gegenteil, solche Vielfachimpfungen könnten mitunter sogar kontraproduktiv sein.

Der Grund: Wie nach der ersten und zweiten Impfung ist auch nach der zweiten Boosterimpfung mit Nebenwirkungen* zu rechnen, welche insbesondere kurz nach der Immunisierung auftreten können. Daher ist es umso wichtiger, immer auch das Nutzen-Risiko-Verhältnis einer Impfung abzuwägen. Übrigens: Für all die Personen – die überhaupt noch nicht geimpft sind – gibt es auch eine wichtige Neuerung: Die Stiko empfiehlt das Vakzin ‚Nuvaxovid‘ von Novavax* als neuen Impfstoff.

Neue Stiko-Empfehlung: Wichtige Information zum neuen Proteinimpfstoff

Schon ab 21. Februar soll in Baden-Württemberg mit Novavax ‚losgeimpft‘* werden zunächst Beschäftige im Gesundheitswesen, die bisher noch nicht geimpft sind. Genau wie die Impfstoffe von Biontech und Moderna stufen Experten ‚Nuvaxovid‘ als verträglich und gut wirksam ein. Erst vor wenigen Wochen hatte eine Studie Novavax zudem eine Wirkung auf ‚Omikron‘* bescheinigt, was das Vakzin in Zukunft auch als Booster für schon vollständig geimpfte Menschen interessant machen könnte.

Know-how zu Novavax

Im Labor wird eine Spike-Protein-Kopie produziert, welche das Coronavirus umhüllt. Das Protein ist so verändert, dass es keine Infektion mehr auslösen kann. Der Körper erkennt das Protein aber als Erreger und bildet Antikörper – eine Impfung täuscht somit eine Infektion vor und erzeugt so einen Immunschutz vor Covid-19. Damit eine starke Immunantwort vom Körper erzeugt wird, ist ‚Nuvaxovid‘ von Novavax ein Wirkverstärker* zugesetzt.

Genau wie die meisten anderen Covid-Impfstoffe muss auch ‚Nuvaxovid‘ von Novavax zweimal verabreicht werden, damit sich ein ausreichender Immunschutz aufbaut. Über die möglichen Nebenwirkungen nach einer Novavax-Impfung*, schreibt HEIDELBERG24* im eben verlinkten Artikel ausführlicher. Bloß so viel vorweg: Auch das neue Vakzin kann Impfreaktionen hervorrufen, die Impflinge nach erfolgter Immunisierung beachten müssen. (jsn) *HEIDELBERG24 und merkur.de sind ein Teil von IPPEN.MEDIA.

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