1. Heidelberg24
  2. Baden-Württemberg

BW: Fake-Impfungen durch Ärztin? Betroffene müssen sofort handeln

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Eliran Kendi

Kommentare

In einer Arztpraxis in Baden-Württemberg sollen Fake-Impfungen verabreicht worden sein. Wie der Fall ins Rollen kam und wozu Experten betroffenen Patienten raten:

Konstanz/Ravensburg - Der Verdacht klingt ungeheuerlich: Eine Ärztin aus Markdorf in Baden-Württemberg* soll ihren Patienten lediglich ein Placebo anstatt der wichtigen Corona-Impfung verabreicht haben. Wie die Polizei in Ravensburg und die Staatsanwaltschaft in Konstanz bereits am Mittwoch bekannt gegeben haben, werden entsprechende Ermittlungen geführt. Einer gemeinsamen Pressemitteilung zufolge sollen Polizisten Beweismittel bei einer Durchsuchung der betroffenen Arztpraxis im Bodenseekreis sichergestellt haben. Zuvor hatte der „Südkurier“ über den schwerwiegenden Verdacht berichtet. Nach Angaben der Polizei sollen die Betroffenen vom zuständigen Gesundheitsamt angeschrieben, informiert und gewarnt worden sein.

Offenbar waren die Behörden auf den Fall aufmerksam geworden, nachdem bei drei Patienten trotz Erst- und Zweitimpfung keine Corona-Antikörper nachgewiesen werden konnten und es keine medizinischen Gründe dafür gegeben habe. Wie viele Patienten sind vom Fake-Impfung-Skandal betroffen? Wie können mögliche Betroffene herausfinden, ob sie über einen Impfschutz verfügen? HEIDELBERG* gibt Antworten auf die drängendsten Fragen:

Landkreis:Bodenseekreis
Hauptstadt:Friedrichshafen
Regierungsbezirk:Tübingen
Einwohnerzahl:216.227 (2019)

Baden-Württemberg: Kein Corona-Impfschutz? Das müssen Betroffene jetzt tun

Laut Informationen des „Südkuriers“ sollen knapp 500 Patienten betroffen sein. Auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur wollte ein Polizeisprecher diese Zahl jedoch nicht bestätigen. Hingegen liegen dem SWR Informationen vor, wonach es sich um 430 betroffene Patienten handelt. Diese Zahl soll von einem Sprecher des Landratsamtes Bodenseekreis bestätigt worden sein.

Experten raten in diesem Zusammenhang schnellstmöglich einen Antikörpertest gegen das Coronavirus* zu machen. Auf diesem Weg kann festgestellt werden, ob der Körper über einen wirksamen Impfschutz verfügt.

Baden-Württemberg: Fake-Impfungen im Bodenseekreis – so kam der Fall ins Rollen

Bei den Fake-Impfungen soll es sich nicht um eine Panne, wie beispielsweise durch falsch befüllte Impfdosen, gehandelt haben. Der Verdacht steht im Raum, es handele sich um Vorsatz seitens der Ärztin. Laut Aussage einer Patientin soll die verdächtigte Ärztin versucht haben, ihre Sorgen über die Impfung zu zerstreuen, indem sie ihr mitgeteilt habe, „sie brauche sich keine Sorgen zu machen, sie habe etwas Homöopathisches beigemischt“, heißt es im SWR-Bericht.

Für die Staatsanwaltschaft steht fest: Sollte sich der Verdacht bestätigen, müssen sich der oder die Betreiber der Praxis mindestens wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. (esk) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare