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Delta-Variante in Baden-Württemberg: So rasant breitet sich die Mutante aus

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Baden-Württemberg – Trotz sinkender Corona-Fallzahlen: Die Delta-Variante breitet sich laut Landesgesundheitsamt aus und dürfte schon bald dominieren. Da hilft nur eins:

Das Landesgesundheitsamt (LGA) rechnet damit, dass sich die Delta-Variante des Coronavirus* in den kommenden Wochen auch in Baden-Württemberg* weiter durchsetzen wird, wie HEIDELBERG24* berichtet. Der Anteil dieser zuerst in Indien entdeckten Variante wird laut LGA mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter zunehmen und die noch vorherrschende Alpha-Variante verdrängen, wie eine Sprecherin der Behörde in Stuttgart* mitteilte.

BundeslandBaden-Württemberg
LandeshauptstadtStuttgart
Fläche35.751,46 km²
Einwohnerzahl11.103.043 (Stand: 31. Dezember 2020)
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann (Grüne)

Für den weiteren Verlauf des Infektionsgeschehens im Land seien deshalb eine steigende Durchimpfungsrate und stringent von der 7-Tage-Inzidenz abhängige Öffnungsschritte entscheidend. Da die Delta-Variante über eine erhöhte Übertragbarkeit gegenüber der Alpha-Variante verfüge, sei eine erhöhte Aufmerksamkeit wichtig.

Baden-Württemberg: Landesgesundsheitsamt erkennt steigenden Anteil der Delta-Variante

Der Anteil nachgewiesener Proben der Delta-Variante* an allen gemeldeten Neuinfektionen hatte zuletzt bereits deutlich zugelegt. Nach LGA-Angaben vom Samstag (3. Juli) lag er für die vergangenen 14 Tage bei 12,95 Prozent. Der Anteil möglicher Delta-Varianten stieg auf 7,98 Prozent. Zuvor lagen die Werte bei über 10 beziehungsweise bei mindestens 5 Prozent. Der Delta-Anteil an allen analysierten Proben mit besorgniserregenden Varianten wurde am Samstag für die vergangenen zwei Wochen mit 25,1 Prozent angegeben.

Die Delta-Variante ist in Deutschland angekommen.
Die Delta-Variante ist in Deutschland auf dem Vormarsch. © Boris Roessler/dpa

Von der möglicherweise noch ansteckenderen Delta Plus-Variante gibt es den Angaben zufolge derzeit keine bekannten Fälle in Baden-Württemberg. Vor rund einem Monat sei dem LGA jedoch eine „familiäre Häufung“ von Fällen mit dieser Variante übermittelt worden, es habe aber keine weiteren Infektionen mehr gegeben. Deswegen gebe es inzwischen auch keine bekannten Fälle mehr.

Die LGA-Sprecherin betonte, dass Impfen der wichtigste Weg aus der Pandemie sei: „Jede einzelne Impfung bringt uns ihrem Ende näher.“ Zudem schütze die Impfung auch gegen die Delta-Variante. Britische Studien zeigten, dass ein vollständiger Impfschutz mit den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer und AstraZeneca* auch gegen die Delta-Variante einen guten Schutz vor einer Erkrankung mit Symptomen und einem Krankenhausaufenthalt biete. Für den Impfstoff von Johnson & Johnson lägen derzeit noch keine Studien zur Wirksamkeit gegen die Delta-Variante vor. Auch wenn sich die Infektionslage gerade entspanne, für einen sicheren Herbst sei jetzt jede einzelne Impfung wichtig, sagte die Sprecherin. (dpa/pek) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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