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Europapark: Blick hinter die Kulissen – so bereitet sich der Park auf die Sommer-Saison vor

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Von: Marten Kopf

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Europapark Rust - Auch wenn der Park noch geschlossen ist, tut sich was auf dem Gelände. Während der Nebensaison sorgen Dutzende Menschen dafür, dass zur Eröffnung alles reibungslos läuft.

Die vergangenen beiden Jahre waren schwierig für den Europapark Rust in Baden-Württemberg. Wegen der Corona-Krise brachen die Besucherzahlen dramatisch ein. Das, so der Plan, soll sich 2022 deutlich ändern. Derzeit ist der Park noch geschlossen, die Sommersaison beginnt erst am 26. März – zumindest sollte das ursprünglich so sein. Inzwischen aber ist klar, dass der Park ein ganzes Stück früher eröffnen wird. Die Zeit bis dahin wird genutzt, das Parkgelände mit all seinen Attraktionen wieder in Schuss zu bringen – und Neues vorzubereiten.

NameEuropa-Park
OrtRust (Baden-Württemberg)
Fläche95 Hektar
Besucherzahl5,8 Millionen (2019)
Eröffnung12. Juli 1975

Dass in Deutschlands größtem Freizeitpark auch während der sogenannten „Off-Season“ nicht etwa Däumchen gedreht wird, konnte man sich denken. Aber in welchem Ausmaß auf dem Gelände des Europaparks Arbeiten stattfinden, darüber zerbrechen sich sicher die Allerwenigsten den Kopf. Tatsächlich aber sorgen 40 parkeigene Mechaniker und 45 Gärtner dafür, dass sich Deutschlands größter Freizeitpark seinen Besuchern am Eröffnungstag im besten Licht zeigen kann – und sie sorgen ganz nebenbei auch noch für die Sicherheit der Besucher. Hinzu kommen Fremdfirmen für bestimmte Projekte. Von Verwaltungs- oder Reinigungspersonal ganz zu schweigen.

Europapark: Vor Eröffnung zur Sommer-Saison – Achterbahnen werden gewartet

Im offiziellen Europapark-Blog etwa beschreibt Kevin Gufert, als Teamleiter verantwortlich für den Trupp der Mechaniker, kürzlich, wie verschiedene Attraktionen komplett in ihre Einzelteile zerlegt und dann zur Überprüfung an die Werkstätten in Waldkirch und Herbolzheim geschickt werden, wo sie ein Team der Firma „Mack Rides“ wartet und repariert. Inhaber von „Mack Rides“, muss man wissen, ist die Betreiberfamilie des Europaparks, sie gehört also quasi zum Familienimperium. „Wir arbeiten für das Leben der Menschen, nicht für Bierkisten!“ sagt Gufert im Blog-Interview und verrät auch, dass ausgerechnet die Wartung des riesigen „bluefire megacoasters“, der zweitgrößten Achterbahn des Parks, besonders leicht zu handhaben ist – einfach deshalb, weil er besonders modern ist. Die kurz nur „Bluefire“ genannte Bahn übrigens war erst jüngst mit Ausbruch des Kriegs in der Ukraine wegen des Sponsorings durch die russische „Nordstream 2“ in die Schlagzeilen geraten.

„Off-Season“ im Europapark: „Abwechslung, Sicherheit und Spaß“

Das einzige Mal, dass die Mechaniker auf externe Unternehmen angewiesen sind, ist während der Renovierung der berühmten Dunkelachterbahn „Eurosat – Can Can Coaster“. Der „Eurosat“ ist zweifelsohne eine Art Wahrzeichen des Parks, das jeder kennt, umhüllt ihn doch eine riesige silberne Kuppel bestehend aus insgesamt 1.500 metallisch glänzenden Dreiecken. Selbst die werden Stück für Stück heruntergenommen, gereinigt und frisch lackiert, wozu man eigens speziell ausgebildete Industriekletterer aus Frankreich und Bulgarien engagierte. Der offene „Eurosat“ ist ein Bild, das Fans so sicher noch nie gesehen haben.

Zu den reinen Reparaturarbeiten kommen neu geplante Attraktionen, die gebaut oder neu gestaltet werden müssen. Mit gleich drei Neuheiten nämlich will der Park in den Sommer starten, allesamt im Themenbereich „Österreich“ gelegen. Der wurde in diesem Zuge während der vergangenen Wochen umgebaut und auch gleich noch erweitert. Um Platz zu schaffen, musste im Gegenzug ein anderes Wahrzeichen des Parks nach 25 Jahren quasi seinen Hut nehmen. „Abwechslung, Sicherheit und Spaß“ – mit diesen drei Worten beschreibt Chef-Mechaniker Gufert seinen Job. Man darf davon ausgehen, dass Gäste ihren Besuch ähnlich beschreien würden. (mko)

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