Sonderflugplatz Kirchheim-Nabern

Flug-Unglück bei Esslingen: Pilot verliert Kontrolle und rast auf Parkplatz

Esslingen - Das Cesna-Leichtflugzeug will Richtung Südosten abheben. Doch aus einem unbekannten Grund hebt die Maschine nicht ab und schießt über das Rollfeld hinaus.

  • Am Mittwoch (19. August) will der 81-jährige Pilot eines Cesna-Leichtflugzeugs von Sonderflugplatz Nabern bei Esslingen Richtung Südosten abheben.
  • Neben dem Piloten befinden sich ein 47 Jahre alter Mann und zwei Jungen im Alter von 7 und 10 Jahren in der Maschine.
  • Aus unbekanntem Grund kann das Flugzeug nicht abheben und schießt über die Rollbahn hinaus.

Am Mittwochnachmittag gegen 14:30 Uhr ist ein mit vier Personen besetztes Leichtflugzeug beim Start verunglückt. Der Start der Cesna vom Sonderlandeplatz Nabern aus sollte Richtung Südosten erfolgen. Doch noch bevor das Flugzeug die Rollbahn verlässt, kommt es zu Komplikationen.

Flugzeugabsturz bei Esslingen: Flugzeug kann nicht abheben und schießt über Rollbahn hinaus

Das Flugzeug nimmt Fahrt auf, kann das Rollfeld aber - aus keinem erkennbaren Grund - nicht verlassen. Es überquert den Boden einer angrenzenden Wiese, erreicht dann den Parkplatz des Flugplatzes und rammt in einen Opel. Im Anschluss werden noch mindestens zwei weitere Pkw beschädigt.

Die Cesna kam erst auf dem Parkplatz zum Stehen.

Der Flugplatz Nabern/Teck liegt in der Nähe des Ortsteils Nabern und wenige Kilometer südlich von Kirchheim unter Teck. Er ist ein Sonderflugplatz und lässt Flugzeuge mit einem Höchstabfluggewicht von bis zu 2.500 Kilogramm und Hubschrauber bis 5.700 Kilogramm zu. 

Flugzeugabsturz bei Esslingen: Insassen haben Verletzungen „noch unbekannten Ausmaßes“

In der Cesna befinden sich vier Insassen. Neben dem 81-jährigen Piloten sind es ein 47 Jahre alter Mann und zwei Jungen - sieben und zehn Jahre alt. Sie alle müssen nach dem Zusammenprall vom Rettungsdienst in Kliniken eingeliefert werden. In einer Pressemitteilung der Polizei heißt es sie haben „Verletzungen noch unbekannten Ausmaßes“. Der 47-Jährige muss mit einem Rettungshubschrauber abtransportiert werden.

Trotz des heftigen Zusammenpralls sind alle Verunglückten ansprechbar. Ein Junge kann die Cesna ohne Hilfe verlassen. Dem anderen Jungen muss beim Verlassen geholfen werden.

Flugzeugabsturz bei Esslingen: Sachschaden im achtstelligen Bereich

Ersten Schätzungen zufolge beläuft sich die Gesamtschadenssumme auf 60.000 Euro. Die Beschädigungen an der Cesna machen davon die Hälfte aus. Die Beamten des Polizeipostens Lenningen erhalten bei den Ermittlungen zur genauen Unfallursache Unterstützung von einem Sachverständigen der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen.

Dies ist nicht der erste Flugunfall in Baden-Württemberg in diesem Jahr. Mitte August ereignet sich ein ähnlicher Vorfall bei Mannheim. Kurz nach dem Start eines Doppeldecker-Oldtimers versagt der Motor der Maschine. Der Pilot setzt zur Notlandung an. 2017 ist es an gleicher Stelle zu einem Absturz mit Todesfolge gekommen. (lpb)

Rubriklistenbild: © Woelfl/dpa

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