1. Heidelberg24
  2. Baden-Württemberg

Böblingen: Rätsel um drei Tote bei Flugzeug-Absturz – neue Details zu Piloten

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Daniel Hagen, Katja Becher

Trümmerteile des abgestürzten Kleinflugzeugs im Waldgebiet bei Steinenbronn
Trümmerteile des abgestürzten Kleinflugzeugs im Waldgebiet bei Steinenbronn © Boehmler/dpa

Böblingen/Steinenbronn - Bei einem Flugzeug-Absturz in einem Waldgebiet sind am Samstag drei Menschen ums Leben gekommen. Jetzt kommen immer mehr Details zu dem Unglück ans Licht. 

Update vom 20. Juli, 21:45 Uhr: Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs im Kreis Böblingen ist die Ursache weiterhin unklar. Nach Informationen der „Stuttgarter Zeitung“ und der „Stuttgarter Nachrichten“ war die Maschine im sogenannten Instrumentenflug unterwegs. Die Piloten flogen demnach nicht auf Sicht, sondern ließen sich von Fluglotsen leiten, die dem Pilotenteam den Kurs vorgaben. Beide Männer an Bord - ein 62-Jähriger aus Ludwigsburg und ein 73-Jähriger aus Kirchheim unter Teck (Landkreis Esslingen) - hatten demnach eine Pilotenlizenz.

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) bestätigte die Angaben. Die beiden Piloten sowie die 65 Jahre alte Frau des 73-Jährigen kamen ums Leben. Das Kleinflugzeug vom Typ „Piper“ war nach Polizeiangaben am Samstagmorgen am Stuttgarter Flughafen in Richtung Nienburg nahe Magdeburg gestartet. Wenige Minuten später stürzte es in einen Wald bei Steinenbronn. Zuvor soll der Pilot einen ersten Startversuch aus bisher unbekannter Ursache abgebrochen haben. Die BFU rechnet nach Angaben eines Sprechers Ende September mit einem Zwischenbericht.

Update vom 19. Juli, 11:20 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Polizeipräsidium Ludwigsburg geben neue Details zu dem tragischen Flugzeugabsturz im Kreis Böblingen bekannt. Laut den Ermittlern sei die Privatmaschine vom Typ „Piper“ gegen 09:40 Uhr vom Flughafen Stuttgart in Richtung Westen mit dem Ziel Nienburg in der Nähe von Magdeburg gestartet. Bereits gegen 09:25 Uhr sei ein Startversuch abgebrochen worden – der Grund dafür ist bislang noch unbekannt. Kurz nach dem Start wird von mehreren Zeugen der Absturz eines Flugzeuges gemeldet.

Böblingen: 3 Tote bei Flugzeug-Absturz – Identität der Opfer geklärt

Zahlreiche Einsatzkräfte der Polizeipräsidien Reutlingen und Ludwigsburg führen daraufhin eine Suchaktion in dicht bewaldetem Gebiet durch. Im Laufe des Tages werden neben den Trümmern auch drei Leichen gefunden. Bei dem mutmaßlichen Piloten handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen 62-Jährigen aus Ludwigsburg. Die anderen beiden Verunglückten sollen ein Ehepaar aus Kirchheim unter Teck im Alter von 73 und 65 Jahren sein. Die Obduktion des 62-Jährigen und des 73-Jährigen ist für die kommenden Tage geplant.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat einen Gutachter mit der Untersuchung der Unglücksursache beauftragt. Im Verlauf des Wochenendes sind über 170 Einsatzkräfte vor Ort, um sich um das Unglück zu kümmern. Zeugen, die den Absturz beobachtet haben, sollen sich unter 0800/1100225 melden. Dabei sind vor allem Videoaufnahmen wichtig. Auch im Juli 2019 ist es in Baden-Württemberg zu einem tragischen Flugzeugabsturz gekommen. Damals sterben bei Bruchsal drei Insassen – darunter ein Politiker*.

Böblingen: 3 Tote bei Flugzeug-Absturz – Wie konnte es zu dem Unglück kommen?

Update vom 18. Juli, 16:49 Uhr: Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs im Kreis Böblingen mit drei Toten dauern die Ermittlungen zur Ursache des Unglücks weiter an. Warum das Flugzeug am Samstagmorgen kurz nach dem Start in Stuttgart abgestürzt war, sei immer noch unklar, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagnachmittag. Mit neuen Informationen sei nicht vor Montag zu rechnen. Auch zur Identität der drei Todesopfer machte der Sprecher keine Angaben. Einsatzkräfte unter anderem vom Technischen Hilfswerk waren am Sonntag vor allem mit der Bergung der Wrackteile aus dem Wald bei Steinenbronn beschäftigt. Diese sollte Polizeiangaben zufolge nach Möglichkeit noch am Sonntag abgeschlossen werden. „Das zieht sich aber noch ein bisschen“, sagte ein Polizeisprecher am Nachmittag.

Böblingen: Flugzeug-Absturz mit drei Toten – Ermittlungen am Wrack gehen weiter

Update vom 18. Juli, 9:19 Uhr: Nach dem Absturz eines Flugzeugs im Kreis Böblingen (Baden-Württemberg) mit drei Toten dauern die Ermittlungen zur Unglücks-Ursache weiter an. Nachdem ein Gutachter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen schon am Samstagmittag an der Absturzstelle seine Arbeit aufnahm, sind nach Angaben eines BFU-Sprechers inzwischen zwei weitere Experten vor Ort mit dem Fall befasst. „In den nächsten ein bis zwei Tagen wird vor allem fotografiert, dokumentiert, gemessen und es werden Zeugen befragt - ähnlich wie bei einem Verkehrsunfall“, sagte der Sprecher. Um die Ursache für den Absturz zu ermitteln, würden verschiedene Bereiche untersucht: der Pilot des Kleinflugzeugs und seine Flugerfahrung, mögliche Schäden oder Defekte an der Maschine und die äußeren Bedingungen zum Zeitpunkt des Absturzes. Der Flugschreiber konnte nach Polizeiangaben noch am Samstag geborgen werden.

Die Polizei sperrt die Zufahrt zum Gebiet in dem ein Kleinflugzeug vom Typ „Piper“ abgestürzt ist.
Flugzeugabsturz im Kreis Böblingen – mehrere Tote © dpa/Sdmg/Dettenmeyer

Flugzeug-Absturz bei Böblingen: Pilot setzte keinen Notruf ab – Retter bergen drei Tote

Bis die Ermittlungen abgeschlossen sind, könnte es nach Angaben des BFU-Sprechers aber noch eine Weile dauern: „Wir sind immer bestrebt, innerhalb von zwölf Monaten eine solche Untersuchung abzuschließen.“ Ein Zwischenbericht werde für Ende September erwartet.  Bei den drei Toten an der Absturzstelle handelt es sich nach Angaben der Polizei „vermutlich“ um den Piloten der Maschine und zwei Insassen. Nur einen Tag nach dem Absturz bei Böblingen ist auch in Sachsen-Anhalt ein Flugzeug abgestürzt. Dabei sterben laut ruhr24.de drei Menschen, eine Person wird schwer verletzt.

Das Flugzeug vom Typ „Piper“ war demnach am Samstagmorgen um 9.40 Uhr am Stuttgarter Flughafen gestartet, wenige Minuten später stürzte es in einen Wald bei Steinenbronn.  Nach einer ersten Meldung der Deutschen Flugsicherung (DFS) war die einmotorige Maschine auf dem Weg nach Magdeburg. Kurz nach dem Start habe sich der Pilot noch einmal beim Kontrollzentrum in Langen gemeldet, danach sei die Maschine vom Radar verschwunden. „Es wurde seitens des Piloten kein Notruf abgesetzt“, sagte eine Sprecherin der DFS am Samstag.

Feuerwehr und ein Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung an der Unglücksstelle.
Feuerwehr und ein Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung an der Unglücksstelle. © dpa/Sdmg/Dettenmeyer

Update vom 17. Juli, 17:03 Uhr: Die Bergung der Toten nach dem Flugzeugabsturz in einem Wald bei Steinenbronn dauern weiter an. Insgesamt waren an der Absturzstelle im Kreis Böblingen weit über 100 Einsatzkräfte vor Ort, wie die Polizei mitteilt. Zwischenzeitlich gehen die Ermittler von drei Todesopfern aus, bei denen es sich vermutlich um den Piloten und zwei Fluggäste handelt.

Böblingen: Flugzeug-Drama – mehrere Tote nach Absturz in Waldgebiet

Update vom 17. Juli, 14:07 Uhr: Wie die Polizei mitteilt, hätten Einsatzkräfte nach dem Flugzeugabsturz bei Steinenbronn im Wrack der Maschine mehrere Tote gefunden. Die einmotorige Maschine vom Typ „Piper“ sei heute gegen 9:40 Uhr vom Flughafen Stuttgart gestartet. Gegen 9:45 Uhr habe ein Zeuge über Notruf den Absturz in das Waldgebiet gemeldet. Die genaue Zahl der Toten und deren Identitäten seien noch unklar, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. „Das Wrack und die Leichen müssen noch geborgen werden.“ Feuerwehr und Rettungsdienst sind mit vielen Helfern im Einsatz, die dicht bewaldete Absturzstelle bei Steinenbronn ist weiträumig abgesperrt.

Nach dem Flugzeugabsturz im Landkreis Böblingen hat die Kripo des Polizeipräsidiums Ludwigsburg die weiteren Ermittlungen übernommen. Laut Polizei befinden sich die Ermittler aktuell gemeinsam mit Spezialisten der Spurensicherung und der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen an der Absturzstelle.

Böblingen: Flugzeug-Absturz in Waldgebiet – Polizei im Großeinsatz!

Erstmeldung vom 17. Juli, 12:54 Uhr: Am Samstag kam es gegen 9:45 Uhr zum Absturz eines Fluzeuges vom Typ „Piper“ in einem Wald in der Nähe von Steinenbronn (Landkreis Böblingen). Das teilen die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Polizeipräsidium Ludwigshafen mit. Die Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sei mit starken Kräften vor Ort, die Absturzstelle weiträumig abgesperrt, wie HEIDELBERG24* berichtet.

Noch ist völlig unklar, wie es zu dem Flugzeug-Absturz kommen konnte. Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen sind vor Ort. Weitere Angaben zur Besetzung des Flugzeugs und Verletzten machten die Behörden in Baden-Württemberg* am Mittag noch nicht. Weitere Informationen folgen. (kab/dh/pol) *HEIDELBERG24 und ruhr24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare