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Corona in Baden-Württemberg: Land erhält 57.000 zusätzliche Impfdosen

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Von: Katja Becher

Corona in Baden-Württemberg: Der Südwesten erhält noch im Juni eine kurzfristige Impfstoff-Lieferung von BioNTech. Zudem erhält das Land noch 57.000 Dosen AstraZeneca.

Update vom 16. Juni, 08:15 Uhr: Baden-Württemberg erhält im Juni zusätzlichen Corona-Impfstoff vom Bund und verteilt diesen auf Kreise mit geringer Impfquote. Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart mitteilt, sollen noch diese Woche 57.000 Dosen AstraZeneca verteilt werden. Die Zusatzlieferung kommt dadurch zustande, dass Hausärzte nach Pfingsten nicht die vollen Kontingente des Impfstoffs abgerufen hätten.

Corona in Baden-Württemberg erhält 57.000 zusätzliche Impfdosen

40.000 der Impfdosen sollen auf die acht Stadt- und Landkreise mit der derzeit geringsten Impfquote verteilt werden. Das
sind etwa die Städte Heilbronn und Pforzheim sowie etwa der Kreis Waldshut. Zudem sollen die drei bevölkerungsreichsten Kreise ohne eigenes zentrales Impfzentrum zusätzliche Dosen erhalten. Die restlichen Impfdosen werden nach Angaben des Ministeriums auf drei Kreise mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 35 verteilt. Der Impfstoff soll gezielt an Bewohner aus sozial benachteiligten Stadtvierteln in den jeweiligen Kreisen vergegen werden.

„Dank der zusätzlichen Impfdosen erfährt unsere Impfkampagne einen deutlichen Schub, und die Impfquoten lassen sich in den Kreisen mit derzeit noch niedrigeren Quoten zum Teil signifikant erhöhen“, erklärt der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha

Corona in Baden-Württemberg: Maskenpflicht an Schulen gelockert – Über 270 Neuinfektionen

Update vom 15. Juni, 12:48 Uhr: Baden-Württemberg will die Maskenpflicht an Schulen lockern. Sofern die 7-Tage-Inzidenz in einer Region unter 35 liegt und es zwei Wochen an der Schule keinen Corona-Ausbruch gab, soll die Maskenpflicht „im Unterricht in allen Schulformen“ wegfallen, kündigte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Dienstag in Stuttgart an. Bereits bei einer Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern und Woche soll die Maskenpflicht auf den Pausenhöfen wegfallen. Lucha stellte für weitere Bereiche Lockerungen der Maskenpflicht in Aussicht, etwa draußen im öffentlichen Raum, in offenen gut durchlüfteten Bahnhöfen und Bushaltestellen.

Dennoch warnte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) vor zu schnellen Öffnungsschritten. Man dürfe nicht vergessen, dass die Inzidenz noch 20 Mal höher sei als vor einem Jahr. „Leute, seid nicht übermütig, das bezahlen wir sonst bitter“, sagte er. Man könne nicht das Risiko einer vierten Welle eingehen. Für Besucher von größeren Sportveranstaltungen will er die Maskenpflicht keinesfalls lockern - auch wenn diese im Freien stattfinden. „Ich sehe das bei der EM, das geht mal gar nicht.“ Auch Lucha sagte, die Menschen müssten weiter sorgsam sein.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte zuvor die Länder aufgefordert, die Maskenpflicht zu überprüfen. Sie müssten klären, „ob und wo eine Maskenpflicht noch verhältnismäßig ist, wenn die Inzidenzzahlen niedrig sind und weiter sinken“, sagte sie der „Bild am Sonntag“.

Corona in Baden-Württemberg: Regierung plant Lockerungen der Maskenpflicht!

Update vom 14. Juni: Baden-Württemberg will die Maskenpflicht angesichts der sinkenden Corona-Infektionszahlen bald vereinfachen. Sofort wird die Pflicht aber nach Angaben der Landesregierung nicht ausgesetzt. Bei der nächsten Überarbeitung der Corona-Verordnung soll es eine neue Systematisierung geben, mit der etwa bei der Maskenpflicht zwischen Innenräumen und Außenbereichen unterschieden wird, wie ein Sprecher der Landesregierung sagte. Auch werde man die Maskenpflicht im ÖPNV und in den Schulen beraten, so der Sprecher. Details müsse die grün-schwarze Koalition noch verhandeln.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte am Montag erste Andeutungen auf eine Ende der Maskenpflicht in Deutschland gemacht* – zumindest in kleinen Schritten. „Bei den fallenden Inzidenzen sollten wir gestuft vorgehen: In einem ersten Schritt kann die Maskenpflicht draußen grundsätzlich entfallen“, erklärte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In Regionen mit niedriger Inzidenz und hoher Impfquote könne die Pflicht dann auch in Innenräumen fallen. Im Zweifel tendiere der Minister aber immer zum Tragen einer Maske – besonders beim Reisen und bei Treffen in Innenräumen.

Corona in Baden-Württemberg: 52.000 Dosen! Land bekommt mehr Impfstoff

Erstmeldung vom 13. Juni: Baden-Württemberg bekommt kurzfristig mehr Impfstoff, wie das Gesundheitsministerium in Stuttgart am Samstag bestätigt hat. Amtschef Uwe Lahl sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: „Wir freuen uns sehr über diese Ankündigung der Bundesregierung - unser Einsatz in Berlin für eine entsprechende Kompensation hat sich ausgezahlt.“ Der Südwesten könne jede Impfdose mehr als gut gebrauchen und sofort verwenden.

BundeslandBaden-Württemberg
Bevölkerung11,07 Millionen (2019, Eurostat)
HauptstadtStuttgart
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann (Grüne)

Wie HEIDELBERG24* berichtet, hatten Ärzte in Baden-Württemberg in den beiden Wochen nach Pfingsten weniger Impfstoff von BioNTech* bestellt, als nach dem Bevölkerungsschlüssel möglich gewesen wäre. Daher bekommt das Land nun in der Woche ab dem 28. Juni einen Ausgleich, berichten die Stuttgarter Nachrichten. In Baden-Württemberg gehe es um 52.600 Dosen. Die zusätzlichen Impfdosen sollen dazu verwendet werden, Landkreise mit vergleichsweise niedriger Impfquote in Richtung Landes-Schnitt zu haben.

Corona in Baden-Württemberg: Schon ein Viertel der Bevölkerung vollständig geimpft

In Baden-Württemberg ist bereits ein Viertel der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das sind 2.774.800 Menschen, also 25 Prozent, wie das Robert Koch-Institut am Samstag (Stand 10.10 Uhr) mitteilte. Damit liegt der Südwesten leicht unter dem Bundesdurchschnitt von 25,7 Prozent. 5.227.494 Menschen im Südwesten haben mittlerweile eine Impfung gegen das Virus gespritzt bekommen, das sind 47,1 Prozent der Bevölkerung (Bund: 48,1).

Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist unterdessen wieder gesunken und liegt laut RKI-Zahlen am Sonntagmorgen bei 25,4. Am Vortrag betrug der landesweite Wert noch 26,2. 40 der 44 Regionen im Südwesten liegen unter der 50er-Marke, der Landkreis Baden-Baden sogar nur bei 7,2. Am höchsten ist der Inzidenz-Wert am Sonntag mit 58,5 in der Stadt Heilbronn. Hier gibt es die aktuellen Corona-Regeln von Baden-Württemberg im Überblick.*

Corona in Baden-Württemberg: Zahlen sinken – doch Virus-Mutationen breiten sich aus

Seit Ende Dezember wurden dem Landesgesundheitsamt 138.011 Fälle mit Hinweisen auf „besorgniserregende Varianten“ übermittelt. Als solche gelten Viren mit Mutationen, die ein höheres Ansteckungsrisiko haben, wie sie beispielsweise in Großbritannien (B.1.1.7/Alpha) und Südafrika (B.1.351/Beta) entdeckt worden waren. Mit einem Anteil von 97,3 Prozent in den vergangenen zwei Wochen dominiert der Typ Alpha.

13,6 Prozent der 2361 betreibbaren Intensivbetten sind der Mitteilung nach in Baden-Württemberg im Moment frei. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Solche Betten werden aber nicht nur für Covid-19 Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern ebenso für Menschen mit anderen gravierenden Erkrankungen. (kab/dpa) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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